Klein Oschersleben (oju) l Handball-Bezirksligist LSV 90 Klein Oschersleben hat das Spitzenspiel gegen den SV Lok Oschersleben 27:23 (14:8) für sich entschieden und hält das Rennen um die Meisterschaft offen. Die Lok-Mannschaft hingegen muss nach der Niederlage die Konkurrenz zunächst ziehen lassen.

Am Freitagabend wurde es in der Schulsporthalle Klein Oschersleben für Lok Oschersleben das erwartet schwere Auswärtsspiel. Zu Beginn der ersten Halbzeit war es die Gastmannschaft, die den ersten Treffer setzte. Die Führung dauerte jedoch nur einige Sekunden, denn der Heim-Sieben gelang sofort der Ausgleich. Der LSV legte auch gleich nach und stellte seine Heimstärke unter Beweis. Die Gäste kamen von Anfang an nicht wie gewohnt ins Spiel. Ein Grund war ein glänzend aufgelegter LSV-Keeper Mathias Engelhardt. Er wehrte im Spielverlauf fünf von sechs Strafwürfen ab. Die Klein Oschersleber hatten stets die Nase vorn. Lok Oschersleben geriet in Bedrängnis, kämpfte und ließ nur knappe Rückstände zu. Die letzten Minuten der ersten Hälfte gehörten den Gastgebern. In dieser starken Phase wurde das Zwischenergebnis von 10:8 auf 14:8 zur Halbzeit erhöht.

Auch nach dem Wiederanpfiff änderte sich nur wenig am Spielverlauf. Die Gäste aus Oschersleben waren bemüht, den Abstand zu verringern. Es gelang aber nicht, den LSV-Rückraum auszuschalten. Hinzu kamen noch einige Zeitstrafen für die Lok-Spieler. Innerhalb kurzer Zeit mussten drei Lok-Akteure für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Diesen Zeitraum nutzte der Gegner und baute den Vorsprung auf acht Tore aus (20:12).

Die Eisenkolb Sieben steckte aber nicht auf,erkämpfte sich Mitte der zweiten Halbzeit die größeren Spielanteile und kam sieben Minuten vor Schluss der Partie bis auf ein Tor an den LSV heran. Hoffnung kam bei den mitgereisten Fans auf, die Partie doch noch zu gewinnen. Klein Oschersleben erhöhte jetzt den Druck und kam mit einer Energieleistung zum letztendlich verdienten Sieg.

LSV-Trainer Lars Becker durfte mit der Leistung seiner Truppe zufrieden sein. "Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Mathias Engelhardt im Tor war stark, er hat fast alle Oschersleber Chancen weggefangen. Dadurch sind wir mit einer komfortablen Pausenführung in die Kabine gegangen. Hatten dann Probleme gegen die offensive Abwehr der Gäste. Oschersleben hatte den Lauf und wir Schwierigkeiten. Wir hielten aber mit dem entsprechenden Kampfeswillen den Sieg fest."

LSV 90 Klein Oschersleben: Witte, Engelhardt - Kernchen (3 Tore), R. Hoffmann, Roth(3), Dedecke(13), Hafften, Pohl (4), Ramisch (3), Lehnhart, M. Hoffmann, Faßke (1)

Lok Oschersleben: Phillips, Lietzke - Hilliger (4 Tore), Rabe (4), Fritsche (2), Levec (6), Rudolph (1), Müller (2), T. Fischer (2), Schwarz (1), König (1), Staatz, Günther, Schannor

Siebenmeter: Klein Oschersleben 9/7, Oschersleben 6/1. Zeitstrafen: Klein Oschersleben 4, Oschersleben 6

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