Wulferstedt l Der SVS wurde vor Anpfiff als leicht favorisiert gesehen, doch Wulferstedt hatte richtig gute Phasen im Spiel, außerdem mehr Torchancen und hätte mehrfach während der 90 Minuten das Ergebnis erhöhen können. Seehausens Torhüter Sascha Röber verhinderte das in seiner absoluten Bestform an diesem Tag.

Ohne viel taktisches Geplänkel ging es bei Dauerregen gleich munter hin und her. Beide Teams nahmen in Kauf, dass bei diesen Bedingen alles oder gar nichts passieren kann. Tobisch zog gleich mal ab, der Schuss ging knapp am Wulferstedter Tor vorbei (2.).

Führungstreffer aus dem Gewühl heraus

Seehausen hatte in der Anfangsphase Vorteile, da Germania sich hinten Stockfehler erlaubte und dadurch ein, zwei Mal in Unterzahlsituation verteidigte. Doch Germania fing sich bald. Bei dem Flachschuss von Reimann, als Röber sich streckte und den Ball stark um den Pfosten bügelte, deutete sich schon das Selbstvertrauen des Torhüters an (24.). Gleiches beim zweiten Linkschuss von Reimann, dieses Mal auf die kurze Ecke (32.).

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Wulferstedt brachte sich immer besser in Position und der Ball lief teils kombinationsreich. Schön herausgespielt war die bis dahin beste Chance: Reimann bekam den Ball genau vor dem Tor serviert, der zu lasche Abschluss aus drei Metern ließ Röber erneut die Abwehrmöglichkeit (34.). Es gab Eckstoß. Schütze trat die Ecke lang auf Zabel hinaus, der wie schon gegen Langenstein aus 23 Metern einfach draufhielt. Der Ball wurde vom Spielerpulk im Strafraum von einem Kopf in den Torwinkel abgefälscht und Germania führte (34.). Der Schiedsrichter notierte Ilsmann als Schützen.

Die Antwort des SVS folgte sofort: hoher Ball in den Strafraum, Tobisch brachte ihn mit der Seite direkt aufs Tor, doch Philipp Beisch reagierte in seinem ersten Saisonspiel glänzend (35.). Die letzten beiden Hochkaräter vor der Pause gehörten Wulferstedt, und aus einer dieser muss eigentlich das 2:0 fallen: Wieder stark kombiniert war Herzberg frei durch, seinen dankbaren Schuss begrub Röber unter sich (37.). Gleich darauf wieder Herzberg mit einem Schuss aus der Drehung, wieder war Röber unten und klärte zur Ecke (38.).

Röber zeichnet sich aus

Wulferstedt war nach Wiederanpfiff gleich da. Nach wenigen Sekunden wieder das Duell Herzberg – Röber, Ausgang wie gehabt. Auch Zacher zog ab, Röber hielt wieder stark (51.). Das Spiel wurde jetzt hitziger. Seehausen ging immer mehr über den Kampf, um die Wende zu erzwingen. Einige Aktionen wurden umso robuster, aber nie wirklich unfair geführt. Seehäuser Torjubel in der 67. Minute, doch Dannenberg stand beim Abschluss im Abseits. Dann eine Phase, in der beide Mannschaften auf Elfmeter spekulierten, das Ansinnen vom Schiedsrichter jedoch nicht erfüllt bekamen.

Die Schlussphase wurde nochmal intensiv. Mit besserem Ausspielen der Angriffe hätte Wulferstedt rechtzeitig für Ruhe sorgen können. Sebastian Huth jagte den Ball in Überzahlsituation zwei gegen einen nach feinem Doppelpass mit Reimann über das Tor (83.). Zabel zog mit Risiko ab, verfehlte aber die lange Ecke (87.). Anhand der besseren Chancen und des bedingungslosen Einsatzes mit dem Stück mehr Willen ist der Wulferstedter Derby-Sieg verdient.

Statistik

Tor: 1:0 Ilsmann (34.)

Schiedsrichter: Dirk Reider, Florian Mummert, Dominic Julien Marko

Zuschauer: 95