Hötensleben l Neben dem Gipfeltreffen beim SV Hötensleben und dem Verfolgerduell in Gröningen, empfängt der Bebertaler SV den SV Blau-Weiß Empor Wanzleben zum Kellerduell der Liga.

Es ist das Duell, auf das die Liga schon lange gewartet hat. Im Glück-Auf-Stadion empfängt der SV Hötensleben den TSV Grün-Weiß Bregenstedt zum großen Bördeoberliga-Gipfel. Die Gäste stehen aktuell mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze und können mit einem Remis schon vorzeitig die Herbstmeisterschaft feiern. Das möchte der gastgebende SVH erwartungsgemäß verhindern. „Wir werden hochmotiviert sein, wollen vor heimischer Kulisse gewinnen und die erste Mannschaft sein, bei der Bregenstedt Punkte lässt“, schickt Trainer Peter Strauß eine Kampfansage an den Spitzenreiter. Dennoch sprechen die Vorzeichen seiner Einschätzung nach für den Ligaprimus.

„Durch den Spielausfall am vergangenen Spieltag fehlt uns neben einer möglichen besseren Ausgangsposition auch der Spielrhythmus. Zudem haben wir weiter personelle Sorgen“, sieht Strauß seine Elf in der Rolle des Underdogs. Nicht weniger klein sind die Erwartungen auch beim Spitzenreiter, der unter der Woche sogar einen Teamabend organisierte, um sich gemeinsam auf das Duell gegen den Tabellenzweiten einzustellen. „Wenn uns ein Sieg gelingen würde, wäre das schon der Hammer. Wir wollen mit unseren Tugenden wieder erfolgreich sein“, schwört TSV-Trainer Volkmann seine Elf besonders mental auf die Begegnung mit dem Tabellenzweiten ein.

Neben rassigen Zweikämpfen dürfte aber auch gutklassiger Fußball erwartet werden. Beide Mannschaften dominieren seit Saisonbeginn das Geschehen in der Liga nach Belieben, weisen die besten Statistiken auf und dürften daher selbstbewusst vor einer großen Zuschauerkulisse, aus beiden Lagern haben sich viele Leute angekündigt, auftreten. Macht der SVH die Meisterschaft wieder spannend oder sich kann der TSV Bregenstedt von seinem direkten Konkurrenten vor der Winterpause absetzen? Die Frage wird sich klären, wenn Schiedsrichter Helmut Harpke die Begegnung heute zu 14 Uhr anpfeift.

Verfolgerduell in Gröningen

Neben dem Gipfeltreffen verspricht auch das Verfolgerduell beim SV Eintracht Gröningen ordentlich Würze. Kann der aktuelle Tabellenvierte auf heimischen Geläuf zum Tabellendritten Blau-Weiß Neuenhofe aufschließen? „Wir wollen natürlich oben in der Spitzengruppe bleiben und die drei Punkte bei uns behalten“, gibt sich Eintracht-Trainer Tobias Friebertshäuser angriffslustig mit Blick auf die Konstellation im Ligaklassement. Und das nicht ohne Grund.

Gröningen ist seit sechs Spielen ohne Niederlage, hat davon nur zweimal Remis gespielt und könnte eine gute Hinrunde mit zwei Nachholspielen in der Hinterhand erfolgreich abschließen. Nicht minder selbstbewusst dürften auch die Gäste nach Gröningen reisen, die fünf Spiele in Serie gewannen. Doch Neuenhofe-Trainer Kevin Pooth ist alles andere als glücklich, zu groß sind die personellen Sorgen. „Aktuell sind in unserer Mannschaft acht Spieler verletzt, krank oder müssen arbeiten“, erklärt der Blau-Weiß Trainer. Hoffnung dürften ihm aber die beiden Begegnungen aus der Vorsaison geben, die seine Elf jeweils für sich entschied.

Hadmersleben empfängt Gutenswegen

Ein wirklicher Favorit ist auch im Heimspiel des TSV Hadmersleben gegen den SV Gutenswegen/Klein Ammensleben nicht auszumachen. Beide Mannschaften trennt in der Tabelle nur die bessere Tordifferenz der Gäste bei 19 erzielten Punkte im Saisonverlauf. „Hadmersleben ist eine eingespielte Truppe, das wird nicht einfach für uns“, schätzt Ingmar Tschirschnitz, sportlicher Leiter der Gauseberger mit Blick auf die personelle Lage ein. Mit Castro dos Santos, Marius Köppe und Martin Buhtz fehlen gleich drei wichtige Säulen beim Tabellensechsten.

„Wir werden alles in die Waagschale werfen und wären mit einem Punkt zufrieden“, so der Sportchef, der nach turbulenten Wochen auf einen positiven Abschluss der Hinrunde hofft, um im neuen Jahr mit frischen Kräften angreifen zu können. Dazu hat der Verein mit Fabian Lenkeit auch einen neuen Trainer gewonnen. „Maximilian Schwaiger konnte es zeitlich nicht mehr abdecken, sodass wir handeln mussten“, erklärt der Sportchef die Beweggründe. In der vergangenen Saison gewannen die Gauseberger beide Vergleiche jeweils mit 3:2. Ob sich ein ähnliches Resultat heute ergibt bleibt offen, zumal die Hausherren mit fünf Siegen aus sechs Heimspielen sehr heimstark sind.

Kellerduell beim Bebertaler SV

Zum Kellerduell bittet der Bebertaler SV den punktlosen Tabellenletzten Blau-Weiß Empor Wanzleben. Beide Mannschaften hinken den eigenen Erwartungen bislang weit hinterher und stehen dort, wo sie am Saisonende nicht stehen möchten. „Wir wussten, dass die Saison schwer werden würde, aber mit der aktuellen Punktausbeute habe ich nicht gerechnet“, zeigt sich Wanzleben-Trainer Michael Feldheim sichtlich enttäuscht. „Wir glauben an den Erfolg und waren in den letzten Spielen auch knapp dran. Wir müssen uns jetzt mal belohnen“, hofft der Trainer auf einen versöhnlichen Abschluss einer erfolglosen Hinserie. Aufgrund der Vorzeichen, der BSV könnte mit einem Sieg und einer zeitgleichen Niederlage des FSV Barleben II den Abstiegsplatz verlassen, dürfte viel Würze in der Partie stecken. Denn nur eine Mannschaft kann sich wirklich aus der misslichen Lage befreien.

Die Ansetzungen des letzten Spieltags der Hinrunde im Überblick. Alle Spiele werden zeitgleich um 14 Uhr angepfiffen.

Ansetzungen

SV Hötensleben - GW Bregenstedt Sa 14:00

Bebertaler SV - BW E. Wanzleben Sa 14:00

Eilslebener SV - Gr. Santersleben Sa 14:00

GW Dahlenwarsl. - G. Kroppenstedt Sa 14:00

TSV Hadmersleben - Gutensw./Kl. Amm. Sa 14:00

E. Gröningen - BW Neuenhofe Sa 14:00

FSV Barleben II - GW Süplingen Sa 14:00