Berlin l Die knappe 25:27 (10:14)-Niederlage lässt den Elbestädtern alle Chancen für das Rückspiel am kommenden Sonnabend (19.30 Uhr/Gieselerhalle).

Großer gegenseitiger Respekt

Man spürte den gegenseitigen Respekt voreinander. Berlin überraschte zunächst mit einer offensiven Deckung, attackierte Spielmacher und Vollstrecker Max Neuhaus schon weit vor dem Kreis, dennoch überzeugte der Club-Spieler als Ballverteiler und Antreiber.

Berlin ging in der 3. Minute mit 1:0 in Führung, welche umgehend von Yannick Danneberg mit einem seiner sehenswerten Rückraumwürfe ausgeglichen wurde. Trotz zwischenzeitlicher doppelter Unterzahl erzielte Hannes Bransche in der 8. Minute mit dem 2:1 die einzige Führung des SCM im Spiel. Max Mohs im Tor parierte insbesondere in der Anfangsphase phänomenal, doch auch sein Gegenüber Konstantin Karch war hellwach.

Abwehrreihen dominieren

Überhaupt wurde das gesamte Spiel von den Abwehrreihen dominiert. Die Schultern der Schiedsrichter konnten einem schon leidtun, so oft hatten sie Zeitspiel auf beiden Seiten anzuzeigen. Es war einfach kein Durchkommen.

Zwischenzeitlich zogen die Füchse immer wieder auf vier Tore davon. Hannes Bransche verkürzte auf 13:10. „Oberfuchs“ Bob Hanning nahm die Auszeit und diktierte den letzten Spielzug, um in den verbleibenden zehn Sekunden noch ein psychologisches Momentum für Halbzeit zwei zu schaffen. Tatsächlich gelang den Berlinern in der letzten Sekunde das Tor mit einem sehenswert herausgespielten Kempatrick zum 14:10-Halbzeitstand.

Zweite Halbzeit noch intensiver

Das Spiel wurde nach Wiederbeginn noch intensiver und wie in Halbzeit eins verpufften reihenweise Angriffe durch die weiterhin beweglichen und fest zufassenden Abwehrreihen sowie aufmerksamen Torleute ergebnislos. Trotzdem gelang es den Füchsen, sich in der 48. Minute auf fünf Tore abzusetzen – 23:18.

Doch die Radic-Schützlinge zeigten wie schon so oft ihre mentale Stärke und kämpften sich wieder bis auf zwei Tore heran. Justin Kurch am Kreis wurde gesucht und gefunden, netzte entweder direkt ein oder erhielt Siebenmeter zugesprochen. Trainer Vanja Radic ließ mehrmals mit bis zu drei Kreisspielern angreifen, um trotz der im Vergleich zu den Berlinern deutlich dünner besetzten Bank Spielern Verschnaufpausen geben zu können.

Bransche mit letztem Tor des Spiels

Nachdem die Füchse das mögliche 28:24 verpassten, versenkte Hannes Bransche 16 Sekunden vor Schluss den Ball zum 27:25 und verschob das psychologische Momentum für das Rückspiel auf die Magdeburger Seite.

SCM: Patzwaldt, Mohs - Reimann 5, Danneberg, Bransche 5, Baumgart 1, Y. Danneberg 4, Osterloh 3, Schwaneberg, Neuhaus 1, Hack, Kurch, Justin 6