Magdeburg l Anfangs verlief die Partie recht ausgeglichen. TuS führte 1:0 und 2:0, ging dann gar mit 5:2 in Führung. Doch das war der Weckruf für die Gastgeberinnen, die mit einem 6:0-Lauf die Zeichen langsam auf Sieg stellten.

Beste Spielerin und Torschützin im Spiel war dabei Christin Zunkel, die mit einer Glanzleistung aufwartete. Zunkel wurde nach zehn Spielminuten von ihrer Stammposition Außen auf die Kreisposition beordert. Das war ein guter Schachzug, wie man im Laufe des Spieles sehen konnte.

Der TuS nahm im kompletten Spiel die Top-Torschützin des MSV, Anne Horn, auf Mann. Somit ergaben sich jedoch für die im „1 gegen 1“ starken Jessica Reß und Natalie Glamann mehr Lücken. Zudem löste sich die kleine und wendige Zunkel immer wieder von ihrer Gegenspielerin und erzielte Tor um Tor.

Eigentlich hätte der MSV die erste Hälfte schon klarer gestalten müssen. Jedoch stimmte die Abstimmung Abwehr/Torhüter noch nicht. Hinzu kamen ein paar technische Fehler, welche sofort durch den TuS mit Gegentoren bestraft wurden.

In der zweiten Halbzeit stand dann vor allem MSV-Torfrau Manja Hünecke im Mittelpunkt des Geschehens. Sie hielt jetzt einen Ball nach dem anderen, brachte somit ihre Mannschaft in die zweite Welle-Position, welche erfolgreich durch die ebenfalls stark aufspielende Bianca Barth in Torerfolge gemünzt wurde. Auch Rückkehrerin Lea Jürgens, die aufgrund ihres Studiums ein halbes Jahr fehlte, sah man überhaupt keine Handballpause an. Sie fügte sich nahtlos in das Team ein, als wäre sie nie weg gewesen.

Am Ende stand ein verdienter Sieg, der sich jedoch mit sieben Toren Unterschied deutlicher anhört, als es war. Denn der TuS kämpfte ebenfalls. Letztlich setzte sich die Mannschaft durch, die den Erfolg wohl etwas mehr wollte.

 

 

Magdeburger SV 90: Hünecke - Gutsche, Barth 6, Reß 3, Eckardt, Glamann 4, Herßig, Zunkel 9, Horn 4, Körtge, Jürgens 2

TuS 1860 Magdeburg: Breitkopf, Schulz, Kuhnert - Haegebarth 3, Heine 4, Müller, Wesslowski 1, Matthes 2, Arens 5, Petzke 4, Müller, Stadtler, Kietz 1