Magdeburg l Trotz aller Rivalität: Zwischen den Youngsters des SC Magdeburg und der zweiten Mannschaft der Füchse Berlin gibt es einige Gemeinsamkeiten.

Beide Bundesliga-Reserveteams verstehen sich als Ausbildungsmannschaften. Junge Wilde, also talentierte Nachwuchskräfte, sollen hier reifen. Und so schnellstmöglich den Sprung in den jeweiligen Profikader schaffen. Dazu gehören auf beiden Seiten aber auch sportliche Rückschritte. Aktuell haben die Teams jeweils 8:18 Punkte. Während die Youngsters gar auf einem Abstiegsplatz stehen, rangieren die Jungsfüchse lediglich aufgrund des besseren Torverhältnisses zwei Ränge davor.

Füchse haben schon eine Stammsieben gefunden

Doch es gibt dann eben doch diesen einen, gewaltigen Unterschied. Und der könnte, laut Trainer Vanja Radic, heute vielleicht sogar den Ausschlag geben. „Bei den Berlinern hat sich im Gegenteil zu uns schon eine Stammsieben herausgebildet“, sagt Radic. „Diese wird zumeist durch A-Jugendliche und die drei Bundesligaspieler Tim Matthes, Kevin Struck und Frederik Simak verstärkt.“ Alle drei zählen bei den Profis zu den Stammkräften, können dort auf Einsatzzeiten in allen bisherigen 13 Bundesligaspielen verweisen.

Dagegen musste der Trainer der Youngsters personell aus verschiedensten Gründen Abstriche machen. In Hohenschönhausen kann er nun zumindest auf den wiedergenesenen Hannes Bransche zurückgreifen. Zudem hofft Radic, dass sich Justin Kurch gestern Abend in Ludwigshafen nicht verletzt hat und heute eingesetzt werden kann. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Zeljko Musa hat SCM-Trainer Bennet Wiegert Kurch ja in den Profi-Kader berufen.

Wie die Formation auch aussehen mag, die Radic aufs Feld schickt, das Ziel bleibt dasselbe: „Es ist jedes Jahr das Gleiche. Wir wollen jeden Gegner ärgern. Gelingt es uns, an die Leistung aus dem Dessau-Spiel anzuknüpfen, werden wir aus Berlin etwas Zählbares mitnehmen“, ist sich der Trainer sicher.

Richtungsweisende Partie

Denn trotz der 30:34-Niederlage beim Spitzenreiter aus Dessau war das laut dem Coach eine richtungsweisende Partie. Und eine, die Mut macht. Die Magdeburger hielten bis wenige Minuten vor Abpfiff mit. Allerdings treten noch zu oft „Höhen und Tiefen im Spiel auf. Da sind wir dann nicht konsequent genug, um mal einen mit viel Aufwand erarbeiteten Vorsprung über das Spiel zu bringen“, bemängelt Radic.

Er bleibt aber optimistisch. Denn: „Aktuell waren wir nur nach drei der 13 Spiele unzufrieden, darunter die Begegnungen in Burgwedel und Rostock, die klar verloren wurden.“