Neuwegersleben l Das Achtelfinale in Neuwegersleben begann mit einer Gedenkminute für die Opfer des schrecklichen Attentates in Halle/Saale.

Neuwegerslebens Trainer Andy Brennecke hatte sich gegen den wiederum höherklassigen Gegner einen defensiven Einstieg erdacht. Alle Spieler waren instruiert, das Spiel des Gegners zunächst aufmerksam zu lesen und dann das eigene Spiel anzupassen. Wie erwartet begann Erxleben engagiert und wollte sofort offensive Zeichen setzen. Besonders die agilen Reuter und Stadler drückten aufs erste Tor. Doch die Defensive der Gastgeber behielt den Überblick. Im Aufbau taten sich die Hausherren hingegen erstmal schwer. Ein Fernschuss von Justin Zedler ging knapp über das Tor (4.).

Heftige Zweikämpfe im Mittelfeld

Ein guter Konter der Erxleber wurde vom erneut sehr starken Norman Mühlbauer im Kasten des SVN unterbunden. Im Mittelfeld gab es einige heftige Zweikämpfe, die zum Teil Gelbe Karten nach sich zogen. Dennoch gab man sich anschließend meist die Hand. Schiedsrichter Heiko Borchers sowie seine Assistenten Mario Hoffmann und Rainer Leischner erledigten ihre Aufgaben ohne spielentscheidende Fehler. In der zwölften Minute agierte Torhüter Maliska sehr unsicher und ließ einen Ball nach vorn prallen. Patrick Buchholz konnte diese Chance nicht nutzen. Eine Minute später jedoch war es soweit: Einen direkten Freistoß aus zentraler Position platzierte Justin Zedler an der Mauer vorbei ins Torwarteck. Sein präziser Schuss klatschte vom Innenpfosten ins Tor.

Neuwegersleben kam jetzt etwas besser ins Spiel, hielt den Ball aber nicht besonders lange in den eigenen Reihen. Mitte der ersten Hälfte versuchten Erxlebens Stürmer mehr Druck aufzubauen, doch immer wieder spürten sie den Atem der einsatzstarken Daniel Bannasch, Lucas Goll und Jan Hohmann. Neuwegersleben ließ die Gäste gewähren und konzentrierte sich aufs Verteidigen, um gelegentlich „Nadelstiche“ zu setzen. Kevin Draß, Philip Hemschick und der wiederum läuferisch starke Philip Hoffmeister kurbelten solche Konter immer wieder an. In der 31. Minute ergab sich eine der wenigen Möglichkeiten aus dem Spiel heraus, doch der Schuss von Draß fand nicht den Weg ins Tor. Dagegen hatten die zahlreichen Zuschauer den Torjubel schon auf den Lippen als der wuchtige Kopfball von Buchholz nach einem klasse Eckball von Hoffmeister knapp neben das Tor flog (45.).

Missverständnisse und Fehlpässe

In der zweiten Halbzeit spielte Erxleben zunächst voll auf Angriff. Trainer Brennecke musste an einigen Stellschrauben drehen, um wieder Ruhe ins System zu bekommen. Der eingewechselte Johannes Kullmann spielte diesem Ansinnen in die Karten, weil er sofort auf Topniveau agierte. Zusammen mit Felix Horn und den teilweise aus der Abwehr vorrückenden Lucas Goll und Philip Neumann ergaben sich so ansatzweise Chancen. Insgesamt passierten allerdings einige Missverständnisse und Fehlpässe. In der 50. Minute strich eine satter Schuss von Stadler knapp übers Tor.

Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Meyer in der 65. Minute. Ein Freistoß von der linken Seite wurde von Teikner flach und scharf in den Strafraum getreten, doch Meyer traf den Ball schlecht. Die Entscheidung fiel in der 70. Minute. Erxleben hatte scheinbar sein Pulver verschossen. Einen Steilpass vom umsichtigen Abwehrchef Kai Eberding nahm Kullmann kurz an und leitete den Ball zu „Pepe“ Hemschick weiter. Dieser setzte sich zunächst gegen Maliska und dann auch noch gegen den letzten verbliebenen Verteidiger zum 2:0 durch. Nur eine Minute später rettete Mühlbauer gegen Lindner. In der Schlussphase kamen die Erxleber noch zu einigen wirklich großen Chancen, scheiterten jedoch in der 89., 91. und 92. Spielminute insgesamt drei Mal am großartig aufgelegten Keeper Norman Mühlbauer.