Eisleben l Die Ringer des MSV 90 haben zum Auftakt der Landesliga-Rückrunde ihren Auswärtskampf beim KAV Mansfelder Land II mit 25:4 gewonnen. Doch das klare Ergebnis täuscht etwas darüber hinweg, dass die Magdeburger für ihren Erfolg hart kämpfen mussten. Dazu trug auch etwas unfreiwillig der Kampfrichter bei, der mit einigen Entscheidungen für Unmut bei den Gastgebern sorgte.

Ecklebe macht kurzen Prozess

Davon nicht betroffen war der Kampf von Sebastian Ecklebe. Denn der Magdeburger machte mit seinem Gegner Emil Thiele kurzen Prozess. Nach anfänglichem Abtasten hatte Ecklebe seinen Kontrahenten „ausgelesen“ und setzte dann seine Grifftechniken an. So war es nach knapp zwei Minuten Kampfzeit ein Beinhebel, mit dem er seinen Gegner förmlich auf die Matte schraubte.

Für Ecklebe war es der erste Kampf der Saison, da erst in der Rückrunde in seiner angestammten Gewichtsklasse im Freien Stil gerungen wird. Ecklebe selbst ist ausgemachter Freistil-Spezialist und ausgemachte Techniker. Ein Pfund, das auch vom MSV-Trainerduo Heller/Dybiona immer wieder gerne genutzt wird. Im Training wird dem Routinier immer wieder Gelegenheit gegeben, sein Wissen an die jungen Mannschaftskameraden weiterzugeben.

Techniktraining beim MSV oben an

„Derzeit steht das Techniktraining bei uns an oberster Stelle, denn für strapaziöse Ausdauer- und Krafteinheiten ist zwischen den Wettkämpfen kein Platz. Zu kurz würde die dringend benötigte Regenerationszeit ausfallen“, so Coach Thomas Dybiona. Das wird auch Oldie Mario Ladewig nutzen, stellte sich das MSV-Urgestein doch aufgrund einiger personeller Ausfälle erneut in den Dienst der Mannschaft. Dass mit dem 47-Jährigen immer noch zu rechnen ist, musste der halb so alte Mansfelder Sebastian Schmidt erfahren. Das Magdeburger Kraftpaket bestimmte von Anfang an die Marschrichtung und siegte am Ende mit 13:2 nach Punkten.