Haldensleben l Die Wetterlage ließ in der vergangenen Woche nur zwei Spiele zu, an diesem Samstag spricht die Vorhersage aber dafür, dass man auf mehr hoffen darf. Anpfiff aller Partien ist am Sonnabend um 14 Uhr.

Bebertaler SV - SG Bülstringen. Trotz der noch immer kalten Temperaturen lässt die Konstellation dieser Partie darauf hoffen, dass es heiß her geht. Sowohl Bebertal als auch Bülstringen befinden sich nämlich mitten im Abstiegskampf, wobei es um den BSV noch deutlich besser bestellt ist. Die Gastgeber liegen im Moment mit 14 Punkten unmittelbar vor der Abstiegszone und haben noch einen Puffer von vier Zählern auf Groß Santersleben. Bülstringen hingegen hält seit Wochen die Rote Laterne der Bördeoberliga und benötigt acht Punkte, um an das rettende Ufer zu gelangen. Im direkten Duell gegen Bebertal kann die SG nun aber einen wichtigen Schritt gehen, um den Klassenerhalt doch noch möglich zu machen.

Mehr als nur ein Derby

Andererseits würde ein Heimdreier dem Team von Sebastian Feist weiter Luft auf das Schlusslicht verschaffen. Dafür fordert Feist vor allem Kampfgeist und Siegeswillen von seiner Elf: „Im Derby gegen Bülstringen rückt die spielerische Klasse ein wenig in den Hintergrund. Nur, wer dort bis zum Umfallen kämpft, wird am Ende auch mit den Punkten belohnt werden.“ Das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften in dieser Saison ist dem BSV-Trainer auch noch im Kopf erhalten geblieben: „Das 6:5 war wahrscheinlich das Spiel mit der höchsten Torfrequenz der Hinrunde, aber diese Niederlage wollen wir so natürlich nicht auf uns sitzen lassen. Mit der Revanche könnten wir gleichzeitig noch mehr Punkte zwischen uns und Bülstringen legen.“

SV 1889 Altenweddingen - Flechtinger SV.

Als dieses Aufeinandertreffen zu Beginn der Saison bevorstand, sprach man von "oben gegen unten", doch im Lauf der Hinrunde legte der Flechtinger SV eine Siegesserie hin, welche die Mannschaft bis in das obere Drittel der Tabelle führte. Aktuell liegen die Gäste auf dem fünften Rang im Tableau, punktgleich mit dem SV Hohendodeleben. Im umkämpften Hinspiel, das Ende August in Flechtingen ausgetragen wurde, setzte sich der SVA knapp mit 2:1 durch und drehte damals einen frühen Rückstand.

 „Es war nicht so, dass wir Flechtingen in Grund und Boden gespielt haben, es war eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe. Sie hatten immer die Chance auf ein Tor“, erinnert sich Coach Mirko Stieler. Die aktuelle Heimbilanz kann Altenweddingen zusätzlich optimistisch für das Rückspiel stimmen, denn in allen acht Begegnungen vor den eigenen Fans verließ der Tabellenführer bisher als Sieger den Platz. Dieses Mal hat der Trainer aber arbeits- und urlaubsbedingt einige Ausfälle zu verkraften. Aufgrund des vorhandenen Kunstrasenplatzes stehen die Chancen für einen Anpfiff in Altenweddingen am Sonnabend auch sehr gut.

SV Groß Santersleben - TSV Hadmersleben.

In der Partie zwischen dem SV Groß Santersleben und dem TSV Hadmersleben treffen zwei Teams aufeinander, die im letzten Jahr noch in der Landesklasse aktiv waren. Während sich der TSV zu Beginn der Saison sehr schwer tat, in den Alltag der Bördeoberliga zurückzufinden, haben nun die Gastgeber große Mühe, die Liga zu halten. Mittlerweile hat sich Hadmersleben sukzessive auf den siebten Tabellenplatz vorgearbeitet und steht mit 25 Punkten sicher im Mittelfeld des Tableaus. Im Hinspiel durfte sich Groß Santersleben noch über einen 4:1-Auswärtserfolg freuen, ein Ergebnis, welches das Team von Heiko Hoffmann in der aktuellen Situation sicher sehr gut gebrauchen könnte.

Hadmerslebener vollzählig

TSV-Co-Trainer Roland Manegold sieht sein Team nun jedoch besser auf den Gegner vorbereitet: „Im Hinspiel war Groß Santersleben eine Klasse besser als wir, das muss man so offen zugeben. Damals haben wir ihren Spielmacher nicht in den Griff bekommen. Doch dieses Mal wissen wir ja, was uns erwartet. Es kommt uns eigentlich auch entgegen, wenn der Gegner das Spiel macht.“ Das Trainerteam der Hadmerslebener kann am Sonnabend wohl fast auf den gesamten Kader zurückgreifen, der sich in der Winterpause ja noch einmal vergrößert hat.

SC Germania 1993 Kroppenstedt - FSV Barleben II.

Der Aufsteiger aus Kroppenstedt kann seine Tabellenposition (derzeit Platz 3) am Samstag gegen die Reserve des FSV Barleben festigen. Wie schon das Hinspiel gezeigt hat, das der SC knapp mit 3:2 für sich entscheiden konnte, wird diese Aufgabe jedoch kein Kinderspiel. Nachdem die Gäste in der ersten Hälfte der Saison einen großen Umbruch vorgenommen und viele junge Spieler in das Team integriert hatten, waren sie teilweise bis in den Keller abgerutscht. Nun ist Barleben II aber wieder im Feld der Verfolger zurück und könnte den Rückstand auf Kroppenstedt mit einem Sieg auf zwei Zähler verkürzen.

Dafür muss das Team von Christopher Schult aber die Kroppenstedter Offensive in den Griff bekommen, denn in den bisherigen sieben Heimspielen trafen die Angreifer der Germania bereits 25 Mal. Schult zieht aus dem Hinspiel einige Schlüsse: „Wir wissen dieses Mal, dass Kroppenstedt über den Teamgeist zum Erfolg kommt und, wenn nötig, auch robust zur Sache gehen kann. Um dort zu punkten, müssen wir unsere Chancen besser nutzen als damals.“ In Barleben hat in den letzten Tagen die Grippewelle einige Spieler am Training gehindert, so dass Schult wahrscheinlich nicht auf den gesamten Kader zugreifen kann.

Die weiteren Ansetzungen des 17. Spieltags:

Grün-Weiß Dahlenwarsleben - BW Neuenhofe

SV Hohendodeleben - Harbker SV Turbine

TSV Niederndodeleben - Grün-Weiß Süplingen

Gutensw./Klein Ammensleben - Eilslebener SV