Magdeburg l Marcel Auerbach ist mit 1,76 Metern tatsächlich der „Kleinste“ in seinem Team, wurde aber bereits viermal in dieser Saison zum „Größten“ gewählt. Dreimal davon hat er die Silbermedaille (für den Verlierer des Spiels) als bester Akteur seiner Mannschaft erhalten, bis er am vergangenen Sonntag endlich mit Gold geehrt wurden – nach dem 3:2-Sieg seines USC Magdeburg gegen TuB Bocholt.

Allein am Beispiel Marcel Auerbach kann man mit dem USC auf die Abenteuerreise durch die 2. Bundesliga gehen. Die nächste Etappe nimmt der Aufsteiger am Sonntag beim VC Bitterfeld-Wolfen in Angriff. Aufschlag zum Derby in der Sporthalle Krondorf ist um 16 Uhr.

Auerbach hat vor dieser Saison wie die Neuzugänge Steffen Hendrysiak (Fortuna Ballenstedt) und Tom Heidecke (Gardelegen) für Rot-Weiß Weißenfels in der Landesoberliga gespielt und ist durch den Libero der vergangenen Saison, Hannes Mück, mit dem er in Halle studiert, zum USC gekommen – als Libero. „Das ist wirklich ein großer Sprung in die zweite Liga“, so der 25-Jährige. „Ich habe neben dem Mannschafts- auch Einzeltraining, weil ich einfach technisch nicht auf dem höchsten Niveau bin. Das brauche ich, um mithalten zu können.“

Mitgehalten haben die Magdeburger in dieser Saison oft, vor allem in den Heimpartien, während auswärts oftmals ein ziemlich dicker Wurm im Spiel war. „Ich weiß nicht, ob das an den langen Fahrten liegt“, sinniert Auerbach. Zuletzt in der Fremde Frankfurts, bei der Ausbildungszentrale für die Nationalmannschaft namens Volleyballinternat, hieß es 0:3. Die Fahrt allein hat das Resultat natürlich nicht beschert. „Solch eine Niederlage gegen die Internatsschüler muss man hinnehmen. Die haben jeden Tag Training, entwickeln sich im Saisonverlauf immer weiter, finden zur Konstanz.“ Auerbach hofft das auch für die Partie der Frankfurter gegen Bocholt am 20. Februar. Denn wenn möglich sollte Bocholt kein Spiel mehr gewinnen in dieser Saison.

TuB steht als Elfter auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Sechs Spiele vor dem Saisonende haben die Magdeburger fünf Punkte Rückstand auf Bocholt. „Wir müssen einfach schauen, dass wir auch auswärts unsere Leistungen bringen, denn genau das war in den vergangenen Wochen nicht der Fall“, erklärt Auerbach. Auswärts muss also der Knoten platzen, erst bei Bitterfeld-Wolfen, dann beim VC Olympia II (5. März) sowie bei der Spielgemeinschaft Lindow/Gransee (19. März). In heimischer Campushalle treten die Magdeburger noch gegen Schüttorf (21. Februar), Giesen (13. März) und Delbrück (2. April) an.

Aber zunächst geht es nach Bitterfeld-Wolfen (Hinspiel: 1:3). Der Gastgeber ist zudem der Tabellenführer. Dafür dauert die Reise über 93 Kilometer in die Reudener Straße 72 lediglich 1:21 Stunden (ohne Stau). Das ist wirklich keine weite Fahrt für die Hoffnung auf den Erfolg. Auerbach betont: „Wir müssen optimistisch bleiben, dass wir es schaffen.“