Völpke l Der Gewinn des Hallen-Landesmeistertitels 2000, die Vize-Landesmeisterschaften 2003 und 2004, der Landespokalgewinn 2004 und der Einzug in die erste Runde des DFB-Vereinspokals, der Landesmeistertitel 2005 und der Aufstieg in die Oberliga Süd des NOFV, stellen eine Bilanz dar, die sich wahrlich sehen lassen kann. Diese Erfolge des TSV Völpke, die schon heute den Nimbus der Einmaligkeit tragen, sind mit der erfolgreichen Arbeit von zwei Trainern verbunden, die ihren Nachfolgern damit hohe, fast unerreichbare Maßstäbe gesetzt haben. Thoralf Bennert (Jahrgang 1965), ehemaliger DDR-Oberligaspieler und späterer Aktiver in der 2. Bundesliga und der Regionalliga, übernahm in der Saison 2000/01 als Spielertrainer die Verbandsliga-Mannschaft des TSV Völpke, die Frank Helbig ein Jahr zuvor in die höchste Spielklasse Sachsen-Anhalts geführt hatte. Sein Assistenz-Trainer wurde Andreas Brisch, der bereits unter Helbig in dieser Funktion gewirkt hatte.

Bennerts interessante Visitenkarte

1984 legte er sein Abitur an der Kinder-und Jugendsportschule (KJS) in Frankfurt/Oder ab und trainierte im Nachwuchs-Leistungszentrum des Oberligisten FC Vorwärts. Er erhielt Berufungen in die DDR-Juniorenauswahl und absolvierte von 1985 bis 1990 ein Diplom-Sportlehrer-Studium am Stützpunkt Frankfurt/Oder der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) Leipzig. Von 1985 bis 1991 war er Stammspieler in der Frankfurter DDR-Oberligaelf. Nach dem Vollzug der deutschen Einheit spielte Bennert unter Trainer Frank Pagelsdorf von 1991 bis 1995 als Vertragsamateur beim 1. FC Union Berlin. 1995 verpflichtete ihn der FC Carl Zeiß Jena als Lizenzspieler (Profi) für die 2. Bundesliga. Weitere Stationen waren danach die Regionalliga-Vereine Eintracht Braunschweig und Holstein Kiel.

Assistenz-Trainer war ein torgefährlicher Ang

1996 schloss sich Andreas Brisch (Jahrgang 1963) dem TSV Völpke an, der als Kreismeister gerade in die Landesklasse aufgestiegen war. Er hatte sich bei Motor/Vorwärts Oschersleben (später Oscherslebener SC) in der Bezirksliga Magdeburg und nach der Wende beim OSC in der damals starken Verbandsliga, in der viele ehemalige DDR-Ligamannschaften spielten, als gefährlicher Torjäger einen Namen gemacht. Der damals 33-Jährige erwies sich auf Grund seiner spielerischen Qualitäten, seiner Erfahrung und Übersicht als eine echte Verstärkung. Mit seiner Leistungsbereitschaft, Einstellung und Torgefährlichkeit hatte er einen großen Anteil daran, dass der TSV 1998/99 den Aufstieg in die Verbandsliga, das Fußball-Oberhaus Sachsen-Anhalts, schaffte. So war es eigentlich nur folgerichtig, dass sich der Verein nach der Beendigung seiner Laufbahn seine weitere Mitarbeit sicherte und ihn als Co-Trainer verpflichtete.

Vor ihrer Arbeit im Börde-Klub

Thoralf Bennert, Inhaber der A-Lizenz des DFB, wurde in seinem neuen Aufgabenbereich schnell heimisch. Er meisterte bis 2004 auch den Spagat, der sich aus der Doppelfunktion Spieler und Trainer ergab. Hinzu kam noch die natürliche Autorität, die sich aus seiner höherklassigen Spielerlaufbahn ergab. Bennert und Brisch, beide harmonierten gut miteinander, pflegten von Anfang einen offenen, sachlichen und korrekten und Umgang mit den Aktiven und dem Umfeld.

Klare Regeln und Festlegungen führten Schritt für Schritt zu einem neuen Anspruchsdenken, sowohl im Training als auch im Wettkampfbetrieb. Moderne Trainingsmethoden und ein abwechslungsreich gestalteter, fordernder Übungsbetrieb führte zu einem höheren Leistungsniveau, das sich in sichtbaren Erfolgen manifestierte.

Hervorzuheben ist auch seine Fähigkeit, taktische Varianten zu ersinnen und zielstrebig umzusetzen. Bennert erwarb sich in seiner Tätigkeit durch seine zielstrebige Arbeit Achtung und Anerkennung in Völpke und in der Börderegion. Das traf auch dann zu, als in der Folgezeit ein nicht mehr so starker Spielerkader zur Verfügung stand, als am Anfang. Auch Andreas Brisch hat sich durch seine solide Arbeit und sein Auftreten die Anerkennung der Völpker Fußballgemeinde erworben. Beide haben einen großen Anteil an der Entwicklung des Völpker Fußballs, die durch die Unterstützung der Völpker Spezialprodukte GmbH und weiterer TSV-Partner möglich wurde.