Statistik

SC Magdeburg39 (21) HC Empor Rostock29 (14)

SC Magdeburg: Fiedler, Mohs - Kloor 3, Haake 5, Uscins 3, Hein 3, Eberhard 1, Ruddat 11/1, Jaidi 1, Schäfer 2, Most 7, Koletzki, Hertzfeld, Pfeil 3/2

Schiedsrichter: Köppen/Preibsch – Zuschauer: 15 – Siebenmeter: SCM 3/3; Empor 3/1 – Zeitstrafen: SCM 5; Empor 3

Magdeburg l Nach dem klaren Erfolg tauschten die Gastgeber wieder den Tabellenplatz mit den Ostseestädtern. Nur die ersten vier Teams sind nach Abschluss der Vorrunde weiter im Rennen um die deutsche Meisterschaft.

Die Elbestädter waren nach dem 30:30 zuletzt gegen Nickelhütte Aue und dem Spielausfall in Burgdorf schon in Zugzwang. Darum war Trainer Julian Bauer dann auch froh, bis auf Niklas Behrendt und Felix Eißing alle Akteure des Jahrgangs 2002 dabeizuhaben. Die trainieren und spielen ansonsten bereits bei den SCM-Youngsters.

Coach Bauer voll des Lobes

„Es war klar, dass wir die höhere individuelle Qualität haben. Das muss man aber trotzdem erst einmal auf die Platte bringen“, freute sich SCM-Coach Bauer nach dem 39:29, konnte auch verschmerzen, dass es letztlich keine 40 SCM-Tore wurden. Beim überraschenden wie glücklichen Remis zwei Wochen zuvor gegen den krassen Außenseiter Aue war das noch anders, da spielten die Magdeburger ohne den älteren Jahrgang, dafür mit der halben B-Jugend. „Da vergaben wir unter anderem 20 freie Bälle“, blickte Bauer noch einmal kurz zurück.

Gegen die von Tristan Staat, der früher den Nachwuchs des SCM und dessen Lokalrivalen BSV 93 coachte, betreuten Rostocker wurden die Weichen schnell auf Sieg gestellt, hielten die jungen Gäste nur bis zum 12:10 durch Moritz Hochmuth (17. Minute) mit, der erst vor dreieinhalb Wochen aus Parchim kam. „Wir haben uns hier nichts ausgerechnet, haben niemanden, der in der 3. Männer-Liga mittrainiert, geschweige denn spielt“, machte Staat nach Spielschluss den Unterschied deutlich.

Frühe Zehn-Tore-Führung

Die Ruddat, Haake, Uscins, Eberhard, Kloor und Co. machten da schon den Unterschied. Rechtsaußen Tim Kloor markierte den 21:14-Pausenstand, als er einen weiten Abwurf von Michel Fiedler verwandelte. Beim 32:22 durch Leon Hein nach 47 Minuten führte der SCM erstmals mit zehn Toren, ließ nichts mehr anbrennen und verteidigte die Tordifferenz bis zum Schlusszeichen.

Coach Bauer fand trotz des deutlichen Erfolges noch einen Kritikpunkt: „Wir sind zu ineffizient aus dem Rückraum. Wir treffen gute Entscheidungen, um zu werfen, aber unsere Wurfquote ist einfach zu schwach. Die liegt die ganze Zeit schon so bei 30 Prozent. Das ist einfach zu wenig. Da müssen wir an unserer Wurfpräzision und Wurftechnik arbeiten.“

Extralob für Elias Ruddat

Einen Akteur hob der SCM-Trainer noch heraus: „Elias Ruddat hat es schon sehr gut gemacht. Nicht nur offensiv, vor allem in der Abwehr. Da hat er intelligent verteidigt, viele Bälle geklaut.“

Das freute natürlich auch Vater Eik auf der Tribüne. „Er will doch was zu essen kriegen am Abend“, kommentierte dieser humorvoll die elf Treffer seines Filius. Der Gelobte freute sich nicht nur über den hohen Sieg und seine Tore, meinte vielmehr: „Es macht immer wieder Spaß, mit den Jungs der A-Jugend zu spielen, obwohl wir nur einmal am Freitag zusammen trainiert haben. Das war, auch wenn es nur der eine Tag war, eine echt geile Vorbereitung auf das Spiel.“