Magdeburg l Wie erwartet wurde es vor 600 Zuschauern in der altehrwürdigen Hermann-Gieseler-Halle eine von Beginn an umkämpfte Partie, zumal sich viele Akteure beider Teams aus gemeinsamen Zeiten beim SCM-Nachwuchs kannten und trotz zahlreicher harter Attacken anschließend noch gemeinsam im Magdeburger Nachtleben abtauchten. „Wohin, entscheiden wir spontan“, erklärte Bernburgs Nicholas Stiebler, der sein letztes Spiel absolvierte. Bezeichnend für die bis zum Schluss umkämpfte Begegnung, Stiebler erlebte nach seiner zweiten Zeitstrafe das Schlusszeichen auf der Bank.

In der Anfangsphase führten die Gäste 3:1 (7. Minute), hatten mit Maximilian Folschert zunächst auch ein Torwart-Plus. Doch so wie sich Florian Link im SCM-Gehäuse steigerte, ging durch das gesamte Gastgeber-Team ein Ruck. Über das 3:3 durch einen Konter von Justus Kluge (10.) zogen die Gäste davon, führten durch das 9:5 von Niklas Hald Christensen erstmals mit vier Toren (26.). Andre Czech traf kurz vor der Pause gar zum 11:6.

Doch entschieden war das Derby keineswegs. Spätestens beim 12:11 durch Gabor Pulay waren die Gäste wieder ran. Pulay und auf der anderen Seite Alexander Saul waren teilweise Alleinunterhalter. Der Ungar Pulay traf um 22:20. Jan Hübner holte einen Siebenmeter raus, den Saul zum 23:20 verwandelte (59.). Steffen Cieszynski verkürzte nochmals auf 23:21, doch Hübner und Niklas Danowski banden den Sack endgültig zu.

„Ich denke, dass war ein verdienter Sieg. Die gesamte Truppe hat toll gekämpft. Vor allem in der Abwehr haben wir aufopferungsvoll gearbeitet und hatten einen starken Florian Link im Tor als wichtigen Rückhalt”, freute sich Youngsters-Coach Felix Eckert.

 

SC Magdeburg II: Link - Czech 2, Saul 8/4, Hübner 3, Friedrich, Wiebe 1, Kluge 2, Christensen 3, Danowski 1, Richter 1, Schulze 3, Wiebe, Baumgart, Rastner 1