Magdeburg (vs/su) l Mit Leonie Diffenê, Katinka Ball (beide BKC Magdeburg) und Bianca Walsleben sowie Niclas Huckauf und Roman Dinh (alle HKC Magdeburg) waren die beiden führenden Magdeburger JKA-Vereine nominell in der deutschen Auswahl vertreten.

EM-Debütantin Katinka Ball kam im Einzel in den Vorrunden Kata und Kumite noch nicht weiter, nutzte jedoch anschließend die Teamdisziplinen, um die ihr gegebene Chance zu ergreifen. Mit dem Kata-Team konnte sie das Finale erreichen und gewann hinter Schweden und Serbien Bronze.

Erstes Silber für Ball im Kumite-Team

Auch im Kumite-Team war die 18-jährige Abiturientin aus Magdeburg nominiert. Nach erfolgreichen Vorrunden, in denen sie ihre Kämpfe gewann, stand die Auswahl den starken Russinnen gegenüber. Nach je einem Sieg für beide Teams stand es 1:1. Die dritte Begegnung ging unentschieden aus, so dass die Unterbewertung mit einem Punkt über den Sieg der Russinnen und Silber für das deutsche Team entschied.

Mitfavoritin Diffenê hatte zunächst im Kata Einzel ein Freilos. Danach musste die 20-Jährige gegen die starke Norwegerin nach Pflichtentscheid des Hauptkampfrichters die Segel streichen. Zuvor trennten sich beide sowohl nach der Hauptkampfzeit als auch der Verlängerung jeweils 2:2.

Für Walsleben geht es hart zur Sache

Hart zur Sache ging es für Bianca Walsleben. Im Kumite-Einzel bezwang sie zunächst die Tschechin Jarmila Masopustova mit zwei zu null Wazari. In Runde zwei kämpfte die Elbestädterin gegen die Schwedin Emelie Palm. Da diese um einiges größer war, musste sie sich, um einen Punkt zu erzielen, weit in die Schlagdistanz der Schwedin begeben. Das blieb nicht folgenlos. Nach einem Schlag ins Gesicht ging Walsleben zu Boden. Doch auch die Verwarnung wegen zu harten Kontaktes konnte die Skandinavierin nicht bremsen. Noch zwei weitere Male schlug sie auf kurze Distanz auf die Nase von Walsleben, bekam dafür jeweils einen Wazari. Das bedeutet das Aus im Einzel für die Magdeburgerin, die sich in diesem Kampf die Nase brach.

Auch im Kumite-Team der Damen verpasste sie den Finaleinzug. Allerdings gelang ihr bei der Niederlage gegen die Russinnen der einzige deutsche Sieg.

Während Niclas Huckauf bereits in der ersten Runde des Kata-Einzel ausschied, setzte sich Teamgefährte Roman Dinh in der ersten Einzel-Runde des Kata durch, musste aber in Runde zwei das Ausscheiden quittieren. Beide starteten zudem im Kata-Team und wurden dort Fünfte.

Für Dinh lief es dann im Kumite hervorragend. Nach drei Vorrundensiegen zog der Magdeburger in das Einzel-Finale der besten vier Kämpfer ein. In diesem kassierte er bereits nach zwei Minuten eine Niederlage gegen den Russen Dimitri Didenko, freute sich aber über Bronze.

Auf Bronze folgt für Dinh noch Silber

Auch mit dem deutschen Kumite-Team ging es gegen Russland um Gold. Der erste deutsche Starter Ayman Romdhane gewann seine Begegnung mit einem Wazari. Anschließend konnte Dinh ein Unentschieden rausholen. Das gelang dem dritten deutschen Kämpfer Tom Priebernig jedoch nicht. Er musste nach einem guten Start in den letzten Sekunden noch zwei Gegentreffer einstecken. Damit unterlag die deutsche Mannschaft und musste mit der Silbermedaille vorliebnehmen. Trotzdem kann Roman Dinh mit der Bilanz von einem zweiten und einem dritten Platz sehr zufrieden sein.