Wulferstedt l Einen klaren Sieg führte der SV Westerhausen im Finale des Bruch-Cups ein. Der Verbandsligist ließ durch eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zum Dienstag gegen Hötensleben keine Zweifel am auch in dieser Höhe verdienten Erfolg aufkommen. Das Aufgebot war im Vergleich zum Halbfinale kompletter und so brachten die hochmotivierten Jungs von Marco Wagner die einheimische Germania über 90 Minuten an die Grenze der Belastbarkeit.

Der Ehrgeiz war beiden Mannschaften ins Gesicht geschrieben. Es ging schon um was, ein Hauch von Prestige lag in der Luft. Sofort war Feuer im Spiel, es ging hin und her. Gerade in der ersten Halbzeit konnte der Landesklassist gegen den Verbandsligisten noch gut mithalten. Schritttempo und Konzentration waren extrem hoch. Das kostete Kraft gegen die athletische Wolfsberg-Elf. Ein Ilsmann-Schuss wurde knapp abgefälscht, früh gab es den ersten Eckstoß für Germania (2. Minute). Für Westerhausen lenkte Neubauer eine Eingabe an den Pfosten (3.).

Westerhausen trifft kurz vor der Pause

Ab der 15. Minute steigerte Westerhausen den Druck weiter und kam zunehmend zu delikaten Chancen. Der agile Dean Justin Müller ließ sich nicht vom Ball trennen, schoss aber aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei (19.). Wulferstedt hielt der gegnerischen Überlegenheit lange stand und fast deutete sich sogar ein 0:0 zur Pause an. Einen Entlastungsangriff fuhr Wulferstedt über Pascal Kunze. Sein starkes Solo mit tollem Abschluss bereinigte Keeper Silva Rios mit Faustabwehr (36.).

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In der 40. Minute fiel dann doch das 1:0 für den Favoriten. Der Ball rutschte einem Wulferstedter Abwehrspieler in direkter Tornähe beim Klärungsversuch über den Schlappen und der jederzeit präsente Nick Schmidt brauchte den Ball nur noch über die Torlinie nicken. Jörg Zappe hielt fast mit dem Pausenpfiff einen Müller-Freistoß stark.

Favorit dominiert und trifft nach der Pause

Die zweite Hälfte begann mit einer Großchance der Germanen: Bei einem indirekten Freistoß im gegnerischen Strafraum blockte Westerhausen drei Schussversuche am Stück – der vielversprechendste war der letzte von Christian Reimann (50.). In der 58. Minute das 2:0 für die Wolfsberg-Elf. Das war sehr gut herausgespielt und erneut Nick Schmidt schob den Ball platziert in die Ecke. Lange sah es so aus, als würde es bei diesem 2:0 bleiben. Die Wulferstedter Jungs kämpften um jeden Ball und ließen in der Gegenwehr nicht nach. Spannend wurde es sogar, als Westerhausens Torhüter den Ball außerhalb des Strafraumes mit der Hand berührte.

Eine Karte gab es nicht, dafür einen Freistoß aus guter Position, den Christian Schütze nicht an der Mauer vorbei bringen konnte (73.). Die Schusschance von Punken wurde geblockt (80.). Erst in den letzten zwei Minuten als Germania-Kapitän Martin Ilsmann schon verletzt den Platz verlassen hatte, verdoppelte der SVW seine Torausbeute. Rathsack hatte nach schönem Zuspiel genau die lange Ecke im Visier und traf auch dort hinein – gegen die Laufrichtung von Oliver Mantke, deshalb unhaltbar. Den Endstand markierte Schmidt völlig freistehend mit seinem dritten Treffer (90.). Danach pfiff der gute Schiedsrichter Nick Kahlert nicht mehr an.

Statistik

Germania Wulferstedt: Zappe (46. Mantke) – Behrens, Ilsmann, Kunze, Dreyer, Reimann, Brunke, Herzberg, Schütze, Charwat, Jahn (Reschke, Punken, Bawey, Haarstark)

SV Westerhausen: Silva Rios – Fricke, Stockhaus, Weber, Müller, Rathsack, Brahmann, Grund, Roldan Arias, Schmidt, Neubauer (Hägemann, Frye, Borges Carvalho, Marques Ribas)

Torfolge: 0:1, 0:2 Schmidt (40., 58.), 0:3 Rathsack (88.), 0:4 Schmidt (90.)

Schiedsrichter: Nick Kahlert, Jonas Pohl, Uwe Wille;

Zuschauer: 252