Börde l Darauf haben die Mannschaften gewartet. Nach schweißtreibenden Einheiten mit vielen Konditionsläufen und zahlreichen Testspielen steht der Rückrundenauftakt in der Bördeoberliga auf dem Plan. Ein Blick auf die Tabelle der höchsten Spielklasse des Kreises verrät, dass nicht nur im Rennen um die Meisterschaft noch alles offen ist, sondern auch im Kampf um den Klassenerhalt.

Bereits in der Vorwoche ist der TSV Hadmersleben mit dem Nachholspiel gegen Grün-Weiß Süplingen wieder in die Saison gestartet.

Topspiel in Hadmersleben

„Wir müssen zumindest ein Tor schießen, um zu gewinnen. Das war das Manko in der Vorwoche“, erklärt TSV-Teammanager Ronald Mangold mit Blick auf die zurückliegende Begegnung. Dass das Unterfangen für den Tabellenfünften auch an diesem Wochenende alles andere als leicht werden dürfte, zeigt sich nicht nur an der Tabellenposition des kommenden Gegners. So bezwang die Eintracht aus Gröningen, die aktuell auf Platz vier in der Tabelle der Bördeoberliga rangiert, als Aufsteiger die favorisierten Hadmersleber auf eigenem Geläuf. Eine ähnlich spannende Auseinandersetzung im Topspiel des Spieltages wird daher auch jetzt erwartet. „Ich gehe wieder von einer ganz engen Kiste aus“, schätzt Mangold ein.

Mit reichlich Rückenwind, aus einer guten Vorbereitung mit „guten spielerischen Ansätzen“, wird die Eintracht-Elf vieles daran setzen, das dass Resultat aus dem Hinspiel auch im Rückspiel bestätigt wird. „Der TSV verfügt natürlich über mehr Erfahrung aufgrund der langen Spielzeit in der Landesklasse. Dennoch wollen unsere jungen Wilden wie im Hinspiel die Überraschung schaffen“, gibt sich Eintracht-Trainer Tobias Friebertshäuser selbstbewusst. Mit Blick auf die derzeitige Lage der Liga, zwischen dem Spitzenreiter TSV Niederndodeleben und dem Tabellenachten SV Gutenswegen/Klein Ammensleben liegen lediglich fünf Punkte, möchte beide Vertretungen ihre Chancen im Meisterschaftskampf wahren.

Niederndodeleben gastiert in Wanzleben

Für den TSV Niederndodeleben, derzeitiger Spitzenreiter der Bördeoberliga, steht zum Auftakt der Rückrunde ein Auswärtsspiel beim Tabellenelften, dem SV Blau-Weiß Empor Wanzleben, auf dem Plan. Auch wenn der TSV die Favoritenstellung aufgrund der aktuellen Konstellation in der Tabelle einnimmt, warnt Spieler Sascha Neumann vor verfrühter Euphorie auch aufgrund des deutlichen Hinspielergebnisses von 5:1-Toren für den Ligaprimus.

„Wir wissen natürlich, wie das Hinspiel lief, dürfen uns aber davon nicht blenden lassen. Dass es Wanzleben als Absteiger aus der Landesklasse so schwierig hat, hätten wohl auch nicht alle so vor der Saison erwartet“, erklärt Neumann. Dennoch möchte der Spitzenreiter „konzentriert in diese Begegnung gehen, um den Platz an der Sonne zu verteidigen“, so Neumann weiter.

Dazu hat sich der Spitzenreiter in der Winterpause auch personell mit der Verpflichtung von Stefan Kauczor von Germania Olvenstedt nochmals verstärkt. „Stefan ist kein Unbekannter für uns, da ihn viele auch persönlich kennen. Wir hoffen, dass er die gewünschte Verstärkung ist und den Konkurrenzkampf nochmal ankurbelt“, erklärt Neumann die Verpflichtung des 29-Jährigen. Aufschluss kann darüber bereits die Partie in Wanzleben bringen.

Bebertaler SV empfängt Eilsleben

Mit gemischten Gefühlen hat der Eilslebener SV die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte abgeschlossen. Während ESV-Trainer Kevin Köhne mit den Ergebnissen aus den Testspielen weitestgehend zufrieden ist, mahnt er die Beteiligung zu den Trainingseinheiten an. „Da hat der Schnitt noch etwas offen gelassen“, gibt sich der 30-Jährige kritisch vor dem Spiel beim Bebertaler SV.

Mit Blick auf das Gastspiel beim Drittletzten der Liga erwartet Köhne keinen Selbstläufer. „Sowohl unsere Mannschaft als auch der BSV verfügen über gefestigte Defensivreihen. Ich erwarte ein enges Spiel“, blickt der ESV-Coach voraus. Dagegen wird der Bebertaler SV versuchen. den Negativ-Lauf – seit 2017 blieben die Schützlinge von Sebastian Feist in Partien gegen den Eilslebener SV erfolgslos – zu brechen.

Kroppenstedter mit guter Vorbereitung

Betracht man die Bilanz der letzten drei Partien (Anm. d. Redaktion, 17 Tore) des SC Germania Kroppenstedt gegen den Flechtinger SV, kann für morgen ein torreiches Spiel prognostiziert werden. Aufgrund einer soliden Vorbereitung mit ansprechenden Ergebnissen aus den Testspielen geht die Germania mit einer gesunden Portion an Selbstbewusstsein in die Auseinandersetzung mit dem Tabellenvorletzten.

Neben den guten Einheiten sollen auch die Neuzugänge Michel Harms (kam von der zweiten Mannschaft des SV Blau-Weiß Wanzleben) und David Krämer den Kader in der Breite stärken. „Beide haben eine Weile nicht gespielt, brauchen noch Zeit, um sich an Belastung und Rhythmus zu gewöhnen, aber sie machen das gut bis jetzt“, verrät Spielertrainer Björn Kaczur.

Kaczur mit Vorausblick

Für das Heimspiel wünscht sich Kaczur einen positiven Rückschluss aus dem Hinspiel, als die Germania beim 4:4-Remis viele individuelle Fehler produzierte. „Gelingt uns ein solides Spiel ohne größere Fehler, dann bleiben die Punkte bei uns“, gibt sich der Germania-Spielertrainer optimistisch.

Welcher Verein die Winterpause am besten genutzt hat, um die Mannschaft auf die Rückrunde einzustellen, wird der morgige Auftakt der Rückserie beantworten können.

Die Partien im Überblick

G. Kroppenstedt - Flechtinger SV Sa 15:00

TSV Hadmersleben - E. Gröningen Sa 15:00

Gutensw./Kl. Amm. - GW Süplingen Sa 15:00

BW E. Wanzleben - TSV Niederndodel. Sa 15:00

Bebertaler SV - Eilslebener SV Sa 15:00

GW Dahlenwarsl. - FSV Barleben II Sa 15:00

Gr. Santersleben - BW Neuenhofe Sa 15:00