Juan Munoz de la Peña Morales

Geboren: 4. April 1996 in Madrid

Größe: 1,92 m

Gewicht: 97 kg

Aktueller Verein:SC Magdeburg

Letzter Verein: BM Carabanchel

Größter Erfolg: U-21-Weltmeister 2017 in Algerien.

Vierfacher Torschütze im Finale

gegen Dänemark (39:38 n.V.)

Magdeburg l Beim ersten Erfolg nach zuletzt sieben sieglosen Spielen in der 3. Liga Nord war der Spanier mit neun Treffern bester Werfer. Eine Woche zuvor bei der 26:33 (12:17)-Heimpleite in der 3. Handball-Liga Nord gegen Schwerin wurde de la Peña noch schmerzlich vermisst. Der 22-Jährige Rückraumspieler, der zwischen den Profis und der SCM-Zweiten pendelt, war da mit dem Bundesliga-Team zeitgleich in Wilhelmshaven im Einsatz, konnte von den anderen Youngsters nicht adäquat ersetzt werden.

Am vergangenen Sonnabend gegen Altenholz gehörte der spanische U-21-Weltmeister von 2017, der im selben Jahr von BM Carabanchel zum SC Magdeburg wechselte, neben Torhüter Phil Döhler zu den Matchwinnern. Mit bald 23 Jahren ist der 1,92 Meter große und 97 Kilo schwere gebürtige Madrilene neben dem Keeper der älteste im Team der SCM-Youngsters.

Der U-21-Weltmeister übernimmt Verantwortung

Obwohl er zumeist nur einmal in der Woche freitags gemeinsam mit den Youngsters trainiert, fühlt sich de la Peña als fester Bestandteil der Truppe, übernimmt wie selbstverständlich Verantwortung.

Im August 2017 kam der Schwarzschopf aus Spanien an die Elbe zum SCM. Bis zum Sommer 2019 hat er in Magdeburg Vertrag. „Alles kann passieren“, antwortet de la Peña auf die Frage nach seiner sportlichen Zukunft, betont dabei: „Ich will unbedingt in Deutschland bleiben, ob in Magdeburg oder bei einem anderen Verein. Ich habe beim SCM viel gelernt. Ich bin zufrieden hier. Wenn man sagt, ich kann bleiben, dann bleibe ich hier.“ Zugelegt hat er nach eigener Einschätzung in der Athletik und im Abwehrverhalten. „Auf beides wird hier viel Wert gelegt.“

In mittlerweile gutem Deutsch sagt der Rückraum-shooter: „Der Handball ist ein bisschen anders als in Spanien, körperlicher, aber ich komme klar. Auch mit den Jungs in der Mannschaft.“ De la Peña, der nie einen anderen Sport als Handball betrieb und schon in der Schule damit begann, erinnert sich: „Mein älterer Bruder hat mich zum Handball gebracht.“

Nur noch selten daheim in Madrid

Aktuell ist der Rückraumspieler nur noch selten zu Hause in Madrid. „Bis zum 28. Dezember war ich in Magdeburg, danach dann zweieinhalb Wochen in Spanien“, verweist er auf das letzte Bundesligaspiel des SCM im alten Jahr beim SC DHfK Leipzig, in dem sich auch de la Peña in der dramatischen Schlussphase beim 25:24-Erfolg als Torschütze auszeichnen konnte.

Mit seinen Landsleuten beim SCM, Carlos Molina und Ignazio Plaza, verbringt der Junioren-Weltmeister manche freie Stunde zusammen, ob beim Kochen oder dem Besuch eines spanischen Restaurants in Magdeburg.

Handball ist de la Peñas berufliche Zuku

In der Landeshauptstadt besteht das Leben von Juan de la Peña fast ausschließlich aus Handball, hier drin sieht er auch seine berufliche Zukunft. „Zu Hause hatte ich fast drei Jahre Energieingenieurwesen studiert. Das will ich irgendwann auch beenden“, blickt der Schwarzschopf auf sein zweites Standbein.

„Juan hat Perspektive, und ich erwarte, dass man in der zweiten Mannschaft und in der 3. Liga von ihm den Klassenunterschied sieht, den er eigentlich schon hat”, formulierte SCM-Chefcoach Bennet Wiegert bereits im August 2017, kurz nach dem Wechsel de la Peñas in die Elbestadt, große Anforderungen an den Spanier. Ob er diese erfüllt hat und über den Sommer 2019 beim SC Magdeburg bleiben darf, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.