Neuenhofe l Nachdem Blau-Weiß Neuenhofe seine letzten beiden Kreispokal-Halbfinalspiele – 2016/17 gegen Oebisfelde und 2017/18 gegen Ummendorf –verloren hatte, schaffte es die Elf von Kevin Pooth am Sonntagnachmittag endlich, ins Finale des Bördecups einzuziehen. Mit einem 5:1-Erfolg gegen die eine Liga höher angesiedelte SG Germania Wulferstedt gelang dies sogar eindrucksvoll.

Wulferstedt geht früh in Führung

Bei 35 Grad und Prallsonne in Neuenhofe konnten sich 258 zahlende Zuschauer am Sonntagnachmittag nichts schöneres vorstellen, als nach langer Corona-bedingter Pause endlich wieder ein Pflichtspiel zu verfolgen. Sie sahen in der Anfangsphase drückende Wulferstedter, die nach zehn Minuten auch durch Kapitän Martin Ilsmann in Führung gingen.

„Wir waren dolle nervös“, bemerkte Kevin Pooth, wie die große Bedeutung des Spiels seine Mannschaft, die aufgrund guter Testspielergebnisse eigentlich vor Selbstbewusstsein hätte strotzen können, hemmte. Nach dem Gegentreffer änderte sich dies. „Die Jungs haben sich reingebissen, reingekämpft, machen verdient den Ausgleich und waren dann am Drücker. Das Wulferstedter Mittelfeld hatten wir dann gut im Griff“, freute sich der Coach. Marius Matusek sorgte in der 34. Minute für den 1:1-Pausenstand. Patrick Stallmann ließ weitere gute Torgelegenheiten noch liegen.

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Müller-Hattrick vom Punkt

In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit war zu sehen, dass sich die Gäste etwas vorgenommen hatten – immerhin misst man in Wulferstedt dem Pokal traditionell eine hohe Bedeutung bei. Wirklich gefährlich wurden sie aber nicht. Ein verwandelter Foul-Strafstoß von Philipp Müller in der 55. Minute brachte die Neuenhofer schließlich auf die Siegerstraße. Im Laufe der Partie „müllerte“ es noch zwei weitere Male vom Punkt (3:1, 66. Minute; 5:1, 79.) – ein Elfmeter-Hattrick, das gelingt auch nicht alle Tage.

Während die junge Gastgeber-Elf trotz der hohen Temperaturen ordentlich Tempo machte, kamen die Wulferstedter eben immer wieder mindestens einen Schritt zu spät und nach vorn fehlten auch schlicht die Ideen, um noch Gefährliches zustande zu bringen. Spätestens nach dem 4:1 durch den flinken Lucas Geiter wusste dazu auch Gäste-Coach Patrick Horn nichts mehr dazu zu sagen. Nur einmal kam seine Elf noch vor das Neuenhofer Tor, aber ohne zählbaren Erfolg. Horn: „Der Neuenhofer Sieg ist auch in der Höhe vollkommen verdient. Das war ein rabenschwarzer Tag von uns, wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir wollten. Was soll ich weiter dazu sagen.“

Sein Neuenhofer Pendant fasste die zweite Halbzeit wie folgt zusammen: „Wir machen zum richtigen Zeitpunkt das erste Tor und schießen danach auch schnell die anderen, so dass das Ding schnell durch war. Zugelassen haben wir auch nichts mehr – bis auf das eine Ding nach dem 5:1, aber das kann ich bei dem Spielstand verzeihen.“

Neuenhofes Finalgegner wird am 15. August um 15 Uhr zwischen Grün-Weiß Bregenstedt und dem Oscherslebener SC ermittelt. Das Endspiel steigt eine Woche später, am Samstag, 22. August, um 15 Uhr auf der Anlage des TSV Völpke.

Statistik

Blau-Weiß Neuenhofe: Rademacher - Schmidt, Flentge (46. Grabe), Stallmann (79. Neumann), Geiter, Müller, Helmecke, Borrock, Hönig (71. Kaukereit), Matusek, Schendel (79. Katzorke)

SG Germania Wulferstedt: Mantke - Ilsmann, Grzenda, Kunze, Dreyer, Reimann (85. Punken), Brunke, Herzberg, Schütze (63. Reschke), Charwat, Zabel

Torfolge: 0:1 Martin Ilsmann (10.), 1:1 Marius Matusek (34.), 2:1 Philipp Müller, 3:1 (55. FE, 66. FE), 4:1 Lucas Geiter (72.), 5:1 Philipp Müller (79. FE)

Schiedsrichter: Mike Weiß - Maik Kaiser, Ralf Krause