Magdeburg l Mit dem Premierensieg im Landespokal setzten die Männer von der Großen Diesdorfer Straße der langen Tradition des Magdeburger Wasserballes eine weitere Krone, wenn auch in kleinerer Form, auf.

„Es war letztlich ein verdienter Erfolg“, befand nicht nur Teammanager Tom Hagendorf, der selber mit vier Treffern zum guten Gelingen beitrug.

Junge Gäste überraschen

Die Hallenser traten zum erstmals bei den Männern ausgetragenen Landes-Pokalfinale mit einer sehr jungen Mannschaft und ohne Trainer im Dynamo-Bad an. Das war zunächst Gift für die WUM, die etwas überheblich in das erste Spielviertel ging und prompt mit 0:2 zurück lag.

„Wir mussten uns nach dem Rückstand erst finden, sind dann aber schnell mit 4:2 in Führung und die erste Pause gegangen“, so Hagendorf weiter. Der Spieler-Manager führte den Sieg vor allem auf den großen Vorteil seiner Mannschaft in punkto Erfahrung und spielerisches Vermögen zurück. „Das war letztlich ausschlaggebend für den klaren Sieg.“

Schon im ersten Durchgang fiel auf, dass die WUM über einen starken Detlef Klotzsch im Tor auf schnelle Konter setzte, dabei ihre schwimmerischen Vorteile nach dem 0:2 immer besser zum Tragen brachte. Schon hier zeigten Lukas Schulle und der stark aufspielende Willi Block ihre Klasse vor dem Tor. Nicht umsonst schwärmte auch WUM-Macher Silvio Schulle nach dem Spiel von der Block`schen Leistung, meinte aber auch: „Willi hat heute ein Zeichen gesetzt. So stark wünsche ich ihn mir in jedem Spiel.“``

Sehenswerte Spielverlagerungen

Block war auch im zweiten Durchgang zweimal erfolgreich, wobei die WUM auch hier mit Kontern sowie sehenswerten Spielverlagerungen zu glänzen wusste. So ging es mit einer 8:5-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel steigerte sich die WUM erneut, während Halle mit dem schnellen Positionsspiel der Gastgeber überfordert war. Zur Mitte des dritten Viertels führte die WUM mit 13:5, brachte jetzt mit Ricardo Rodenbeck, Michael Lindner, Janis Bard und Klemens Wurl ebenfalls junge Spieler. Doch auch diese hatten ihre Anlaufschwierigkeiten.

„Das hat dann Halle ausgenutzt. Da hat man gesehen, dass wir Jungen noch lange nicht so gut sind wie unsere erfahrenen Spieler“, so der 17-jährige Wurl. Der Schüler einer 11. Klasse an einem Barleber Gymnasium hat wie viele seiner jungen Teamgefährten ein hehres sportliches Ziel, möchte einmal mit der WUM in der 1. Liga spielen.

Auch der starke Block forderte noch im Wasser seine jungen Mitspieler vehement zu mehr Konzentration und Einsatz auf. „Zu diesem Zeitpunkt haben wir nicht gut gespielt und unsere Aufgaben nicht erfüllt. Da reagiert man dann schon mal ungehalten, zumal im Spiel viel Adrenalin und Emotionen dabei sind. Aber nach dem Spiel ist das dann wieder schnell vergessen, da wird alles in Ruhe ausgewertet.“

Tolle Tore im Schlussviertel

Im Schlussviertel zog die WUM gegen jetzt völlig überforderte Gäste noch einmal an, wobei die Zuschauer sehenswerte Tore auf beiden Seiten sahen. So forderten die Treffer von Halles Paul Brode zum 17:8 bzw die WUM-Tore von Schulle zum 17:7 mit einem tollen Heber und von Moritz Lehnert zum 18:8 den Sonderbeifall des fachkundigen Publikums heraus.

Am Sonnabend gastiert nunmehr der SV Zwickau in der Meisterschaft im Dynamo-Bad. Da wollen die Elbestädter nachlegen.

 

Wasserball Union Magdeburg: Klotzsch - Hagendorf 4, Hanke, Mo. Lehnert 3, Rodenbeck, Wurl, Wolfgram 1, Block 6, Lindner, Richter 1, Bard, Schermer