Magdeburg l Paul Krüger und Paul Berghoff haben es geschafft: Der Doppelzweier vom SCM sicherte sich bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften der Ruderer in München-Oberschleißheim den Titel. Die U-17-Schützlinge von Gabriela Wölfer fuhren am Sonntagmorgen nach 1500 Metern mit 4:52,11 Minuten ins Ziel und hatten 1,61 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten. „Das war ein souveräner Sieg“, erklärte die Trainerin. Zu einem weiteren Erfolg reichte es für Krüger und Berghoff aber nicht: Am Nachmittag fuhren sie im Doppelvierer mit Jonah Mertens (SCM), Kevin Voigt (Halle) und Steuermann Robin Däsler (Bernburg) auf den fünften Platz.

An einer Medaille fuhr auch der Vierer mit Steuermann vorbei. „Sie sind auf den ersten 500 Metern nicht in Tritt gekommen“, so Wölfer. Das kostete Nick Welzenbach, Oliver Ernst (beide SCM) sowie Niklas Baier, Erik Kohlbach (beide Halle) und Däsler das Podium. Sie belegten in 4:52,86 Minuten und mit 1,45 Sekunden Rückstand auf Bronze Platz vier. Zufrieden war Wölfer indes mit Jette Prehm, die im Doppelzweier mit Lisa Siewert (Halle) auf Rang fünf fuhr. 2,6 Sekunden fehlten zu Bronze: „Das war ihr bestes Rennen in dieser Saison.“

Nicht ganz zufrieden war Roland Oesemann, wenngleich seine drei Schützlinge geschlossen ins Nationalteam fuhren. Tabea Kuhnert und Jan Berend werden bei der U-19-WM in Trakai (Litauen/2. bis 6. August) starten. Steven Weidner fährt im Doppelvierer zur U-23-WM nach Plovdiv (Bulgarien/19. bis 23. Juli). Trotzdem hatten sich zumindest Kuhnert und Weidner mehr ausgerechnet. So fuhr der 20-Jährige im Einer auf Platz fünf. Mit 7:09,39 Minuten über die 2000 Meter hatte Weidner 14 Sekunden Rückstand auf Sieger Marc Weber (Gießen). Im Doppelvierer sicherte er sich einen zweiten Platz.

Die 17-jährige Kuhnert musste sich im Europameister-Doppelzweier mit Leonie Menzel (Düsseldorf) geschlagen geben. „Auf den letzten 500 Metern war der Sprit alle“, so Trainer Oesemann. Es gewannen Maren Völz/Nora Peuser (Berlin/Potsdam) in 7:07,18 Minuten und mit 3,80 Sekunden vor Kuhnert/Menzel, die sich im Doppelvierer den Titel sicherten. Und in dem Großboot werden sie auch nach Trakai fahren.

Dagegen kämpfen Jan Berend und Simon Schlott (Witten) bei der WM im Doppel-zweier um eine Medaille. Sie sicherten sich den Meistertitel mit 6:32,37 Minuten und 1,57 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten. „Sie haben alle Angriffe abgewehrt“, freute sich Oesemann. Im Doppelvierer gewann der 18-jährige Berend die Bronzemedaille.