Oschersleben l  Die Verbandsliga-Partie, die fußballerisch ganz klar unter „Magerkost“ einsortiert werden muss, endete mit einem 2:0-Sieg der Gäste.

Ein Blick auf die Platzverhältnisse und den dünnen OSC-Kader reichte eigentlich schon, um die Erwartungen herunterzuschrauben. Und den Platz konnten sich die wenigen Zuschauer erstmal eine ganze Weile in Ruhe anschauen, denn es gab Probleme beim Ausfüllen des elektronischen Spielformulars, so dass die Begegnung mit 25 Minuten Verspätung begann.

Nach vorn geht wenig

Die erste Halbzeit hatte dann kaum Höhepunkte zu bieten. Der OSC, als Tabellenvierzehnter im Vergleich mit dem Fünften klarer Außenseiter und im Abstiegskampf auf jeden Punkt angewiesen, tat, was man in so einer Situation eben meistens tut: versuchte hinten kompakt zu stehen und vielleicht auf eine Chance zu lauern. Die ergab sich auch für den flinken Fousseini Saliou Imorou, der sich einmal schön durchdribbeln konnte. Der Abschluss war dann aber einfach zu schwach, kam halbhoch genau auf den Arnstedter Torhüter, der mit diesem Ball keine Probleme hatte.

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Auf der anderen Seite schepperte es nach einem Abschluss von Victor Ramon Roldan Arias am Oschersleber Gebälk. Ansonsten war das, was die Gäste zeigten, aber auch keine Offenbarung. Edelweiß-Spieler Martin Zander dazu: „Die Oschersleber haben es uns auch nicht einfach gemacht, weil sie ja keinen Fußball spielen wollten!“ Gerecht deshalb auch das 0:0, mit dem es in die Pause ging.

Tore fallen nach der Pause

Erwartungsgemäß kamen die Arnstedter zur zweiten Halbzeit von ihrem Trainer angestachelter auf den Platz. Das vermehrte Pressing zahlte sich in der 54. Minute aus: Ein schnelles Umschalten im Mittelfeld und nach der Balleroberung und einem Abpraller erzielte Arias die inzwischen auch verdiente Führung.

Der OSC war nun gezwungen, etwas höher zu stehen und seine Offensivbemühungen zu forcieren. Das öffnete die Räume für Arnstedter Konter. Das 2:0 hätte auch schon früher durch ein schönes Solo des ehemaligen Oscherslebers Martin Zander fallen können, der sich von den Grätsch-Versuchen von Sebastian Dolle und Christian Rasch nicht stoppen ließ, dann aber beim Abschluss keinen Druck mehr hinter den Ball bekam. Zander über den Einsatz seiner ehemaligen Teamgefährten scherzhaft: "Ich war froh, dass ich beide Knöchel noch hatte." Kurz darauf verfehlte ein weiterer Zander-Schuss das Tor knapp.

Der K.O.-Schlag für die Oschersleber folgte dann in der 88. Minute nach einem Fehlpass im Mittelfeld: Patrick Illiger spielte den Ball auf Zander, der trocken zum 2:0 abzog.

Für den Oscherslebener SC ist die Niederlage kein Beinbruch, denn die Edelweißen gehören nicht zu den Teams, gegen die man unbedingt punkten muss. Diese Gegner kommen erst jetzt! Am Sonnabend tritt der OSC bei Börde Magdeburg zum Kellerduell an. Geht dieses Spiel verloren, rutscht die Herrmanns-Elf auf einen Abstiegsrang ab.

Torfolge: 0:1 Arias (54.), 0:2 Zander (88.).

Oscherslebener SC: Adach - Hartmann, Neubauer, Lorenz, Rokitta, Sacher, Zeppernick (77. Gruhle), Pirsch, Rasch, Imorou, Dolle.

Schiedsrichter: Torsten Felkel (Salzwedel).

Zuschauer: 55.