Klein Wanzleben l Der Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg startete im Juni 1946 mit der Gründung der SG „Empor“ unter der Federführung der Zuckerfabrik als Trägerbetrieb.

Um den Start vollziehen zu können, erhielt die Mannschaft je elf Kluften und Fußballschuhe.

Bereits 1950 wurde dann die Meisterschaft im Sportbezirk West errungen. Die sich anschließenden Aufstiegsspiele wurden erfolgreich gestaltet, so dass die Landesliga ins Visier rückte. Diese Klasse wurde dann drei Jahre gehalten. Aber mit Bildung der Bezirke in der DDR erfolgte die Einstufung in die Bezirksliga.

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Empor-Elf ist das Aushängeschild

Die Mannschaft war zu dieser Zeit das Aushängeschild des Landkreises Wanzleben und zog zu den Spielen viele Zuschauer an, die aus der Umgebung mit dem Fahrrad ins Bördedorf kamen. Und auch die Gäste reisten mit vielen Anhängern an, so kam zum Beispiel Chemie Schönebeck sogar mit einem Sonderzug und brachte 500 Zuschauer mit. Über 1000 sahen dann die Begegnung, die Empor mit 3:1 gewann, wobei sie einen Rückstand durch Tore von Werner Karow, Werner Andrae und Ernst Karow noch drehten. In dieser Spielzeit nahm Empor am FDBG–Pokal teil, schied aber in der Hauptrunde gegen die SG Deutsche Volkspolizei Schwerin aus.

Doch 1958 konnte der Abstieg nicht verhindert werden, weil die alten Strategen Schwanke, Bauer, Karow u.a. die Schuhe an den Nagel hängten und junge, talentierte Spieler wie Uwe Meistring (SC Aufbau Magdeburg) und Dieter Karow (ASK Vorwärts Berlin) den Verein verließen. Aber schon ein Jahr später sollte sich das Blatt wieder wenden.