Gröningen l Es ist schon acht Jahre her, dass sich Eintracht Gröningen und der SV Hötensleben in einem Punktspiel gegenüberstanden. Hötensleben spielte in der Vergangenheit immer höherklassiger als die Gröninger Eintracht. Nach so einer langen Zeit kam es natürlich zu einer mit Spannung erwarteten Begegnung, die schließlich mit einem 3:3-Remis endete.

Die Eintracht-Spieler bereiteten sich mit einer zusätzlichen Trainingseinheit, auch zum Feiertag am 3. Oktober, auf dieses Spiel vor. Es begann alles recht verhalten, was sich aber gerade zum Ende des Spiels völlig änderte. Doch der Reihe nach: Die Gäste setzten die ersten Akzente. Zacher traf aus vollem Lauf nur das Außennetz (11. Minute). Danach vergaben Thielecke und Meßner nach Vorlage von Kittel einige Chancen. Die Eintracht antwortete mit einem herrlichen Spielzug. Der wieselflinke Daniel Stock setzte sich, wie in so vielen Spielen vorher auch, gegen seinen Verteidiger durch, flankte nach innen und Lüers kam in Ballbesitz. Er spielte den Torwart noch aus und schoss flach zur Führung ein. Beide Teams schenkten sich im weiteren Spielverlauf nichts. Es blieb aber eine insgesamt sehr faire Begegnung. Lemgau klärte im letzten Moment einen Schuss im Strafraum und verhinderte somit den Ausgleich. Dann war Gröningen trotz vermehrtem Hötenslebener Ballbesitz wieder da, hatte seine Möglichkeiten und nutzte sie. Zunächst blieben Sauer und Lüers erfolglos, doch dann zeigte Daniel Stock wieder einmal seine Klasse. Von Klein auf Linksaußenposition angespielt, hob er den Ball in die lange Ecke zum 2:0. Nachdem Söder den Ball am Torwart nicht vorbeibringen konnte, wurden die Seiten gewechselt.

Gröningen ist motiviert

Hötensleben wollte sich mit diesem Spielstand natürlich nicht abfinden und kam motiviert nach der Halbzeitpause auf den gut gepflegten Rasen zurück. Diese zweite Hälfte hatte es in sich. Zunächst ging der Gastgeber nach Lüers-Eckball durch einen sehenswerten Kopfball von Althaus mit 3:0 in Führung. Es waren noch 28 Minuten zu spielen. Das sollte doch gelaufen sein. Aber der Jubel auf den Rängen war noch nicht ganz abgeklungen, als die Gäste zurückkamen. Riedl war nach Eckball zur Stelle und verkürzte auf 3:1.

Es wurde wieder spannend. Nach einem Riesengewühl im Hötensleber Strafraum blieb der Gröninger Torerfolg aus. Es kam zu einer sehr aufregenden Schlussphase, in der sich die Ereignisse überschlugen. Wieder eine Ecke sorgte für ein weiteres Tor für Hötensleben durch Kittel. Und es kam für die Eintracht noch schlimmer. Kurz vor Schluss der regulären Spielzeit gab es Foulelfmeter für den Gast. Zacher ließ Gröningens Torwart Rütze keine Chance. Ein insgesamt gerechtes Ergebnis, doch wenn man 3:0 führt und dann doch nicht gewinnt, hält sich die Begeisterung über einen Punktgewinn in Grenzen. Erfreulich waren einige freundschaftliche Gespräche zwischen Vertetern beider Teams. Die Eintracht tritt erst am 26. Oktober zum nächsten Punktspiel gegen Wanzleben an.

Torfolge: 1:0 Christian Lüers (20.), 2:0 Daniel Stock (43.), 3:0 Sascha Althaus (62.), 3:1 Kevin Riedl (66.), 3:2 Fabian Kittel (78.), 3:3 Steffen Zacher (86. FE);