Handball-Bundesliga Männliche Jugend A

BSV 93 - SC Magdeburg24:31

Torschützen BSV 93: Steffen 8/2, Wagner 6, Schmälzlein 3, Hernig 3, Kolditz 2, Zierau 1, Scheerenberg 1

SC Magdeburg: Y. Danneberg 9, Gehlert 4, Hoffmann 4, Döbler 3, Schikora 3, Winter 3/2, Reimann 2, Schöll 1, Hoogard 1, Patzwald 1

SG Flensburg/H. - HSV Hamburg32:31

THW Kiel - HC Empor RostockSa 16:00

SG HC Bremen/Hastedt - LHC CottbusSa 18:00

SV Oyten - VfL Bad SchwartauSo 14:00

1. SG Flensb.-Hand. 22 676: 561 40: 4

2. Füchse/Reinickend. 22 765: 526 38: 6

3. SC Magdeburg 22 739: 642 34: 10

4. THW Kiel 21 610: 548 24: 18

5. Bremen/Hastedt 21 632: 609 23: 19

6. 1. VfL Potsdam 22 558: 537 21: 23

7. HSV Hamburg 22 658: 665 21: 23

8. BSV 93 Magdeburg 22 563: 625 20: 24

9. VfL Bad Schwartau 21 644: 690 16: 26

10. TV Oyten 21 537: 629 12: 30

11. LHC Cottbus 21 521: 662 5: 37

12. Empor Rostock 21 463: 672 4: 38

Magdeburg l Eine Minute vor Ende der Partie am Donnerstagabend erhoben sich die Fans. Standing ovations für die A-Jugend-Bundesliga-Handballer des BSV 93, das trotz einer 24:31-Niederlage. Und es waren viele Fans am späten Donnerstagabend in der proppevollen Sporthalle des Einsteingymnasiums – geschätzt 350 beim Derby gegen den SC Magdeburg.

BSV hält lange mit

Das ging 24:31 verloren. Doch solange die Kräfte reichten, hielten die BSV-Junioren mutig gegen, führten zeitweilig mit drei Toren (4:1, 9:6). Erst nach dem Wechsel baute der SCM die Führung kontinuierlich aus. Doch das SCM-Team von Trainer Fabian Metzner, das mit zehn Akteuren, die auch schon bei den Youngsters in der dritten Liga aufliefen, antrat, musste gehörigen Widerstand brechen, um am Ende als Sieger von der Platte zu gehen. „Der 2000er Jahrgang hat praktisch sein letztes Jugendspiel gemacht. Das wollten wir ihnen auch nicht nehmen. Darum waren heute auch alle dabei“, erklärte SCM-Coach Fabian Metzner anschließend mit Blick auf die Auswahlspieler Yannick Danneberg, Alex Reimann oder Lukas Diedrich.

Doch wie schon während der gesamten Saison, die mit der Auftaktpleite in Kiel begann, war auch im letzten Spiel „ein bisschen Sand im Getriebe“, umschrieb Metzner die erste Halbzeit.

Der Club verfehlt sein Saisonziel

Trotz des am Ende zu erwartenden deutlichen Derbysieges verfehlte der Club sein Saisonziel. Im Vorjahr noch im Finale um die deutsche Meisterschaft gegen die Füchse spielend, verpasste der SCM nun als Dritter die Qualifikation für das Meisterschafts-Viertelfinale.

Das stand schon vor der letzten Meisterschaftspartie am Donnerstag fest. Dagegen hegten die Olvenstedter vom BSV noch ganz leise Hoffnungen auf Erreichen des sechsten Platzes, der den Klassenerhalt bedeutet hätte. Nun sind sie Achter des Abschlussklassements, aber dennoch mächtig zufrieden mit dem Erreichten. Das ließ BSV-Trainer Tristan Staat, der im Sommer als Nachwuchskoordinator zum Mitabsteiger HC Empor Rostock wechselt, auch klar durchblicken: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Die hat das super gemacht. Am Ende mussten wir den Kräften Tribut zollen, haben auch fast mit der Start-Sieben durchgespielt. Das ist eben so, darum sind wir nicht das Leistungszentrum. Trotzdem haben wir die Saison super abgeschlossen. Wir haben am Ende gar nicht mehr so auf die Punkte geschaut, sondern wollten später Geschichten erzählen können. Das ist uns mit dem Sieg in Kiel aber auch heute gelungen.“

Coach Staat weiß, wovon er spricht, trainierte er doch einst auch die B-Jugend des SCM, kannte zahlreiche Gegenspieler aus dem Effeff. Auch viele Jungs beider Mannschaften kennen sich vom tagtäglichen Aufeinandertreffen am Sportgymansium. Nur dass die BSVer aktuell zur sogenannten „Milchtrinker-Fraktion“ gezählt werden – also Sportschüler, aber nicht mehr Leistungskader.

Mit Fabian Walter, Tim Steffen, Philip Cedric Meincke, Julian Schmälzlein, Max Kolditz und Till Wagner trugen immerhin sechs Akteure der BSV-Mannschaft vom Donnerstagabend früher auch mal das SCM-Trikot. Umgekehrt wechselte zuletzt Lucas Hoogard von den Olvenstedtern zum Club.

Beim SCM steht Analyse der Saison an

Beim SCM wird man nun die verkorkste Saison analysieren. Zwar gelangen zwei Siege gegen die Füchse, doch gab es ebenso zwei Niederlagen gegen Flensburg, je eine gegen Kiel, Hamburg und zuletzt Bremen/Hastedt. „Durch die viele Rotation fehlten bei uns die Automatismen, die Flensburg zum Beispiel drin hat, die spielen aber auch schon drei Jahre zusammen“, nannte Fabian Metzner einen von sicherlichen vielen Gründen für das Verpassen des Saisonzieles.