Magdeburg l Fabian Metzner hat selbst gestaunt über so viele Emotionen und über die Körpersprache, die seine Mannschaft präsentierte. „In dieser Art und Weise habe ich es schon lange nicht mehr erlebt“, berichtete der Trainer der A-Jugend-Handballer vom SC Magdeburg. Am zweiten Spieltag der Bundesliga-Meisterrunde sicherten sich seine Schützlinge einen 29:28 (14:16)-Erfolg in der heimischen Gieseler-Halle gegen die Rhein-Neckar Löwen. Und das Erfolgsrezept am vergangenen Sonntag lautete: immer wieder aufstehen. Oder wie Metzner es erklärte: „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht.“

Es gibt da nämlich ein Problem, an dem Metzner und seine Mannschaft bis zum nächsten Spiel am 11. Januar in Melsungen weiter feilen müssen. „Uns unterlaufen noch zu viele technische Fehler und wir leisten uns zu viele Fehlwürfe, sonst hätten wir gegen die Löwen auch höher gewinnen können“, berichtete der 31-jährige Coach. Wie zum Beispiel nach dem 23:20 (47.), erzielt von Elias Ruddat, als die Magdeburger es verpassten, die Führung auszubauen. „Statt davonzuziehen, kommt ein Bruch in unser Spiel“, resümierte Metzner. Wie auch nach dem 29:26 erneut durch den 16-jährigen Linksaußen, 59:20 Minuten waren gespielt, als der SCM zwei weitere Angriffe gegen die Manndeckung des Gegners nicht verwertete und stattdessen zwei Tempogegenstöße kassierte. Aber diesmal war es zu spät für die Löwen und einen Ausgleichstreffer. „Nach solch einem Spiel ist man auch als Trainer erleichtert“, erklärte Metzner lächelnd.

Regisseur Möller bester Werfer

Erleichtert allerdings auch deshalb, „weil die Mannschaft nach der Niederlage in Flensburg die erhoffte Reaktion gezeigt hat“. Erleichtert auch deshalb, weil sich der SCM in einem Element an diesem Tag und vor 125 Zuschauern besonders stark präsentierte. „Die Abstimmung zwischen Torhütern und Abwehr hat wirklich gut funktioniert“, so Metzner.

Bester Werfer war Alex Möller, der Regisseur, der acht Treffer markierte. Ihm folgten in der Schützenliste Ruddat und der Rückraum-Linke Justin Döbler (je 4). „Auch die Spieler auf Kreismitte haben gut gearbeitet“, so der Trainer. Insgesamt drei Strafwürfe holten Lasse Oskar Bahr (1 Tore) und Leon Hein (3) heraus. Aber einzelne Namen wollte Metzner gar nicht auflisten: „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Und voller Emotionen.