Barleben l Mit einer 1:2-Niederlage bei Arminia Magdeburg waren Wulferstedts Landesklasse-Fußballer vor einer Woche in die Testspielphase gestartet. Am Sonnabend fiel das Ergebnis auf dem Barleber Kunstrasenplatz im Vergleich mit Landesligist Blau-Weiß Niegripp dann deutlich besser aus. 7:1 siegten die Germanen.

Germania will den Test nicht überbewerten

„Die Endstände der Testspiele sind in meinen Augen unwichtig, weil so viele Faktoren einfließen, dass man sie gar nicht richtig bewerten kann. Vor dem Spiel gegen Arminia waren wir am Donnerstag erst in die Vorbereitung gestartet, da fehlt natürlich noch die Fitness. Trotzdem gab es positive Ansätze und wir haben – wie auch gegen Niegripp – ein neues System gespielt. Gegen Niegripp fehlte bei uns dann außerdem nur Herzberg, alle anderen Spieler waren dabei“, relativiert Wulferstedts Coach Stefan Mohr den hohen Endstand gegen das Landesliga-Schlusslicht.

Schon vor der Testspiel-Begegnung hatte die Elf um Niegripps Spielertrainer Marcus Schlüter ein hartes Pensum hinter sich. Nach drei aufeinanderfolgenden, intensiven Trainingseinheiten waren die Beine schwer und die Kondition am Limit. „Und doch, mit der deutlichen 1:7-Niederlage haben wir uns keinesfalls mit Ruhm bekleckert“, räumte der Coach des Landesligisten SG Blau-Weiß Niegripp ein.

Die Wulferstedter starteten druckvoll in die erste Halbzeit. Schon nach fünf Minuten legte Robert Dreyer den Ball an der neu formierten Defensive der Blau-Weißen vorbei zum 1:0 ins Netz. „Dass das Gefühl füreinander und die Kommunikation noch nicht stimmig sind, haben die drei Gegentore in der ersten Halbzeit verdeutlicht“, so Schlüter. Die darauffolgende Entscheidung, offensiv mit Viererkette aufzulaufen, führte über die Mitte von Marco Westhause zu Justin Schaffrath schließlich zum ersten Torerfolg in der 38. Minute und mit dem 1:3 ging es in die Kabinen.

Vier Tore in der letzten Viertelstunde

Die zweite Hälfte der Niegripper zeichnete sich durch unnötige Fehlpässe aus, welche die Gäste zu nutzen wussten und innerhalb von zwölf Minuten (77., 84., 86., 89.) vier Tore zum 7:1-Endstand erzielten. „Wir müssen uns mehr zutrauen und selbstbewusster sein, dann erst sind wir konkurrenzfähig“, so Schlüter.

Auch Stefan Mohr formulierte seine weitere Zielsetzung für die Vorbereitung: „Der Schwerpunkt wird – neben der Kondition – auf der Verbesserung der Handlungsschnelligkeit liegen. Das war ein Schwachpunkt in der Hinrunde. Außerdem wollen wir weiter an unserem neuen System arbeiten. Der Sieg gegen Niegripp war gut für die Moral. Die Spiele am Sonnabend gegen TuS Magdeburg und Barleben werden aber natürlich ganz andere Gradmesser.“ Spielbeginn in Barleben ist um 13 Uhr.

Statistik

SG Germania Wulferstedt: Yves Reiser, Hannes Willy Grzenda, Eric Mann, Marcus Behrens (46. Christian Reimann), Philipp Charwat (46. Michael Ilsmann), Michell Rzehaczek, Rene Jahn (46. Julian-Michel Reschke), Robert Dreyer, Christian Schütze, Martin Ilsmann, Steve Elle

SG Blau-Weiß Niegripp: Steffen Rateike, Steven Zeuch, Marco Westhause, Florian Müller, Niklas Endert, Arturs Beinarovics (46. Michel Armbruster), Marcus Schlüter, Justin Schaffrath, Danny Lindenblatt (46. Andreas Hartung), Paul Sandmann, Leon Raede (46. Christoph Ackmann)

Schiedsrichter: Thomas Wissel (Magdeburg)

Tore: 1:0 Robert Dreyer (5.), 2:0 Christian Schütze (21.), 3:0 Martin Ilsmann (27.), 3:1 Justin Schaffrath (38.), 4:1 Christian Reimann (77.), 5:1 Michael Ilsmann (84.), 6:1 Martin Ilsmann (86.), 7:1 Martin Ilsmann (89.)