Oschersleben l Entscheidet sich das Rennen um die Meisterschaft schon vorzeitig? Die theoretische Grundlage ist dafür durchaus gegeben. Gewinnt der TSV Niederndodeleben im letzten Saison-Heimspiel und spielen die Verfolger Neuenhofe und Dahlenwarsleben nur Remis, dann könnte sich die Elf von Jörg Müller schon vor eigenem Publikum zum Meister krönen.

Mit möglichen Meisterszenarien möchte man sich beim Ligaprimus aber noch nicht beschäftigen. „Wir schauen nicht auf die anderen Plätze, wollen nur auf uns schauen“, sieht TSV-Akteur Sascha Neumann vorrangig eine gute Leistung seiner Mannschaft als Pflicht. Mit dem TSV Hadmersleben erwartet man eine anspruchsvolle Aufgabe im letzten Heimspiel, der nach einem schwachen Start in die Rückrunde zuletzt zehn Punkte aus fünf Spielen holte und sich auf den fünften Tabellenplatz vorgearbeitet hat. „Hadmersleben ist sehr offensivstark. Wir müssen die Torgefährlichkeit von Stefan König unterbinden“, weist Neumann auf die Qualitäten des Gegners hin.

Spannung im Meisterschaftskampf

Doch bekanntlich ist der Weg das Ziel. „Wir wollen den Sieg, um uns zum einem bei unseren treuen Fans zu Bedanken und für die letzten beiden Spiele eine gute Ausgangslage zu haben“, gibt der stellvertretende Abteilungsleiter des TSV die Marschroute aus. Dagegen möchten die Hadmersleber nochmal Spannung in den Meisterschaftskampf bringen. „Wir werden bemüht sein unsere Stärken einzusetzen, damit wir unseren Tabellenplatz festigen können“, blickt Hadmersleben-Teammanager Ronald Manegold voraus.

Nicht minder brisant wird die Aufgabe für den Tabellenzweiten Blau-Weiß Neuenhofe sein, der zum Derby in Süplingen gastiert. „Das ist für uns immer ein geiles Spiel“, freut sich Blau-Weiß Trainer Kevin Pooth schon auf das Duell mit dem Lokalrivalen und geht dabei von sehr motivierten Gastgebern aus. „Wir haben dort die Meisterschaft im vergangenen Jahr gefeiert, das wird noch in den Köpfen der Süplinger stecken“, warnt Pooth vor Revanchegelüsten des Tabellenvierten. Zwar wird dem Lokalrivalen viel Respekt gezollt, doch mit Blick auf die Erfolgsserie von fünf Siegen in Folge, kann der Neuenhofe-Coach auch optimistisch in das Derby gehen. „Wenn wir an unsere Leistung anknüpfen und das spielerische Element miteinbeziehen, dann haben wir gute Chancen zu gewinnen“, unterstreicht der Übungsleiter die gute Form seines Teams.

Selbstvertrauen aus zwei Siegen

Mit Selbstvertrauen aus zwei Siegen in Folge geht der SV Gutenswegen/Klein Ammensleben in das kommende Heimspiel gegen den Eilslebener SV. „Jetzt machen die Spiele so richtig Spaß, da der große Druck raus ist und wir nur noch um bessere Platzierungen spielen“, erklärt Gauseberg-Trainer Heiko Hoffmann seinen Blick auf die letzten drei Saisonspiele. Doch zunächst zählt für den erfahrenen Trainer vorrangig die Gegenwart gegen den Tabellenachten. „Wir spielen voll auf Sieg, wollen uns vor eigenem Publikum gut präsentieren und mit offenem Visier agieren“, gibt sich der Coach motiviert und zugleich angriffslustig gegen den zuletzt schwächelnden ESV. Dazu kann der Übungsleiter auch auf die Dienste von Kapitän Robin Plate und Kevin Degen bauen, die wieder zur Verfügung stehen. „Wir haben einen guten Kader zusammen“, zeigt sich Hoffmann auch mit der personellen Situation zufrieden. Das Hinspiel endete torlos.

Nach drei Siegen in Serie reist Abstiegskandidat Bebertaler SV mit sportlichem Rückenwind zum Tabellendritten Grün-Weiß Dahlenwarsleben. „Wir schauen, dass wir dem Spiel vielleicht eine andere Richtung geben können“, hofft BSV-Trainer Kevin Köhne auf eine Überraschung seiner Elf. Positiv stimmt den Trainer auch die differenzierte Ausgangslage im Gegensatz zu den vergangenen beiden Spielen, als es gegen die direkte Konkurrenz aus dem Tabellenkeller ging. „Der ganz große Druck ist erstmal raus, als Außenseiter sind wir auch nicht in der Pflicht gewinnen zu müssen“, schätzt der Bebertaler Coach die Kräfteverhältnisse beim Favoriten ein.

BSV mit neuen Stärken

Dieser sieht sich zwar in der Pflicht zu gewinnen, weiß aber auch um die neuen Vorzeichen. „Das wird alles andere als eine leichte Aufgabe, da die Mannschaft unter Kevin Köhne einen anderen Fußball spielt“, weiß Grün-Weiß Trainer Andreas Mucke um die neuen Stärken des BSV. Zudem hat Mucke mit einer angespannten Personalsituation zu kämpfen. „Es fallen einige Stammspieler aus“, verrät der Dahlenwarsleber Trainer. Damit die theoretischen Chancen auf die Meisterschaft gewahrt bleiben, appelliert Mucke an seine Elf: „Geht raus und gewinnt das Spiel.“

Alle Partien des 28. Spieltags werden zeitgleich um 15 Uhr angepfiffen. Die Ansetzungen im Überblick.

E. Gröningen - Flechtinger SV

GW Dahlenwarsl. - Bebertaler SV

G. Kroppenstedt - BW E. Wanzleben

Gutenswegen/Kl. Amm. - Eilslebener SV

TSV Niederndodel. - TSV Hadmersleben

Harbker SV - Gr. Santersleben

GW Süplingen - BW Neuenhofe