Magdeburg l Da hast Du kein Glück und dann kommt erneut das Verletzungspech dazu. Zwar standen Christian Schlanstedt und Frederic Wolfgram trotz Trainingsrückstandes wieder im WUM-Aufgebot. Dafür fielen aber gleich fünf andere Stammspieler aus.

Trotzdem hatten sich die Magdeburger in der Bundeshauptstadt viel vorgenommen, wollten sich nicht kampflos geschlagen geben. Mit Beginn des Spiels war das Dammbrück-Team bemüht, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Das gelang in den ersten acht Minuten auch ganz ordentlich. Dem 0:1 der Berliner ließ Christian Schlanstedt mit einem erfolgreichen Überzahlabschluss das 1:1 folgen.

Dann die erste Verletzung: Kurz vor Schluss der ersten acht Minuten musste Jan Naveau mit einem Cut am Auge aus dem Wasser. Da beide Abwehrreihen keine Chancen mehr zuließen, ging es mit diesem 1:1 in die erste Pause.

WUM agiert zunächst hellwach

Mit Wiederbeginn war Magdeburg hellwach und Tom Hagendorf traf zur 2:1-Führung. Die Schöneberger konterten jedoch clever und kamen schnell zum 2:2 und 3:2 sowie in der Folge fast zum 4:2. Doch WUM-Torwart Marc Böer kratzte den Ball noch von der Torlinie. Kurz vor der Halbzeit dann doch das 4:2 für die Berliner.

Gleich zu Beginn des dritten Spielabschnittes traf Lukas Schulle zum 4:3, Magdeburg war wieder dran. Aber Schöneberg nutzte ein Überzahlspiel zum 5:3. Gut eine Minute später war es erneut Schulle, der die WUM mit dem 5:4 weiter im Spiel hielt. Zwei schnelle Treffer zum 7:4 brachten aber die Berliner auf die Siegerstraße. Zwar traf Christian Schlanstedt noch zum 7:5, aber ein erneuter Treffer im Überzahlspiel und ein Strafwurf ließen die Schöneberger auf 9:5 davonziehen.

Da auch noch Jos Schermer mit Verdacht auf eine Rippenprellung aus dem Wasser musste, fehlten der WUM in den letzten acht Minuten die Wechselmöglichkeiten von der Bank, so dass die Berliner locker auf 12:5 erhöhten. Es spricht für die Moral der Magdeburger, dass sie sich nicht aufgaben und durch Schulle erst in Überzahl und dann per Strafwurf noch zum 12:7-Endstand kamen.

Im dritten Viertel geht die Puste aus

„Bis zur Mitte des dritten Viertels haben wir gut mitgehalten. Dann ging uns die Puste aus. Leider haben wir auch unsere Überzahlspiele nicht konsequent nutzen können. Das eine oder andere Tor hätte uns da sicher gut getan. So geht der Sieg der Berliner in Ordnung“, schätzte Magdeburgs Teammanager Tom Hagendorf nach dem Spiel ein.

Am kommenden Sonnabend empfängt die WUM, die nach dieser Niederlage auf Rang sechs abrutschte, um 18 Uhr den SV Zwickau zum fälligen Punktspiel in der Dynamo-Schwimmhalle. Ob dann Jan Naveau und Jos Schermer zum Aufgebot gehören werden, müssen die ärztlichen Untersuchungen zeigen.

 

WU Magdeburg: Böer - Hagendorf 1, Schlanstedt 2, Lehnert, Naveau, Schermer, Wolfgram, Schulle 4, S. Lindner, Richter, M. Lindner