Magdeburg l Nach einwöchiger Pause stiegen die SCM-Youngsters am Montag wieder in das Mannschaftstraining ein. Chef Stephan „Apollo“ Just und sein Co-Trainer Frank Munter begrüßten dazu in der Hermann-Gieseler-Halle ein Dutzend Akteure. Aus dem 16-köpfigen Stammaufgebot fehlten zum Wochenbeginn Richard Lößner, der individuell trainierte, der privat verhinderte Kapitän Justus Kluge sowie die Rekonvaleszenten Justin Döbler und Oskar Schöll. Die A-Jugendlichen Felix Krömke, Tim Kloor, Joshua Eberhard und Elias Ruddat, die zum erweiterten Youngsters-Kader gehören, trainieren absprachegemäß bei ihrem Team und Coach Julian Bauer.

Intensive erste Einheit nach der Pause

Nach der Erwärmung, verschiedenen Stabilisations-, Koordinations- und Mobilitätsübungen, einem Fußballspiel „Alt gegen jung“ und Abwehr/Angriffs- sowie Wurfübungen stand ein Spielchen „Vier gegen vier mit Spieleröffnung über die Torhüter“ auf dem Programm. Die abschließende Übung war so intensiv und umkämpft, dass das orangefarbene Trainingsleibchen von Luka Baumgart zerriss.

„Bei diesem Spiel sollen Phasen des Umschaltens, Antizipierens im Mittelpunkt stehen“, erklärte Trainer Just, der immer wieder korrigierend eingriff.

Dass nach einer einwöchigen Trainingspause nicht jeder sofort von null auf einhundert umschalten kann, verblieb auch dem Coach nicht verborgen, so dass Just sich zu einer kurzen Ansprache während der 105 Minuten dauernden Einheit genötigt sah: „Nach einer Woche ohne Handball kann es ruhig ein bisschen mehr Engagement sein.“ Damit wollte er noch mehr Fokussierung auf die einzelnen Trainingselemente lenken, begründete der frühere Profi seinen Appell anschließend.

Neuzugang lobt Art und Weise des Trainings

„Für mich ist diese aufgrund von Corona so lange Vorbereitung mit mehreren Unterbrechungen auch etwas ungewohnt. Ich finde aber, dass Stephan das sehr gut macht, die Belastung langsam steigert und wir von Anfang an den Ball in die Hand nehmen“, hat Neuzugang Ole Schramm nur lobende Worte.

Der bald 21-Jährige Rostocker weiß wovon er spricht, hat er doch schon einiges im Handball erlebt. Nachdem der Rückraumspieler die verschiedenen Nachwuchsmannschaften des SC Empor durchlief und zwei Jahre auch für die Männer des HC Empor in der 3. Liga spielte, wechselte er im vergangenen Jahr nach Frankreich in die 2. Liga zu SAHB Selestat Alsace. „Mich hat einfach interessiert, eine neue Sprache zu lernen“, begründet das Nordlicht den nicht alltäglichen Wechsel in die Nähe von Straßburg.

Das Gesamtpaket des SCM hat gestimmt

„Ich habe da in der 2. Liga bzw. mit der zweiten Mannschaft in der 4. Liga gespielt und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt“, erzählt Ole Schramm, der das Abenteuer nur mit der finanziellen Unterstützung seiner Eltern angehen konnte und nun in Magdeburg ein BWL-Studium anfangen will. Trotz der „nur zehn Stunden Fahrt“ bis an die heimatliche Ostseeküste, war er während seines Frankreich-Aufenthaltes nur einmal zu Besuch zu Hause.

Nach einem Jahr in einer neuen sportlichen und Umgebung mit einer neuen Sprache zog es Ole Schramm zurück nach Deutschland und in die 3. Liga. „Ich hatte mehrere Angebote, auch aus Rostock, das ja sehr ambitioniert ist, und dem Süden, aber beim SCM hat einfach das Gesamtpaket am besten gepasst“, so der Blondschopf, der die Gieselerhalle aus dem Effeff und auch die meisten Mitspieler beim SCM von früheren Duellen her kennt.

So fiel dem Neuen die Eingewöhnung in Magdeburg nicht schwer. „Ich habe mich von Tag eins an wohlgefühlt. Alle haben sich gekümmert, dass es mir an nichts fehlt“, erklärt der Neu-Magdeburger, der auch schon eine schöne Wohnung bezogen hat und die nächsten zwei Jahre erfolgreich für die SCM-Youngsters auf Punktejagd gehen will.