Wulferstedt l Der 4:0-Sieg beim Ortsnachbarn in Schlanstedt war ein weiterer positiver Schritt für Germania Wulferstedt unter dem ehrgeizigen Trainer Stefan Mohr. Gute Laune auf dem Platz, ein witzelnd schwärmender gelb-rot-gesperrter Kapitän Martin Ilsmann am Seitenrand: Stimmung und Zusammenhalt im Team waren selten so gut wie jetzt. Die Mannschaft hat noch einiges vor und in der jetzigen Verfassung ist sie schwer zu schlagen. Der erreichte Platz fünf soll verteidigt werden, womöglich ist auch noch Rang vier drin, sollte der schwächelnde OSC keine Lust mehr auf ihn haben. Schlanstedt wurde nie so heimschwach erlebt. Doch gegen die auch ohne Ilsmann, Dilge, Rzehaczek, Hoppe und Dannenberg als Einheit auftretenden Wulferstedter hatten die Gastgeber es auch schwer.

Das Spiel wurde von den Germanen nach Belieben bestimmt. Schon nach sieben Minuten hätte es klingeln können: Herzberg war den überforderten Verteidigern entwischt, lief halb rechts allein auf Keeper Engelmann zu, schloss aber nicht selbst ab. Sein Abspiel hinüber zu Reimann verfing sich in den Beinen des mitgelaufenen Gegenspielers. Die nur auf Konter bedachten Hausherren gefielen sich in dieser Rolle gar nicht, zumal sie es sich leisteten, Angreifer Florian Trabandt draußen zu lassen. Dagegen wurden Wulferstedts Chancen immer gefährlicher, endeten aber noch bei Martin Engelmann als bestem Schlanstedter. In der 23. Minute war es geschehen: Herzberg ging eins gegen eins, überlief den Gegenspieler und ließ auch Engelmann keine Chance. Nach einem Eckball wurde ein wuchtig präziser Kopfball von Marcus Behrens noch zur Ecke abgefälscht (27.). Nach einer wunderbaren Kombination stand es 2:0. Herzberg machte sich mit dem durchgesteckten Ball auf und davon, tanzte Engelmann aus und netzte aus spitzer Position noch ein (31.). Fast das 3:0, doch Engelmann lenkte den platzierten Reimann-Kopfball mit einer Glanztat an den Pfosten (34.). Wenn es zur Pause schon 4:0 steht, hätten sich die chancenlosen Hausherren nicht zu beklagen brauchen.

Wille zur Gegenwehr

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erwies sich Schlanstedts Wille zur Gegenwehr, jetzt mit Trabandt im Team, nur als kurzes Strohfeuer. Ein grober Fehler beim Herausspielen aus der eigenen Hälfte wurde jäh bestraft. Sebastian Stadler eroberte den Ball, ging allein auf das Tor zu und sorgte mit dem 3:0 für klare Verhältnisse (50.). Eine weitere Balleroberung in der Schlanstedter Hälfte nutzte Daniel Brunke für ein feines Zuspiel auf Reimann, der den Ball platziert ins lange Eck schob (66.). Mit der einzigen Torchance im ganzen Spiel verfehlte Florian Trabandt in der 69. Minute knapp das Ziel. Ab der 70. Minute passierte nichts Nennenswertes mehr. Schiedsrichter Steffen Neumann hatte unter den klaren Kräfteverhältnissen zweier fairer Teams keinerlei Probleme.

Statistik

SG Germania Wulferstedt: Mantke – Behrens, Charwat, Grzenda, Jahn, Reschke, Brunke, Dreyer (83. Kunze), Stadler, Reimann, Herzberg (74. Schrader)

Tore: 0:1, 0:2 Herzberg (23., 31.), 0:3 Stadler (50.), 0:4 Reimann (66.)

Schiedsrichter: Steffen Neumann, Ralf Wondratschek, Manuel Stein

Zuschauer: 165