Seehausen l Doch immer wieder führte ihn sein Weg nach Seehausen, wo er auch seit Sommer 2020 wieder aktiv ist. Volksstimme-Autor Stefan Rühling hat mit ihm über seine fußballerische Laufbahn gesprochen.

Volksstimme: Herr Siegmund, wie geht es Ihnen?

Domenik Siegmund: Momentan geht es mir gut, vielen Dank der Nachfrage.

Wo haben Sie Ihre Kindheit verbracht?

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Meine Kindheit habe ich bei meinen Eltern in Drackenstedt verbracht.

Wo und wie leben Sie jetzt?

Aktuell wohne ich mit meiner Freundin gemeinsam in Eichenbarleben.

Waren Sie Einzelkind oder haben Sie Geschwister?

Ich habe noch eine jüngere Schwester, übrigens aktive Handballspielerin bei Post Magdeburg in der Sachsen-Anhalt Liga.

Wie und wann sind Sie zum Fußball gekommen?

Das war durch meinen Vater. Schon bevor ich gehen konnte, hat mich meine Mutter mit zum Fußballplatz genommen, auf dem mein Vater mit der SG Drackenstedt gespielt hat.

Welcher war Ihr erster Verein und wer der erste Trainer?

Mein erster Verein war der Eilslebener SV. Dort habe ich 2002/2003 angefangen Fußball zu spielen. Meine ersten Trainer waren Alfred Pester, Michael Gehre und Sebastian Plate.

Woran können Sie sich noch besonders erinnern, als Sie Ihre ersten fußballerischen Schritte gemacht haben?

An meine Trainingseinheiten mit meinem Onkel und meinem Cousin im Hausgarten. Es dauerte gar nicht lange, bis meine Schwester dort das Tor hüten musste.

Haben Sie auch andere Sportarten probiert oder betreiben diese immer noch?

Ja, ich habe ein paar Trainingseinheiten beim Handball und beim Tischtennis gemacht, allerdings hat sich dabei der Fußball ganz klar durchgesetzt.

Wie steht Ihre Mannschaft aktuell in der Landesklasse da?

Ich denke, für uns ist das momentan eine durchwachsene Saison 2020/2021. Wir hatten gute Spiele, unter anderem gegen Ilsenburg II oder gegen Halberstadt II. Allerdings gab es auch schlechtere Auftritte wie zuletzt gegen meinen ehemaligen Verein Haldensleben U23.

Bei unseren Möglichkeiten wäre auch eine höhere Platzierung möglich, allerdings müsste dafür die Trainingsbeteiligung sowie hin und wieder die Einstellung besser sein.

Sind Sie mit der Situation zufrieden?

Wie vorab erwähnt, können wir nicht ganz zufrieden sein. Die fußballerischen Fähigkeiten würden sicher eine bessere Platzierung möglich machen, allerdings müssten sich dafür die oben genannten Faktoren ändern.

Was zeichnet Ihre Mannschaft aus?

Uns zeichnet vor allem der Teamgeist aus. Wir haben immer Spaß miteinander, sei es beim Training oder beim Spiel, was uns vielleicht bei Spielen ein paar Prozentpunkte in der Konzentration kostet.

Fußballerisch zeichnet uns vor allem unsere Erfahrung aus. Alle Spieler in der Truppe haben schon mehrere Jahre in höheren Ligen gespielt.

Und Ihren Trainer?

Unseren Trainer zeichnet sein riesiger Erfahrungsschatz im Fußball aus. Er hat schon alles erlebt und kann uns so in jeder Situation helfen.

Auf welcher Position spielen Sie?

Meine Position wechselt momentan ständig zwischen Angriff und Mittelfeld.

Was ist Ihre Lieblingsposition?

Grundsätzlich spiele ich auf jeder Position gern. Das heißt, da wo der Trainer mich aufstellt, spiele ich auch.

Wo spielen Sie ungern?

Die Antwort ist eindeutig: auf den Außenpositionen, da fehlt mir die Geschwindigkeit.

Was halten Sie von der Sperrung der Sportstätten, die aktuell zum zweiten Mal in diesem Jahr greift?

Hier schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Natürlich will man als Fußballer auf den Platz und sich auspowern. Mir persönlich hilft der Fußball auch, um den Kopf nach einem Arbeitstag frei zu bekommen.

Auf der anderen Seite – und das ist momentan wichtiger – muss die Gesundheit der Menschen in unserer Umgebung geschützt werden. Wenn es dafür nötig ist, auf mein Hobby für eine begrenzte Zeit zu verzichten, dann mache ich das gern.

Wie denken Sie, wird diese Saison zu Ende gehen?

Ich denke, ab März/April werden wir wieder an Fußball denken können. Daher hoffe ich, dass wir zumindest die Hinrunde zu Ende spielen können.

Spielen Sie nur Fußball oder haben Sie noch eine Funktion im Verein?

Momentan spiele ich nur Fußball, aufgrund meines nebenberuflichen Studiums ist für eine weitere Funktion keine Zeit. Nach dem Studium und nach dem aktiven Sportleben ist eine Funktion in einem Verein aber auf jeden Fall denkbar.

Welche Hobbys haben Sie neben dem Fußball?

Gar keine. Ich habe nur Fußball als Hobby.

Was möchten Sie dennoch unbedingt einmal probieren?

Irgendwann möchte ich sicherlich mal Bungee bzw. Fallschirm springen.

Was machen Sie beruflich?

Ich arbeite beim Landkreis Börde als Assistent der Behördenleitung. Als Ausbildung habe ich den Abschluss als Verwaltungsfachangestellten.

Wie lassen sich Fußball, Arbeit und Privatleben vereinen?

Wenn man ein Leben lang Fußball spielt, ist alles schon geregelt. Den ganzen Tag arbeiten, drei Mal die Woche zum Fußball und der Rest der Woche wird der Freundin beziehungsweise natürlich unserer beider Familien gewidmet.