Magdeburg l Wieder hatten es die Magdeburger Wasserballer am Sonnabend spannend gemacht. Im Heimspiel der 2. Liga Ost trafen sie vor lediglich 70 Zuschauern auf die in der Tabelle hinter ihnen stehende HSG TH Leipzig, mussten am Ende mit einem 10:10-Unentschieden zufrieden sein.

Beide Mannschaften mussten auf Stammkräfte verzichten. Neben dem verletzten Torwart Detlef Klotzsch fehlten der WUM zudem Christian Schlanstedt und Willhelm Block, die aufgrund ihrer Wasserverweise aus dem Zwickau-Spiel noch gesperrt waren. Beiden Teams merkte man zu Beginn die Personalveränderungen an.

Mit Mühe in das Spiel gefunden

Richtiger Spielfluss kam nicht auf. Was dann doch aufs Tor kam, wurde eine Beute der Abwehrreihen oder der guten Torhüter. Folgerichtig endete der erste Spielabschnitt 2:2. Ein vollendetes Überzahlspiel von Lukas Schulle und ein herrlicher Rückhandtreffer von Tom Hagendorf sorgten bei der WUM für das Unentschieden.

Das zweite Viertel begann mit einem tollen Solo von Moritz Lehnert. Der schnappte sich den Ball vor dem eigenen Tor und konterte fast allein bis zum gegnerischen Tor. Hier versenkte er gekonnt zur 3:2-Führung. Doch Leipzig konnte erneut ausgleichen. Dann folgte das wohl schönste Tor des Abends. Tom Hagendorf erkämpfte sich vor dem gegnerischen Tor einen schon verloren geglaubten Ball gegen zwei Leipziger und hämmerte den Ball unter die Latte. Moritz Lehnert erzielte den Treffer zum 5:3, gleichzeitig der Halbzeitstand.

Im dritten Spielabschnitt drehten die Sachsen plötzlich die Partie und führten durch drei Treffer in 1:40 Minuten mit 6:5. WUM-Trainer Holger Dammbrück nahm eine Auszeit und beruhigte sein Team. Die Abwehr stand wieder besser. Ein erneutes Tor von Tom Hagendorf zum Ende des dritten Abschnittes brachte das 6:6 Ausgleich.

Gäste kontern geschickt

Nach zwei Toren der Gäste traf Lukas Schulle zum 7:8-Anschluss. Doch die Gäste konterten weiterhin geschickt und führten 4:20 Minuten vor dem Ende bereits mit 10:7. Und wieder kam der große Auftritt der Elbestädter. Aus einer sicheren Abwehr um einen starken Marc Böer heraus traf Moritz Lehnert mit seinem dritten Treffer zum 9:10. Die WUM witterte wieder Morgenluft. Und auch die Zuschauer trieben ihr Team nach vorn.

Die Gastgeber hatten nun das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Über ein Überzahlspiel traf Lukas Schulle acht Sekunden vor dem Ende zum 10:10-Ausgleich. Der letzte Versuch der Gäste ging an den Pfosten, so dass es am Ende ein fast nicht mehr geglaubtes 10:10-Unentschieden gab.

WUM-Teammanager und Spieler Tom Hagendorf war nach dem Spiel erleichtert: „Uns hat man das Fehlen der Schlüsselspieler angemerkt. Wir kamen nicht richtig in die Partie und haben letztendlich mit viel Glück und einer erneut großen Moral einen nicht mehr erhofften Punkt geholt.“

Am kommenden Sonnabend empfängt die WUM den SVV Plauen II.

WUM: Böer – Hagendorf 3, Bard, Moritz Lehnert 3, Naveau, Wolfgram 1, Schulle 3, S. Lindner, M. Lindner, Schermer