Wulferstedt l Wulferstedt hat die erste Top-Drei-Mannschaft der Liga am ersten Spieltag stolpern lassen. Wenn die Germanen in der ersten Halbzeit gegen ideenlose Quedlinburger ihre Chancen genutzt hätten, wäre es für den Favoriten aus dem Harz eine bittere Heimfahrt geworden. Am Ende hieß es 1:1.

Quedlinburger SV nicht eingespielt

Der durch Trainer André Linzert erahnte Vorteil, eine Mannschaft wie Quedlinburg gleich am ersten Spieltag zu haben, bestätigte sich. So wie der Tabellenzweite der Vorsaison auftrat, dürfte er noch nicht eingespielt sein. Diverse Fehlpässe, Bälle ins Nirgendwo und fehlende Flexibilität überraschten bei der Betrachtung des Favoriten. Wulferstedt ließ dem QSV in den ersten 45 Minuten überhaupt keinen Entfaltungsraum. Die Abwehr stand felsenfest. Sehr diszipliniert machte die Linzert-Elf die Räume eng, kombinierte teils sehenswert und spielte mutig nach vorn.

Ein Reimann-Schuss bereitete QSV-Keeper Werner Probleme (2.). Dann zog Stadler aus spitzerem Winkel mutig ab, der Ball ging haarscharf am langen Pfosten vorbei (5.). Das Gleiche in der 37. Minute, hier war es noch knapper. Ein Charwat-Schuss wurde erst abgefälscht und dann vor der langen Ecke gerade so bereinigt (11.).

Quedlinburger SV hat nur eine Chance

Quedlinburg hatte quasi nur eine Aktion in der ersten Halbzeit. Ein 20-Meterschuss des Ex-Osterwieckers Steve Elle wurde von Sebastian Nowack zur Ecke abgewehrt (29.). Dann setzte Starkregen ein. Bis zur Pause erhofften sich beide Teams vergeblich einen Patzer des jeweiligen Gegners durch die schwer kontrollierbare Eigendynamik des Balles auf nassem Untergrund.

Nach Wiederbeginn war der Regen vorbei, doch auch die Null verabschiedete sich schnell aus dem Ergebnisstand. Ein Geschenk der Germanen bescherte die glückliche Führung des Favoriten. Pascal Scheffler versuchte es einfach mal so mit einem angeschnittenen und sehr hoch angesetzten Ball Richtung Tor. Sebastian Nowack verschätzte sich total. In der Annahme, der Ball gehe über die Latte, blieben die Arme des Keepers unten. Der Ball senkte sich aber noch vor der Latte und war drin (47.).

Germania Wulferstedt gleicht aus

Lange konnte der QSV diesen gefeierten Treffer nicht genießen. Sebastian Stadler drang mit Tempo in den Strafraum ein. Ein Gegenspieler kam „gestreckt“ von vorn und traf den Ball. Schiedsrichter Dännhardt zeigte sofort auf den Punkt. Den kann man, muss man aber nicht geben. René Jahn ließ sich die Chance nicht entgehen, verwandelte den Strafstoß sicher (52.).

Jetzt erst mobilisierte der Gast alle Reserven und versuchte, das spielerische Element zu erzwingen. Dies gelang immer besser, und so war höchster Einsatz der von Kapitän und Lenker Martin Ilsmann geleiteten Abwehr gefordert. Dies war nicht das Spiel von Heißsporn Vincent Willenuis. Gerade nach der Pause eingewechselt, musste er mit Gelb-Rot vom Platz (73.). In Unterzahl wurde es knifflig, aber nie richtig bedrohlich für die Germanen.

Germania Wulferstedt freut sich

QSV-Coach Vandreike motivierte seine Männer. Doch auch Wulferstedt wechselte nochmal, brachte Marcus Behrens in der Schlussphase als Sturmspitze. Ihm wäre fast noch der Siegtreffer gelungen. Unter Mithilfe von Herzberg ergaben sich zwei riesen Möglichkeiten (87., 90.+2). Doch Quedlinburg warf sich mit aller Macht rein und fälschte jeweils glücklich an das Außennetz ab. Wulferstedt freute sich über einen Punkt gegen ein Spitzenteam. Quedlinburg erhoffte sich mehr, hätte aber dafür ganz anders auftreten müssen.

Germania Wulferstedt: Nowack - Ilsmann, Brunke, Charwat, Julian-Michel Reschke (46. Willenius), Dilge, Rzehaczek, Jahn, Reimann (85. Behrens), Herzberg, Stadler

Torfolge: 0:1 Scheffler (47.), 1:1 Jahn (FE, 52.)

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Willenius (73. Wulferstedt); Schiedsrichter: Peter Dännhardt; Zuschauer: 96