Altenweddingen/Irxleben l Der SV 1889 Altenweddingen unterlag dem SV Wolmirsleben 1:4. Die Gäste kamen gleich gut ins Spiel, da sich die Altenweddinger einige Unaufmerksamkeiten und Fehlpässe im Mittelfeld leisteten.

Der SV Wolmirsleben kam demzufolge zu einer ersten Torgelegenheit in der fünften Minute. Patrick Anhalt wurde nur mit vereinten Kräften der SVA-Hintermannschaft gestoppt. Nach einem Eckball fehlte die Zuordnung in der Altenweddinger Abwehr und Markus Frost markierte freistehend die 1:0-Führung des SVW (13.).

Spiel mit vielen kleinen Fouls

Nach dieser Gästeführung wurde das Spiel der Gastgeber nicht besser. Nach einem Foul an Patrick Anhalt trat Julien Karasch zu einem Freistoß an und verwandelte diesen direkt, unhaltbar für Keeper Sönke Deike – 0:2. Von den Gastgebern war in der Offensive nicht allzu viel zu sehen. Der SVW stand sicher in der Abwehr und fing die Angriffe schon frühzeitig vorm eigenen Strafraum ab. Viel Kampf und immer wieder kleinere Fouls im Mittelfeld, ließen in der Folge kein konstruktives Spiel beider Mannschaften zu.

Es dauerte bis zur 40. Minute bis der SVA das erste Mal gefährlich vor dem Gästetor auftauchte. Nach Zuspiel von Alexander Nord, kam Maurice Hoffmann zum Abschluss, scheiterte aber am Gästekeeper Marcel Paternoga. Mit dem zweiten guten Angriff vor der Pause fiel der 1:2-Anschlusstreffer. Nach einer punktgenauen Flanke von Luca Becker, von der linken Außenbahn, auf Philipp Peer Magel brachte dieser per Kopf den Ball im Tor der Gäste unter. Kurz danach schickte Schiedsrichter Kautz die Mannschaften zum Pausentee.

Petters lässt Chancen liegen

Die zweite Hälfte begann wiederum mit besseren Gästen. Nach einer Flanke von Ralf Köhler kam Julien Karasch zum Kopfball und setzte diesen knapp über die Querlatte. Der SV Altenweddingen hatte sich wohl in der Pause vorgenommen mehr zu tun, denn nach einem Eckball von Nick Zunker kam Hannes Petters im Strafraum zum Abschluss. Sein Schuss wurde noch von einem Abwehrbein geblockt. Auch in der 55. Minute kam der Mannschaftskapitän noch einmal, nach Ablage von Sebastian Pesel, zum Abschluss, verfehlte aber das Tor. Nur zwei Minuten später bekam Hannes Petters einen dritten Versuch, ein Tor zu erzielen. Bei einem Freistoß aus aussichtsreicher Position, setzte er den Ball recht weit über das Tor der Gäste.

Die Hausherren blieben weiter dran und wollten den Ausgleich erzielen. Pascal Schweigel versuchte es in der 65. Minute mit einem Distanzschuss, verfehlte aber das Tor knapp. Die Gäste spielten in dieser Phase auf Konter. In der 67. Spielminute, als der SVA weit aufgerückt war und ziemlich offen in der Abwehr stand, wurde Ralf Köhler im Stafraum gefoult und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Julien Karasch ließ Mario Hölz keine Chance und erhöhte für die Gäste auf 1:3.

Für die Hausherren schien dieser Gegentreffer das Spiel nach vorn erlahmen zu lassen, denn es spielten plötzlich nur noch die Gäste. In der 73. und 76. Minute hatte Keeper Hölz zwei Mal das Glück des Tüchtigen, als er gute Chancen von Jonny Rodriguez Gomez zu Nichte machte.

Karasch erzielt drei Treffer

In der Schlussphase erhöhte Julien Karasch auf 1:4 und erzielte damit seinen dritten Treffer in dieser Begegnung. Nach einem Ballverlust des SVA in der Vorwärtsbewegung hatte der Torschütze letztlich freie Bahn und keine Mühe, den Endstand herzustellen.

Für den SV 1889 Altenweddingen gibt es noch viel zu tun, um die Saison in der Landesklasse erfolgreich beenden zu können. Das hat diese Begegnung gegen den SV Wolmirsleben deutlich gezeigt.

SVA hat personelle Probleme

Weiterhin fehlen Trainer Mirko Stieler einige Spieler, dennoch hatten die Gastgeber wohl einen gebrauchten Tag erwischt.

Am Sonnabend steht ein weiterer Test beim Post SV Magdeburg auf dem Plan, wo die Mannschaft zeigen kann, dass sie es besser kann. Der Anstoß erfolgt 13 Uhr.

Statistik

SV Altenweddingen: Deike, Hölz, Hering, Selent, Zunker, Haas, Pesel, Schweigel, Magel, Nord, Becker, Petters, Hoffmann.

SV Wolmirsleben: Paternoga, Frost, Stock, Hassi, Sauer, Köhler, Barbe, Anhalt, Rodriguez-Gomez, Siegel, Müller, Maier Schmidt, Gitter, Karasch.

Tore: 0:1 Frost (13.), 0:2 Karasch (21.), 1:2 Magel (44.), 1:3 Karasch (67./FE), 1:4 Karasch (83.).

Schiedsrichter: Marcel Kautz (Ralf Wondratschek, Jannis Körner).

Seehausen überrascht Irxleben

Etwas überraschend setzte sich der SV Seehausen gegen den Landesligisten SV Irxleben 4:2 durch.

„Weil die Trainingsbeteiligung miserabel war, hatte ich damit gerechnet, dass es ein klares Ergebnis gegen uns gibt. Damit hätte man der Mannschaft auch zeigen können, wie wichtig Fitness ist. Nun ist es komplett anders gekommen, aber das ist nicht über zu bewerten. Die Jungs haben gut gespielt, sowohl wir als auch Irxleben“, schätzt Seehausens Trainer Patrick Horn ein.

Remis zur Halbzeit

Die Anfangsphase der Partie gehörte dem SV Irxleben, dem aber zunächst kein Treffer gelang. Stattdessen ging in der 32. Minute der SV Seehausen durch Daniel Tobisch in Führung. Kurz vor dem Seitenwechsel legten die Irxleber noch eine Schippe drauf und Ronny Krüger glich zum 1:1-Pausenstand aus.

„In der zweiten Halbzeit haben wir es clever gemacht, den Gegner spielen und anrennen lassen und selbst erfolgreich gekontert“, erklärt Horn, wie es zum Endstand kam. Nachdem Timo Lange für das 2:1 des Landesligisten gesorgt hatte, erzielten Jens Bühring (52.), abermals Tobisch (69.) und Nick Neugebauer (85.) die Treffer zum 4:2-Endstand.

Horn gibt sich kritisch

Horn, der sich vom Ergebnis nicht blenden lässt: „Dafür mache ich der Mannschaft ein großes Kompliment. Nichtsdestotrotz wird in der Landesklasse weniger gespielt und mehr gekämpft und dafür ist die Grundfitness wichtig. Die muss sich jetzt jeder Spieler holen. Wer das will, der wird belohnt. Der Rest muss in der Zweiten spielen oder wird nicht zum Einsatz kommen. Es ist genug Potenzial in Seehausen da, aber man muss es auch abrufen. Die Älteren kommen fast durchgängig zum Training und die jungen Leute haben immer andere Ausreden. Das geht nicht.“

Statistik

Torfolge: 0:1 Tobisch (32.), 1:1 Krüger (38.), 2:1 Lange (48.), 2:2 Bühring (52.), 2:3 Tobisch (69.), 2:4 N. Neugebauer (85.)

SV Irxleben: Koch - Reich, Thiele, Krause, Zander, Krüger, Stier, Schwenke, Lange, Ahlemann, Kotulla

SV Seehausen: C. Neugebauer - N. Neugebauer, Bader, Gruhle, Hasse, Wischeropp, Funke (30. Peschek), Haunschild (30. Schünemann), Tobisch, Bühring

Schiedsrichter: Marcus Scheibel - Sebastian Graßhoff, Frank-Detlef Stietzel