Magdeburg l Vor der Abfahrt nach Chemnitz musste WUM-Trainer Holger Dammbrück mit Christian Schlanstedt Hagen Leditschke und Detlef Klotzsch drei empfindliche Ausfälle verkraften. Zudem hat sich der Verein entschieden, den Trainer nur noch in Ausnahmefällen mit ins Wasser zu schicken. So traten die Magdeburger die Reise in den Süden nur mit elf Spielern an.

Doch die Ausfälle der erfahrenen Spieler waren gleichzeitig die Chancen für die Youngsters Sebastian und Michael Lindner sowie Jannis Bard. Insgesamt hatte die WUM sechs Spieler in ihren Reihen, die maximal 21 Jahre alt waren.

Man durfte also gespannt sein, wie sich das relativ junge und weitestgehend unerfahrene Team gegen das Tabellenschlusslicht Chemnitz in Szene setzt.

WUM von Beginn an hellwach

Die Magdeburger ließen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger aus dem Chemnitzer Becken steigen will. Sie stellten gleich im ersten Viertel die Weichen auf Erfolg, führten durch Tore von Wilhelm Block, Lukas Schulle und Tom Hagendorf nach gut fünf Minuten Spielzeit bereits mit 3:0, ehe die Chemnitzer zu ihren ersten beiden Toren kamen. Erneut Tom Hagendorf und Wilhelm Block sowie der Youngster Sebastian Lindner bauten den Vorsprung der WUM auf 6:2 aus. Mit dieser Führung ging es in das zweite Viertel.

Fortan agierten die Magdeburger clever und ruhig, hielt den Vorsprung bis zur Halbzeit und so stand es zur Pause 8:4 (beide WUM-Tore durch Wilhelm Block).

Auch im dritten Spielabschnitt verwaltete das Dammbrück-Team das Ergebnis, ohne groß glänzen zu müssen. Zudem wurden die Einsatzzeiten der jungen Spieler immer länger. Die WUM-Treffer gelangen aber den Routiniers. Moritz Lehnert (2) und erneut Wilhelm Block (sein fünfter Treffer im Spiel) schraubten das Ergebnis bis zur letzten Viertelpause auf 11:6 herauf.

Letztlich sicherer Sieg

In den abschließenden acht Minuten ließen die Magdeburger nichts mehr anbrennen und gewannen beim Tabellenschlusslicht in Chemnitz sicher mit 13:9 (WUM-Torschützen: Tom Hagendorf und Lukas Schulle).

Nach der Schlusssirene war Teammanager Tom Hagendorf mit dem Spiel seines Teams mehr als zufrieden: „Die letzten verlorenen Spiele im Hinterkopf, die vielen Ausfälle und die langen Einsatzzeiten für unsere Youngsters, das waren heute keine einfachen Bedingungen. Aber wir haben das insgesamt gut gemeistert. Dazu haben die jungen Spieler einen wesentlichen Beitrag geleistet. Vor unserem Tor ließen wir nicht viele Chancen zu. Die Mehrzahl der Chemnitzer Treffer fiel durch Überzahlspiele. Da fehlte uns die Abgezocktheit – manchmal auch vor dem gegnerischen Tor. Trotzdem geriet der Sieg nie in Gefahr.“

 

Wasserball Union Magdeburg: Böer - Hagendorf 3, Mo. Lehnert 2, Naveau, Scherrmer, Block 5, Schulle 2, S. Lindner 1,, Richter, M. Lindner, Bard