Wulferstedt l Das Testspiel zwischen Germania Wulferstedt und dem TSV Hadmersleben war über weite Strecken arm an spielerischem Niveau. Das hohe Ergebnis von 8:0 sollte nicht überbewertet werden. In der ersten halben Stunde waren weder ein Wulferstedter Sieg, noch die hohe Torquote zu erahnen.

TSV Hadmersleben steht gut

Hadmersleben stand zu Beginn gut, war körperlich griffiger und teilweise auch zielstrebiger nach vorn. Das Spiel der Gastgeber dagegen war noch ideenlos, erstickte fast am Alibigedanken. Vieles war gut gemeint, aber harmlos bis schlecht zu Ende gespielt.

Nach öffnendem Zuspiel auf Gammisch hätte der TSV fast geführt, doch Charwat stellte sich für seinen geschlagenen Torhüter in die Flugbahn des Balles und fälschte gerade noch neben das Tor ab (10. Minute). Auf der Gegenseite verfehlte Reimann das lange Eck, und Herzberg befand sich nach einem der vielen langen Bälle in guter Schussposition, legte nochmal quer und die Chance war dahin (14.). Fast etwas überraschend fiel das 1:0 der Germanen. Behrens hielt erst den Schuss von Reimann, doch Charwat schob den Ball über die Linie (29.).

Wulferstedt erhöht durch Doppelpack

In Rückstand hätte Hadmersleben jetzt mutiger werden müssen, doch das Gegenteil war der Fall. Der TSV wurde passiver und zog sich in die eigene Hälfte zurück. Urplötzlich stand es durch einen Doppelschlag 3:0. Zunächst steckte Herzberg auf Rzehaczek durch, der entschlossen zum 2:0 traf (37.). Keine Minute später stellte Herzberg selbst auf 3:0.

Auch wenn die Gäste sich bemühten, sie fanden in der zweiten Halbzeit keinen rechten Anschluss mehr. Das normale „Fußball-Einmaleins“ reichte Wulferstedt, um weitere Treffer nachzulegen, ohne über sich hinauswachsen zu müssen. Zu durchlässig war auch die Defensive des TSV, die wahrscheinlich noch nicht mal absichtlich auf Abseits spielte. Reimann war frei durch und schaute sich die Ecke aus (4:0, 66.). Nach schönem Spielzug staubte Jahn per Kopf zum 5:0 ab (68.). Die letzten drei Treffer zum 8:0–Endstand erzielte Reimann (72., 80., 86.).

Germania Wulferstedt: Thiepold (46. Beisch) – Behrens, Ilsmann, Grzenda, Reimann, Brunke, Herzberg, Charwat, Rzehaczek, Dilge, Mann, Matthias, Jahn

TSV Hadmersleben: Behrens (46. Jarosch) – Voigtländer, Brieger, Kittelmann, M. Bremer, Räke, Darius, Reiser, Graul, Gammisch, Zeidler, Hinz, C. Bremer, Jacobs

Schiedsrichter: Thomas Ratschat, Peter Zastrow, Steven Schmicker