Ausleben l Das Hinspiel fand vor einer stattlichen Kulisse von etwa 80 Zuschauern in Ausleben statt. „Nach einer guten Anfangsphase haben wir leider den Faden verloren. Insbesondere in der zweiten Halbzeit war unser Gegner an diesem Tag das bessere Team“, blickte Fabian Dilge, Chefcoach der JSG Ausleben/Wulferstedt, auf das Hinspiel zurück.

So verpuffte ein ums andere Mal die von den Gastgebern über die Flügel vorgetragene Offensive, weil man sich im Sturmzentrum nicht gegen die solide Abwehr der Gäste behaupten konnte. Erfreulich aus Sicht der Gastgeber war in der von Schiedsrichter Frank Geßner sowie seinen Assistenten Stefan Knorr und Steffen Müller geleiteten Partie, dass eine einstudierte Eckballvariante zum Erfolg führte. Hier war es Ole Posselt, der kurz vor dem Halbzeitpfiff aus halblinker Position zum 1:0 einschoss.

Unübersehbare Schwächen

In der zweiten Halbzeit taten sich bei den Gastgebern sowohl im Angriff als auch in der Abwehr unübersehbare Schwächen auf, aus denen die Gäste allerdings kein Kapital schlagen konnten. Zumindest war die Tatsache, trotz mehrerer brenzliger Situationen im eigenen Strafraum kein Gegentor hingenommen zu haben, eine gute Ausgangsposition für das eine Woche später in Niederndodeleben ausgetragene Rückspiel.

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Auch in Niederndodeleben hatte sich eine stattliche Zuschauerkulisse eingefunden, als Schiedsrichter Helmut Harpke, assistiert von den Sportkameraden Bornkampf und Kocherscheid, bei brütender Hitze das zweite Finalspiel anpfiff.

Abschlag erreicht fast Strafraum

Nach drei Minuten und dem ersten Ballkontakt des für seine weiten Abschläge bekannten Torhüters der JSG Ausleben/Wulferstedt, Justin Buller, stand es bereits 1:0. Sein Abschlag erreichte fast den Strafraum des Gegners. Der Torhüter der Gastgeber lief dem Ball zwar entgegen, rutschte aber aus und der aufspringende Ball fand den Weg ins Tor. Ohne Zweifel ein kurioser Treffer, der auf der einen Seite blankes Entsetzen und auf der anderen Seite großen Jubel auslöste.

Als dann in der fünften Minute der zweite Angriff der Gäste durch einen Fernschuss von Maurice Buchholz zum 2:0 abgeschlossen wurde, gewannen die Gäste zusehends Oberwasser. „Im Rückspiel erfolgte die von mir erhoffte Reaktion der Mannschaft. Wir haben defensiv sehr gut gearbeitet und hatten insgesamt auch mehr von der Partie. Die frühen Treffer spielten uns selbstverständlich in die Karten“, so Fabian Dilge zum Spiel seiner Schützlinge.

Nach dem Abpfiff bekamen die Jungen von Frank Schulze, Jugendausschussmitglied des KFV Börde und Staffelleiter der beiden C-Junioren-Staffeln, unter dem Beifall der mitgereisten Eltern und Großeltern den Siegerpokal und die Medaillen überreicht. Darüber hinaus hatte Staffelleiter Schulze auch die Torjägerkanone im Gepäck, mit der er den Wulferstedter Lucas Winter für seine 23 erzielten Tore auszeichnete.

„Mich freut es riesig für die Jungs, dass sie sich für ihren Trainingsfleiß über die gesamte Saison belohnt haben. Auf die Leistungen in der Saison können sie stolz sein. Lobend zu erwähnen sind die Fairness beider Teams sowie die souveränen Auftritte der Schiedsrichter in den Finalspielen“, blickte Chefcoach Dilge auf das zurückliegende Spieljahr und die beiden Finalspiele zurück. Auch Uwe Hamann, Vereinsvorsitzender von Blau-Gelb Ausleben, brachte seine Freude über die Kreismeisterschaft zum Ausdruck. „Ein gelungener Abschluss. Vielen Dank an alle Betreuer, Spieler und vor allem Eltern, ohne die dies kaum möglich gewesen wäre“, so der Ausleber Vereinschef.