Magdeburg l Nach der 26:33-Heimniederlage gegen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin war Youngsters-Coach Vanja Radic sauer. Seine Schützlinge warfen unmittelbar vor der Halbzeitpause den möglichen Erfolg weg, als sie aus einem 12:14 in knapp zwei Minuten ein 12:17 werden ließen. „So einen Dämpfer unmittelbar vor der Pause wieder wettzumachen und das Spiel noch zu drehen, war ohne so einen erfahrenen Hasen wie Juan de la Peña einfach nicht möglich. Da merkt man schon, dass Juan bei notwendigen Aufholjagden ein Zeichen setzen kann“, stellte Radic fest.

De la Pena wurde vermisst

De la Peña, Junioren-Weltmeister mit Spanien, ist der Rückraum-Organisator der Youngsters. Radic musste auf ihn verzichten, weil dieser mit den SCM-Profis zu einem Vorbereitungsspiel in Wilhemshaven weilte.

„Anstatt ein Zeichen zu setzen, haben sich die Jungs weiter in Fehler verwickelt, haben es nicht geschafft, das Spiel noch einmal zu drehen“, analysierte der Coach, der sich über 14  technische Fehler und 21 Fehlwürfe ärgerte.

Radic dosiert den Druck

Haken dran. Inzwischen wurde die schwache Partie anhand der Videoaufzeichnung noch einmal ausgewertet. Dabei sah Radic auch, dass Yannick Danneberg gegen die Stiere im Rückraum oft allein auf weiter Flur stand und de la Peña nicht vergessen machen konnte: „Yannick ist es schwergefallen, Juan zu ersetzen. Da verließ ihn manchmal der Mut, obwohl er wusste, dass viel Last auf ihn liegen wird.“ Dass der Druck auf den 19-jährigen Juniorennationalspieler zu groß gewesen sei, ließ dessen Trainer nur bedingt gelten. „Manche setze ich manchmal bewusst unter Druck, wenn es gut läuft, um sie zu stärken. Bei manchen nehme ich den Druck ganz raus.“

Radic ist natürlich froh, am Sonnabend (19 Uhr/Gieselerhalle) Juan de la Peña dabei zu haben. Denn: „Altenholz hat eine starke Abwehr. Wenn wir punkten wollen, muss vieles klappen. Aus dem gesamten Rückraum muss dann mehr kommen.“