Magdeburg l Selten bekommen Nachwuchsathleten die Asse ihrer Sportart tatsächlich so zum Anfassen präsentiert wie beim Kanu-Sprintcup des SC Magdeburg. Bei der 22. Auflage am Sonnabend-Nachmittag gaben sich Stars und Sternchen an der Zollelbe die Paddel in die Hand. Nicht nur, dass sich die Talente bei ihren Idolen beim Kampf Mann gegen Mann etwas abschauen konnten. Eine schöne Tradition ist es auch, dass die „jungen Wilden“ im Anschluss an ihre Rennen auch mal zusammen mit so erfolgreichen Kanuten wie den Olympiasiegern Sebastian Bendel, Marcus Groß, Peter Kretschmar oder Tom Liebscher in einem Boot sitzen dürfen.

Für die Kleinen eine große Sache

„Für die Kleinen ist das immer eine ganz große Sache, mal mit einem Olympiasieger oder Europameister in einem Boot zu paddeln. Da sind alle ganz heiß drauf. Der Andrang ist riesig und die Liste der Wünsche jedes Mal lang“, berichtet Bundesstützpunktleiter Björn Bach, der einst selbst sehr erfolgreich war und 20 Medaillen bei Europa-, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen gewann und sich an seine Anfangszeiten als Knirps erinnert fühlte.

Die Auswahl wurde von den Trainern getroffen. „Für diejenigen, die gesetzt werden, ist das sozusagen eine besondere Anerkennung für gute Trainings- und Wettkampfleistungen. Und für die anderen ein Anreiz, sich noch mehr reinzuhängen“, so Bach mit Blick auf die 35 Athleten vom SCM, Kanuclub Börde und dem Team Sachsen-Anhalt, die gerade in die Vorbereitung auf die deutschen Meisterschaften Ende August eingestiegen sind. Für sie steht in der kommenden Woche in Brandenburg ein Trainingslager auf dem Programm.

Buhlen um die Plätze

Natürlich war auch das Buhlen der Talente um den Platz vor dem frischgebackenen Europameister und neuen Vereins-Aushängeschild des SCM, Yul Oeltze, groß. Der 23-Jährige wiederum genoss es, beim abschließenden „All together“ im Drachenboot über die Elbe zu schippern: „Die ganze ,Kanu-Familie‘ in einem Riesen-Mannschaftsboot, das hat echt Spaß gemacht. Sogar Eddie und Hanna, die Kinder von ,Basti‘ Brendel, durften mit und waren natürlich die Größten.“