Was für eine Revanche! Mit einer tollen Leistung haben Langenweddingens Handballer das vor wenigen Wochen bei Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz erlittene Pokal-Aus vergessen gemacht und ihr Heimspiel 33:26 gewonnen.

Langenweddingen l Dank eines starken Schlussspurts ging schon die erste Halbzeit mit 17:13 an die Sülzetaler. Im zweiten Durchgang konnten sie diesen Vorsprung sogar noch vergrößern. Zwei der Grundsteine für den Erfolg waren der Mittelblock um Alexander Rohr und Tim Heine, der vor den Gästen stand wie die Eiger-Nordwand, und der sehr gut aufgelegte Rückraumspieler Nick Bollmann, der inklusive verwandelter Siebenmeter auf elf Treffer kam. Insgesamt war es aber einmal mehr eine gute Teamleistung der Langenweddinger in diesem umkämpften Spiel gegen den Achten.

Beide Mannschaften begegneten sich zu Beginn auf Augenhöhe. Bis zum 13:13 stand es elf (!) Mal remis. In den letzten vier Minuten bis zur Pause vernagelte Michael Eisenkolb dann aber sein Tor. Und die Gäste, bei denen sich schon in der 13. Minute Enrico Saack eine Rote Karte eingehandelt hatte, kassierten vier schnelle Gegentore in Folge.

In Hälfte zwei setzte sich der gute Lauf der Langenweddinger zunächst fort. Beim 22:15 (36.) durch einen schönen Dreher von Christopher Ebert und dem 25:16 schien der Drops gelutscht. Mit einer harten Gangart konnten die Gäste aber doch noch einmal bis auf 29:25 verkürzen.

Kurzzeitig stand sogar die Fortsetzung des Spiels in Frage, als nach einem rüden Foul an Nick Bollmann (44. Minute, 26:19) auch noch Wittenbergs Marcel Michna völlig zu Recht die Rote Karte sah. Der Gästespieler machte sich daraufhin auf den Weg auf die Zuschauertribüne, wo es heiße Diskussionen mit dem Publikum gab. Glücklicherweise beruhigten sich die Gemüter schnell wieder, so dass es auf dem Feld weitergehen konnte.

Dort antworteten die Langenweddinger, die sich zunächst anstecken lassen hatten, auf die sportliche Art und legten in der Schlussphase mal wieder einen Lauf hin. 4:0-Tore bis zum 33:25 bedeuteten die entgültige Entscheidung - damit hatten sich dann auch die Grün-Weißen abgefunden. Für die Sülzetaler steht am Dienstag, 30. April, das nächste Spiel an. Gegner ist dann die TSG Calbe. Auch in diesem Heimspiel gilt es etwas gutzumachen, denn das Hinspiel verlor die Deinert-Sieben mit 24:25.

SV Langenweddingen: Krüger, Eisenkolb - Bzdok, Stark (1 Tor), R. Schult (2), Bollmann (11), Rabe, Ebert (7), Herrmann (3), Heine (3), Rohr (1), S. Schult (5.).

Siebenmeter: SVL 8/11; GWP 4/4.

Zeitstrafen: SVL 6; GWP 7.

Spielfilm: 3:2, 6:6, 9:7, 10:10, 13:13, 17:13 / 19:14, 22:15, 25:16, 26:19, 28:20, 29:25, 33:25, 33:26.