Magdeburg l In der Halbzeitpause durfte der Fokus für einen Moment weggehen. Weg von dieser Auftaktpartie der SCM-zweiten in der 3. Liga gegen die HSG Ostsee. Es stand eine Ehrung für Lukas Diedrich an. Der hatte zuletzt mit der deutschen U-19-Nationalmannschaft den Vizeweltemeistertitel geholt.

Zwei Wochen Pause

Als Diedrich am Sonnabend in der Hermann Gieseler Halle im Mittelpunkt stand, war beim Stand von 11:9 für die Youngsters gegen die HSG Ostsee noch alles offen. Eine gute halbe Stunden später aber waren die ersten zwei Punkte der neuen Spielzeit auf dem Konto verbucht. „Es war ein ganz wichtiger Sieg. Denn wir haben jetzt zwei Wochen Pause und spielen dann gegen Vinnhorst, die den Aufstieg in die 2. Liga anstreben“, freute sich Youngsters-Trainer Vanja Radic.

Viele Fragezeichen vor dem Spiel

Der hatte durchaus zu knobeln im Vorfeld der Saisonauftakts. Seinen Stammtorwart Diedrich musste Radic ersetzen, weil der nach dem anstrengenden WM-Turnier erst am Dienstag wieder ins Training einsteigt. Und außerdem kam der Gegner mit vielen Fragezeichen. Radic: „Weil sie zuletzt ein Testspiel gegen Schwerin gewonnen hatten, war ich natürlich gewarnt. Aber ich hatte von der HSG Ostsee kaum aktuelles Videomaterial und konnte unsere Jungs lediglich auf das einstellen, was uns aus der letzten Saison vom Gegner bekannt war.“ Da gab es in Magdeburg ein 28:28 und an der Ostsee sogar ein 24:26.

Nun sollte also endlich ein Sieg her. Und die Magdeburger kamen direkt gut ins Spiel, führten mit 2:0 und 3:1. Aber die Gäste blieben dran und glichen in der siebten Minute zum 3:3 aus. Als Justin Kurch sechs Minuten vor der Pause mit dem 10:6 für den ersten Vier-Tore-Vorsprung sorgte, sah es danach aus, dass sich die Youngsters endlich absetzen könnten. Aber die Handballer aus dem Norden waren kurz vor der Pause wieder auf 10:9 dran. Yannick Danneberg traf dann drei Sekunden vor dem Gang in die Kabine noch zum 11:9.

Trainer Radic lobt starke Defensive

Auch nach dem Seitenwechsel konnten sich die grün-roten Talente zunächst kaum richtig absetzen. Radic: „Wir hatten das Spiel zwar die ganze Zeit im Griff. Aber weil wir einige Tempogegenstöße liegen lassen haben, blieb das Spiel eng.“ Selbst eine 17:13-Führung (41.) verspielten seine Schützlinge wieder. Zwölf Minuten vor Schluss stand es nur noch 18:17. Doch dann legten die Gastgeber einen 6:0-Lauf hin und hatten das Spiel mit 24:17 fünf Minuten vor Ende vorzeitig entschieden. Yannick Danneberg war mit sechs Toren bester Werfer. Radic lobte: „Entscheidend für unseren Sieg war eine starke Abwehrleistung mit unterschiedlichen Spieler-Konstellationen.“

Im Tor hatten sich übrigens der 18-jährige Janik Patzwaldt und der sogar noch ein Jahr jüngere Niclas Behrendt das Spiel geteilt.