Magdeburg l Wie bereits 2017 ist der Begriff Landesliga etwas irreführend, da neben Teams aus Sachsen-Anhalt auch Mannschaften aus Brandenburg, Berlin, Niedersachsen und Thüringen in der Liga kämpfen. Geschuldet ist dies dem Umstand, dass der Deutsche Ringerbund (DRB) 2017 die erste Bundesliga neu strukturiert hat und die zweite Bundesliga abgeschafft wurde.

Die unter dem Dach des DRB verbliebenen kleineren Vereine verstärkten daraufhin ihre Kooperation und organisierten über die Landesgrenzen hinaus den Wettkampfbetrieb. So kommt es, dass in der Staffel Nord der „Landesliga Sachsen-Anhalt“ der Türkische Ringerverein Berlin, der KSV Salzgitter, der Afghanische Ringerverein Hannover, der Luckenwalder SC sowie der Hennigsdorfer RV zu finden sind.

Starke Gegner in Süd-Staffel

Die Magdeburger treffen in der Staffel Süd auf den AC Germania Artern, den KAV Eisleben, die KG Sangerhausen/Merseburg und die WKG Apolda/Sömmerda. Einen klaren Staffelfavoriten gibt es nicht. Allerdings hat sich die Wettkampfgemeinschaft aus Apolda und Sömmerda mit einigen guten Sportlern aus Jena verstärkt und auch die Arterner haben nach der Zusammenlegung ihrer ersten und zweiten Mannschaft eine sehr schlagkräftige Truppe zusammen.

Die Elbestädter haben zwei Neuzugänge zu verzeichnen. Mit Eduard Hochhalter und Juri Baron schlossen sich zwei Nienburger Ringer dem MSV 90 an. Baron, der bis vor kurzem noch sehr erfolgreich in der zweiten Bundesliga beim RC Merken gerungen hat, ist für die Landeshauptstädter so etwas wie ein Königstransfer. Nicht zuletzt der Umstand dass bei MSV-Heimkämpfen in der Sporthalle Bodestraße stets eine sehr gute Stimmung herrscht, motivierte den Niedersachsen zum Wechsel.

Alte Bekannte im Team

Das Magdeburger Publikum wird auch wieder alte Bekannte im Team des MSV ringen sehen. So werden Martin Rößner, Thomas Ferchland, Stefan Müller oder Sebastian Ecklebe um Punkte und Siege kämpfen. Auch die beiden Urgesteine Mario Ladewig und Marco Gebhardt stehen parat, um das Team im Bedarfsfall zu verstärken. Der MSV kooperiert auch in diesem Jahr mit dem Ringerverein aus Wernigerode und setzt hier insbesondere auf Christian Schurig und Mathias Jahn. Auch Jan Rothenburg vom Stendaler RV gehört wieder zum Kader.

Zu den Saisonzielen des Vorjahresvierten hält sich das Trainerduo Bernd Heller und Thomas Dybiona bedeckt: „Wir müssen sehen, wie wir in die Liga starten und wie sich unsere Gegner verstärkt haben. Unser Blick sollte aber eher nach oben gerichtet sein“, so beide einstimmig. Heller ergänzt: „Wir kämpfen seit 1991 ununterbrochen mit einer Mannschaft im Ligabetrieb. Vereine, die das von sich behaupten können, gibt es nicht wie Sand am Meer und darauf können wir auch ein bisschen stolz sein. Das Wichtigste ist, dass jeder in seinen Kämpfen alles gibt und dann werden wir sehen, wofür es am Ende reicht.“