Gröningen (dbo) l Gröningen und Dahlenwarsleben hatten ihre Spiele der Vorwoche gewonnen und bleiben dem Spitzenreiter Niederndodeleben, der nach dem bedauerlichen Spielabbruch am Sonnabend ein Spiel weniger hat, dicht auf den Fersen. Mit ausgehängten Sonderplakaten warb die Eintracht für die Begegnung. Es hat sich gelohnt: 133 zahlende Zuschauer sahen den 3:2-Sieg im Topspiel.

Trainer Friebertshäuser hatte den kompletten Kader zur Verfügung und es ging auch gleich recht munter los. Grün-Weiß Torwart Hasselbacher wurde schon nach vier Minuten erstmals geprüft und parierte einen Schuss von Daniel Stock, der von Klein klug eingesetzt wurde. Im Gegenzug vergab Dahlenwarsleben eine hundertprozentige Möglichkeit. Lehfeld traf unbedrängt aus 16 Metern Entfernung das verwaiste Gröninger Tor nicht. Das Spiel verlagerte sich immer mehr in die Dahlenwarsleber Hälfte. Lüers und Söder hatten mit ihren Kopfbällen kein Glück. Einen 25-Meter-Freistoß von Eisemann holte der Torwart im Nachfassen gerade noch von der Linie (19.). Dann ein Spielzug wie aus dem Lehrbuch: Daniel Stock kam in Höhe der Mittellinie in Ballbesitz, umkurvte viele Gegenspieler und gab auf den freistehend lauernden Söder ab. Sein straffer Direktschuss landete zum 1:0 im Tor. Solche Treffer sieht man nicht alle Tage, auch nicht im Fernsehen.

Eine harmlose Situation

Das hätte Sicherheit für die Eintracht geben können. Doch eine ziemlich harmlose Situation mit aufspringendem Ball brachte Abstimmungsprobleme zwischen Abwehr und Torwart. Bode nutzte die Chance zum Ausgleich. Dahlenwarsleben kam sogar noch vor der Pause zum Führungstreffer. Ein abgefälschter Freistoß schlug im Tor ein. In wenigen Minuten hatte sich das Spiel gedreht und die Gäste gingen mit einer schmeichelhaften Führung in die Halbzeitpause.

Danach machte Gröningen sofort Druck. Nach der vierten Lüers-Ecke hintereinander kam es zum Ausgleich. Söder stand richtig und erzielte mit technisch gekonntem Drehschuss das 2:2. Danach kehrte etwas Ruhe ein, bis es Freistoß für Gröningen gab. Aus gut 20 Metern Torentfernung lief Eisemann an. Sein scharfer Schuss in die rechte Ecke war einfach unhaltbar. Für den verletzt ausgeschiedenen Klein kam Lukas Anhalt und hatte auch seine Möglichkeit. Sein lascher Schuss konnte noch auf der Linie geklärt werden (87.). Dahlenwarsleben antwortete mit einem Schuss an das Aussennetz (89.). Die vier Minuten Nachspielzeit boten Spannung. Besig im Tor musste noch einen Freistoß halten und der auf das Tor zulaufende Daniel Stock wurde in letzter Sekunde gefoult. Die erhitzten Gemüter auf beiden Seiten beruhigten sich aber schnell wieder.

Torfolge: 1:0 Deniz Söder (21.), 1:1 Mattie Bode (27.), 1:2 Bastian Lehfeld (33.), 2:2 Deniz Söder (51.), 3:2 Sebastian Eisemann (67.)