Barneberg/Magdeburg l An diesem Tag im Jahr 1920 gründeten Willi Grabe, Franz Grill, Gustav Heinemann, Karl Dietrich, Bernhard Lüttge, Fritz Huch, Fritz Heinrich, Otto Kohlwage, Otto Frieß, Ernst Spicher und andere den Fußballclub (FC) Barneberg.

Einbindung in das Volksfest

Der Fußball fasste schnell Fuß im Ort. Über Jahrzehnte hinweg wurde das Bild des Vereins von engagierten Funktionären, leistungsstarken Spielern und Mannschaften aller Altersklassen geprägt. Den 50. Jahrestag der Vereinsgründung wollte man 1970 im Ort würdig begehen. Das Jubiläum wurde daher in das legendäre Barneberger Volksfest eingebunden und von Bürgermeister Otto Naaff unterstützt. Den Funktionären gelang es, als Jubiläumsgast den 1. FC Magdeburg zu verpflichten.

Mit großer Spannung sah man in Barneberg und Umgebung diesem Tag entgegen. Es war ein Freitag und der Spielbeginn war auf 18 Uhr festgesetzt worden. Als Schiedsrichter Fritz Müller aus Oschersleben die Begegnung anpfiff, verfolgten knapp 700 Zuschauer das Geschehen. Magdeburg kam bis auf Jürgen Sparwasser und Wolfgang Seguin, die einen Auswahllehrgang absolvierten, mit dem kompletten Kader nach Barneberg. Der letzte Erfolg des Clubs war der Pokalgewinn 1969 gewesen, der dritte nach 1964 und 1965. Die Magdeburger betrachten die Begegnung nicht nur als eine Trainingseinheit, denn ihnen ging es auch darum, sich für die neue künftige Stammformation „anzubieten“.

Am Ende der fairen Begegnung, in der sich Barneberg beachtlich aus der Affäre zog und alle eingesetzten Spieler ihr Bestes gaben, stand es 10:0 für die Gäste. Den Abschluss der Begegnung bildete ein ausgiebiges Bankett mit dem Gast aus der Bezirksstadt und den Ehrengästen. Die ohnehin sehr geschätzten und weithin bekannten Barneberger Hausschlachteprodukte und noch einiges andere mehr schmeckten den Magdeburgern und den anderen Gästen vorzüglich. Spieler, Funktionäre, Fans und Zuschauer verstanden sich untereinander prächtig. Der 17. Juli nimmt in der Fußballchronik des Ortes bis in die Gegenwart eine herausragende Stellung ein. Barneberg nutzte das Jubiläum auch, um verdiente Funktionäre und Sportler des Vereins für ihre Leistungen im Zeitraum von 1920 bis 1970 zu ehren.