Wulferstedt l Anhand des gesamten Spielverlaufes gewann Schlanstedt verdient mit 2:1 und zog an der SG Germania Wulferstedt vorbei. Das Fehlen ihres Torjägers Florian Trabandt (gelb-rot) kompensierte Olympia auswärts ohne größere Anstrengung. Den wahren Rückhalt hatte Schlanstedt in ihrem starken Torhüter Engelmann.

In einem munteren Beginn ließen beide Teams keine Verlegenheit erkennen. Mit fortlaufender Spielzeit agierte Wulferstedt dann zu statisch. Ohne sich zwingende Chancen zu erarbeiten rieb man sich an den Schlanstedtern auf. Engelmann fischte seinen Strafraum komplett leer. Die Gäste wurden zunehmend griffiger und gefährlicher. Wulferstedt wurde zu Fehlern gezwungen. So tauchte Schlanstedt zweimal, jeweils durch Korn und Knobloch, allein vor Torhüter Philipp Beisch auf.

Beisch verhindert Rückstand

Beisch verhinderte beide Male mit guten Reaktionen einen Rückstand. Bei Knoblochs Chance musste Grzenda noch aushelfen und den Ball mit dem Kopf neben das Tor streicheln. Auch als Olympias Rappe einen Strich aus dem Schuh zog und der Ball immer länger wurde, bekam Beisch im Flug noch die Fingerspitzen dran, lenkte den Ball an den Pfosten. Mit dem 0:0 zur Pause konnte Germania besser leben.

Die spielerisch bessere zweite Halbzeit verlief dann zu Ungunsten der Gastgeber. Rappe schien der Freistoßspezialist zu sein. In der 51. Minute scheiterte Rappe noch am stark haltenden Beisch. Wenig später ein Wulferstedter Fehlpass vor der Mittellinie. Joe Köhler machte sich mit dem Ball auf und davon und war mit Flachschuss aus vollem Lauf erfolgreich (55.).

Herzberg mit dem Ausgleich

Der Rückstand schien wie eine Initialzündung für die Hausherren zu sein. Sofort gab es gute Chancen. Ilsmann schoss nach Zuspiel von der Grundlinie aus sieben Metern am Tor vorbei (57.). Der nächste Angriff brachte den Ausgleich. Ilsmann spielte in die Lücke und Herzberg hatte plötzlich freie Bahn. Mit saftigem Schuss stand es unter Mithilfe des Innenpfostens 1:1 (58.). Wulferstedt war jetzt dran, das 2:1 lag in der Luft. Als Herzberg schnell in den Strafraum eindrang und der Verteidiger ihn im Tempo umriss, pfiff Schiedsrichter Arndt, verlagerte den Tatort aber nach außerhalb. Für Wulferstedt eine Fehlentscheidung.

Beim folgenden Freistoß sollte der Ball genau auf der Linie des Sechzehners liegen, die ja bekanntlich zum Strafraum gehört. Der vielversprechende Freistoß wurde schwach vergeben. Diskussionen auch bei der Entscheidung auf der Gegenseite: Im Laufduell wurde der Ball aus einem halben Meter an Dilges Hand geschossen. Da es auch im Strafraum war, hätte der Pfiff einen Strafstoß zur Folge gehabt. Doch auch hier legte der Schiedsrichter adäquat zur vorherigen Entscheidung den Ball zum Freistoß auf die Linie.

Rappe mit Präzision

Rappe zeigte, wie man Freistöße versenkt, als er das kurze Eck anvisierte und dermaßen präzise unter die Latte traf, dass Schlanstedt das 2:1 feierte (72.).

Wütende Angriffe der Germanen erzeugten nun eine Dominanz bis zum Abpfiff. Wenigstens sollte noch der Ausgleich her.

Germania-Angriffe scheitern am Torwart

Schlanstedt überstand diesen Dauerdruck jedoch schadlos. Engelmann war unüberwindbar. Bei einem Kopfball von Dreyer reagierte er reflexartig auf der Linie (85.).

Statistik

Wulferstedt: Beisch – Ilsmann, Brunke, Dilge (77. Dannenberg), Grzenda, Rzehaczek, Dreyer, Jahn, Stadler, Reimann (64. Breitenbach), Herzberg

Torfolge: 0:1 Köhler (55.), 1:1 Herzberg (58.), 1:2 Rappe (72.)

Schiedsrichter: Patrick Arndt, Andreas Bachmann, Manuel Stein

Zuschauer: 187