Magdeburg (vs/su) l Mit einem Rückstand von 0:3 Punkten startete der USC in die Partie. Schnell gelang es jedoch, diesen Vorsprung einzuholen, so dass es mit dem 7:7 wieder ausgeglichen war. Mit gut gesetzten Blocks bei den Magdeburgern und vermehrten Fehlern bei den Berlinern konnte sich das Team um USC-Trainer Ricardo Rivera zur Satzmitte absetzen (15:10). Mit druckvollen Aufschlägen und einem schnellen Spiel über die Mittel-angreifer Steffen Hendrysiak und Christoph Liebsch beendeten der USC den Satz mit nur 17 Gegenpunkten für sich.

Der Start in Durchgang zwei war ebenso stockend wie der in Satz eins (1:4, 2:6). Aber die Magdeburger behielten die Nerven, bauten weiterhin auf ihr eigenes Spiel und schafften beim 8:9 den Anschlusspunkt. Getragen vom Publikum setzen sich die USC-Herren im weiteren Satzverlauf ab (17:14), konnten den Aufschlagsdruck allerdings nicht konsequent halten, so dass sie sich zum Satzende mit den Berlinern ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten (22:23, 23:23). Mit starken Nerven und höchster Motivation beendeten die Magdeburger den Durchgang aber zu ihren Gunsten.

Dass sich die Berliner noch lange nicht geschlagen geben wollten, zeigte sich in den Durchgängen drei und vier. Hier spielte der TSV fast fehlerfrei auf, die Magdeburger hingegen fanden kaum zu ihrem Spiel. Zu verhalten und unkonzentriert war die Mannschaftsleistung vor heimischer Kulisse in diesen beiden Sätzen (19:25 und 18:25).

Die Entscheidung über Sieg oder Niederlage musste so der fünfte Satz im Tie-Break bringen. Hier war das USC-Team überraschenderweise wieder wacher und agiler in allen Elementen. Die 160 Zuschauer konnten sich über ein Spiel auf Augenhöhe freuen, welches an Spannung kaum zu übertreffen war (11:12, 12:13). Mit etwas Pech gingen dann die knappen Punkte an den Gegner, so dass für die Magdeburger nur ein Punkt für die Tabelle bleibt (12:15).

Nach dem Spiel äußerte sich Trainer Rivera wie folgt: „In den ersten beiden Sätzen haben wir unsere Stärken ausgespielt und die Nerven behalten – so stelle ich mir das vor. Wir haben den dritten Satz schwach gespielt. Nach den ersten beiden Sätzen waren wir uns zu sicher und haben vergessen weiterzukämpfen. Durchgang vier war ein reines Durcheinander.“

 

USC Magdeburg: Heidecke, Schlese, Teege, Liebsch, Pockrandt, Rossek, Sander, Oelsner, Hendrysiak, Sawatzki