Der anstehende, ordentliche Verbandstag des Kreisfachverbandes Fußball wirft seine Schatten voraus. Bei der SG Empor Klein Wanzleben hat man sich Gedanken über die Zukunft des kreislichen Fußballs gemacht und dazu folgenden offenen Brief an die Bördesportredaktion der Volksstimme gesandt.

Am 31. August 2018 wird in Eilsleben der ordentliche Verbandstag des KFV mit Neuwahl des Vorstandes durchgeführt. Im Vorfeld hat sich unser Verein damit beschäftigt und folgenden Antrag gestellt:

1. Beibehaltung der Anzahl der Mannschaften in der Bördeoberliga (16)

2. Bildung von 2 Staffeln der Bördeliga mit 16 (14) Mannschaften nach dem Territorialprinzip

3. Auflösung der 2. Kreisklasse und Bildung von vier Staffeln der Kreisklasse

Folgendes hat uns dazu veranlasst. Bekanntlich dauert das Spieljahr vom 1. Juli jeden Jahres bis 30. Juni des folgenden. Diese Zeit – was leider im letzten Spieljahr nicht der Fall war und zu viel Unwillen auf Grund der hohen Belastung bei vielen Vereinen geführt hat – sollte optimal und flexibel unter Beachtung der Feiertage und der Weihnachts- und Sommerferien für den Punktspielbetrieb in allen Klassen genutzt werden. Für den zweitrangigen Pokalwettbewerb sollten nicht Spieltage zur besten Saisonzeit genutzt werden, sondern vor allem die weiteren Feiertage (3., 31.10., 1.5., Himmelfahrt) und der punktspielarme Zeitraum im Winter, da sich die Mannschaften von Runde zu Runde um die Hälfte verringern und dieser Wettbewerb von vielen Vereinen auch nicht geschätzt wird, so dass flexibel auch auf Witterungsbedingungen reagiert werden kann.

Die dann noch beteiligten Vereine können in gegenseitiger Absprache auch in der Woche spielen. Eine Belastung unserer (Volks-) Mannschaften durch drei und mehr Spiele pro Woche (Nachholebegegnungen auch im Landesmaßstab) sollte vermieden werden, denn das mutet man den hochbezahlten Profis auch nicht zu, wobei in unserem Bereich noch andere Faktoren (Familie, Urlaub, Arbeit) eine bedeutende Rolle spielen.

Rückkehr zu 16er Staffeln

Für die Rückkehr zur 16er-Staffel spricht ein kontinuierlicher Spielbetrieb mit 30 Punktspielen (bei 52 Wochen im Jahr und Feiertagen) und für viele nur wenige Pokalspiele.

Die Bördeliga sollte zur alten Struktur mit zwei Staffeln zurückkehren, um vor allem Fahrtkosten für die Vereine, die schon hoch genug finanziell belastet werden, zu sparen und Reisewege zu verkürzen. Mehrere Fahrstrecken von über 100 Kilometern sind nicht die Ausnahme, wobei der Zeitfaktor und die Verfügbarkeit der Spieler (Arbeitszeit) eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

Da ein weiterer Rückgang der Mannschaften zu erwarten ist, sollte eine Kreisklasse gebildet werden. In beiden Kreisklassen haben insgesamt 64 Mannschaften im Spieljahr 2017/18 am Spielbetrieb teilgenommen und im neuen Spieljahr hat die Zahl sich bekanntlich noch verringert.

Unsere Gedanken erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollten alle Verantwortlichen und Anhänger unserer Sportart zur Diskussion anregen.

Strafen vermindern

Da ist vor allem auch der neu zu wählende Vorstand des KFV Börde gefordert, der Dienstleister der Vereine ist und sich über diese finanziert, aber immer höhere Abgaben und viele nicht nachvollziehbare Strafen ausspricht (dazu hatten sich einige Vereine öffentlich geäußert) und somit den Haushalt der Vereine belastet, wodurch vor allem der Nachwuchsbereich (siehe Rückgang der Mannschaften) leidet.

Gefordert ist der neue KFV auch dahingehend, dass er für unseren Kreis die besten Bedingungen schafft und sich nicht auf Festlegungen des Landesverbandes ( z. B. nur Bildung von 14er Staffeln) beziehen sollte. Sonst könnte der Landesverband gleich den ganzen Spielbetrieb in allen Kreisen mitsamt hauptamtlichem Mitarbeiterstab übernehmen.

Da aber die Auf- und Abstiegsregelung für das Spieljahr 2018/19 bereits besiegelt wurde, könnte eine Neuregelung erst ab darauffolgendem Spieljahr erfolgen. Vielleicht geben alle Vereine bei hinreichender Prüfung unserer Antrages diesem eine Chance.