Bundesliga U 19

1. FC Magdeburg – Holstein Kiel 1:0 (0:0)

„Niemand wird es wagen, unseren FCM zu schlagen.“ Es ist nicht überliefert, wie lange die Bundesliga-A-Junioren des 1. FC Magdeburg benötigt haben, um Text und Melodie zu dieser Jubelarie in Einklang zu bringen, was aber sicher ist: Sie geben diese ebenso leidenschaftlich zum Besten, wie sie leidenschaftlich ihr Spiel absolvieren. Der Sieg gegen Kiel auf heimischem Platz war deshalb ein ganz besonderer, weil dem Kopfballtor vom vier Minuten zuvor eingewechselten Phil Gysbers (85.) ein begeisterungswürdiger Auftritt vorausgegangen war, der auch Trainer Petrik Sander ein äußerst zufriedenes Lächeln ins Gesicht zauberte. „Wie wir defensiv gegen den Ball arbeiten, ist wirklich toll. Wir haben aber gerade in der zweiten Halbzeit auch fußballerisch überzeugt und uns die klareren Chancen erarbeitet. Trotzdem sind wir froh, dass wir auch von außen einen Impuls bringen konnten. Und wenn dann die Jungs so treffen und sich belohnen, freut mich das sehr für sie“, resümierte der Trainer.

Und im Grunde genommen hat er sich für jeden gefreut, weil „sie auch umsetzen, was wir im Training vorgeben“, und weil sie mit nunmehr sechs Punkten auf dem Bundesliga-Konto „auf dem richtigen Weg sind“. Einen neuen Weg ist Yannick Schimmelpfenning gegangen, der junge Mann hat einen überragenden Part als Abwehrorgansiator gespielt gegen Kiel. „Er kommt ja eigentlich aus dem defensiven Mittefeld“, berichtete Sander. „Da waren ihm die Räume aber zu groß.“ Doch der Coach schätzt an dem 18-Jährigen nicht zuletzt, dass „er ein Spiel sehr gut lesen kann“, erklärte der 59-Jährige. So baute er ihn als Stabilisator für die Defensive auf. Aber ihn allein hervorzuheben, wo doch die Nebenleute Kevin Schmökel alles abgelaufen und Salem Nouwame sich mit in die Offensivbemühungen eingeschaltet hat, war nicht Sanders Sache: „Das war eine sehr, sehr geschlossene Mannschaftsleistung.“

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FCM: Böhm – Schmökel, Schimmelpfennig, Hoch (14. Capli, 81. Gysbers), Ike, Romdhane (87. Vetter), Minkmar (64. Malina), Dzogovic, Nouwame, Akmestanli, Weiß. Schiedsrichter: Bickel (Vorsfelde). Zuschauer: 50. Tor: 1:0 Gysbers (85.)

Regionalliga Nordost U 19

SV Fortuna – Tennis Borussia 1:1 (1:0)

Als am Sonnabend das 1:1 zwischen der U 19 des SV Fortuna und TeBe Berlin mit dem Schlusspfiff besiegelt wurde, war Trainer Eicke Schiller „ziemlich aufgebracht“. Nicht etwa, weil es das zweite Unentschieden in Folge war, sondern weil er seine Jungs ungerecht behandelt sah. Mit der Elfmeterentscheidung, die in der 55. Minute im Berliner Ausgleich resultierte, war Schiller nämlich alles andere als zufrieden. „In meinen Augen war dieser Pfiff sehr gutwillig für die Gäste ausgelegt“, meinte der Coach.

Anstatt im Luftzweikampf nach einer Ecke das Aufstützen des Berliner Angreifers zu werten, sah Referee Alexander Roßmell – zum Ärger der Hausherren – ein strafwürdiges Unterlaufen von Fortunas Maurice Engl. Der Ausgleich schmerzte besonders, weil sich zuvor ein gewisses Selbstverständnis aufgebaut hatte. „Bei jeder Offensivaktion von TeBe hatten wir einen Fuß dazwischen. Es hatte sich im Verlauf des Spiels das Gefühl bestärkt, dass sie kein Tor gegen uns schießen werden“, erklärte Schiller, der die Rechnung dabei ohne besagte Elfmeterszene gemacht hatte. Zu diesem Zeitpunkt führten die Fortunen durch einen Geniestreich von Justin Daph, der die Kugel in der 13. Minute aus 25 Metern von der linken Außenbahn über den Gästekeeper hinweg beförderte. „Und das war keine verunglückte Flanke, sondern genau so gewollt“, war sich Schiller sicher.

Mit ein wenig Abstand wusste der Trainer auch den achten Saisonzähler des Aufsteigers anders einzuordnen: „Wenn man das Spiel sacken lässt, geht das Remis in Ordnung. Für uns war es ein weiterer Punkt für den Klassenerhalt.“Kevin Gehring

Fortuna: Gräf –Hoffmann, Thon, Wille, Nayef, Engl, Maarouf (70. Kauka), Popke, Ehrhardt, Daph, Klötzing (85. Embach). Schiedsrichter: Roßmell (Urbach). Zuschauer: 78. Tore: 1:0 Daph (12.), 1:1 Codura (57., Foulelfmeter)

Regionalliga Nordost U 17

1. FC Magdeburg – Tennis Borussia 8:1 (5:0)

Als Matthias Buszkowiak die B-Junioren des 1. FC Magdeburg am Montag zur ersten Einheit der Woche lud, stand der Spaßfaktor im Vordergrund. Das hatten sich seine Schützlinge redlich verdient, schließlich landeten sie zwei Tage zuvor einen 8:1-Kantersieg über Tennis Borussia Berlin. „Wir wollten unbedingt ein besseres Spiel als in Erfurt abliefern und das ist uns auf ganzer Linie gelungen“, lobte Buszkowiak. „Und besonders freut es mich, dass wir uns für eine geniale Trainingswoche am Spieltag belohnt haben.“

Anders als in Erfurt, wo man lange am gegnerischen Abwehrblock oder der eigenen Chancenverwertung scheiterte, lief es gegen TeBe direkt nach Plan. Auch, weil die Hauptstädter die Hausherren mit „zwei großen Gastgeschenken“ einluden. So trafen Richard Christian Meier (14.) und Anton Niklas Steppan (21.) früh zur Führung, die durch Til Heitzmann (29.), Arne Otto Gerstner (32.) und Joel Marks (37.) bis zur Pause bereits auf 5:0 ausgebaut wurde. „Nach unserem zweiten Treffer hat man schon gesehen, dass eine Last abgefallen ist und sich alles leichter spielt. Wir haben einen sehr guten Rhythmus gefunden, hatten das Spiel komplett im Griff“, erkannte Buszkowiak von der Seitenlinie höchst erfreut.

Und seine Jungs legten weiter nach: Meier (47.), Gerstner (60.), Meier (63.) lautete die Torfolge bis zum 8:0. Einen Grund dafür, die beiden Mehrfachtorschützen hervorzuheben, sah der Coach aber nicht: „Beide haben ein Klasse-Spiel gemacht, aber das gilt genauso für den Rest der Truppe. Nur über die Mannschaft ist ein solches Ergebnis möglich.“ Eine geschlossene Leistung wird es Sonntag umso mehr brauchen, wenn die U 17 des FCM beim perfekt gestarteten FC Erzgebirge Aue gastiert.

FCM: Leinweber – Heitzmann (56. Matthias), Oikonomidis, Achtenberg, Steppan (56. Matthias), Thomas (50. Schültke), Meier, Schulze (29. Janzen), Gerstner, Marks (50. Karow), Schade. Schiedsrichter: Damke (Gardelegen). Zuschauer: 59. Tore: 1:0 Meier (14.), 2:0 Steppan (21.), 3:0 Heitzmann (29.), 4:0 Gerstner (32.), 5:0 Marks (37.), 6:0 Meier (47.), 7:0 Gerstner (60.), 8:0 Meier (63.)