Ummendorf l An der Spitze steht der Ummendorfer SV mit 56 Punkten. Trainer Chris Sacher plant fest mit dem Aufstieg: „Wir müssen in den kommenden Spielen gewinnen, gewinnen, gewinnen. Das ist das klare Ziel und da ziehen wir auch alle an einem Strang.“ Die nächsten Spiele gegen den SV Stahl Thale und den SV Blau-Weiß Schwanebeck sind dabei richtungsweisend. Sacher: „Wir sind locker und wir wissen, was wir können, dennoch haben wir Respekt vor den anstehenden Begegnungen, aber verlieren steht nicht auf unserer Aufgabenliste.“ Für den Fall des Aufstieges wird es personell große Veränderungen beim USV geben, zu denen der Trainer aber noch keine konkreten Angaben machte. „Wir müssen erst noch mit allen Spielern reden, denn auch wenn wir den Aufstieg nicht schaffen, wollen wir ja weiter Landesklasse spielen und auch da brauchen wir einen funktionierenden Kader“, so Sacher.

Einen funktionierenden Kader wünscht sich auch Eintracht Osterwieck. Die Harzer sind dem USV dicht auf den Fersen und schnuppern Aufstiegsluft. Gerade einmal vier Punkte trennen sie von den Bördefußballern. Cheftrainer Andreas Binder wiegelt ab: „Wir wollen versuchen, die Rückrunde ohne Niederlage zu bewältigen, was schwer genug wird, da der Kader immer weiter schrumpft, sei es durch Krankheit oder durch private Umstände. So spielt ein möglicher Aufstieg für uns keine Rolle.“ Dabei sind die Gegner, mit dem Tabellenvorletzten SV Hötensleben oder dem Quedlinburger SV, der auf Platz zehn steht, machbar. Dennoch sagt Binder: „Ummendorf wird das durchziehen. Sie haben die gefestigtste Truppe der ganzen Liga und werden den Sprung in die Landesliga sicher schaffen.“

Oschersleben auf der Vier

Das Tabellenmittelfeld wird vom Oscherslebener SC angeführt, der als Vierter 33 Zähler nachweisen kann und zuletzt kaum noch überzeugte. „Bei den Jungs ist einfach die Luft raus, zu enttäuschend waren die vergangenen Spiele. Gerade der glücklose Rauswurf aus dem Kreispokal im Halbfinale gegen den SV Angern hat uns mental ganz schön mitgenommen“, so Trainer Thomas Klare. „Jetzt heißt es, die Saison beenden und für die kommende neu aufstellen.“

Der Tabellenfünfte SG Germania Wulferstedt hat in der laufenden Saison mit Stefan Mohr einen neuen Trainer bekommen und vielleicht auch dadurch in den vergangenen Spielen in Schwanebeck (0:5), gegen Ummendorf (4:4) und in Schlanstedt (0:4) sieben Punkte geholt. Der Klassenerhalt ist damit gesichert. Künftig will Mohr verstärkt auf den Nachwuchs setzen: „Wir möchten den Verein attraktiver für junge Leute machen, damit sie sehen, dass in Wulferstedt guter Fußball gespielt wird. Die Jugend hat die Absicht, nächstes Jahr in der Landesliga zu spielen. Unser Ziel ist es, mittelfristig diese Jugend in die Mannschaft zu implementieren.“

Defensive verbessert

Auch der SV Seehausen liegt im sicheren Mittelfeld. Die Bördefußballer verbesserten die gesamte Rückrunde über ihre Defensive. So schafften sie es auf den sechsten Tabellenplatz mit 28 Punkten. „Wir wollen bis zum Saisonende unter die ersten Acht kommen. Mit den Spielen, die noch vor uns liegen, sollte das machbar sein, auch wenn ein Sieg beim Haldensleber SC oder Germania Wernigerode sehr schwer werden wird“, so Seehausens Trainer Patrick Horn.

Dem SV Darlingerode/Drübeck fehlt nur noch ein Punkt, um den Klassenerhalt sicherzustellen. Durch ein Nachholspiel haben die Harzer fünf Chancen, diesen zu holen, doch wollen sie natürlich mehr. „Wir hoffen, einen anstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Leicht wird das natürlich nicht, da wir noch schwere Gegner vor uns haben, allen voran Germania Wernigerode“, weiß Trainer Mike Knobelsdorf.

Ziel ist einstelliger Tabellenplatz

Germania Wernigerode braucht nur noch zwei Punkte, um sicher in der Liga zu bleiben. Das ist machbar, auch wenn mit dem Ummendorfer SV und dem Oscherslebener SC zwei schwere Aufgaben warten. „Wir versuchen, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, und das sollte auch möglich sein“, glaubt Mannschaftsleiter Jens Tropschug.

Auch der SV Langenstein gehört zu den Vereinen die schon beinahe sicher in der Liga bleiben. Lediglich drei Punkte braucht das Team noch, um den Klassenerhalt zu sichern. Da noch fünf Spiele zu bestreiten sind, eins davon ist ein Nachholspiel gegen den Oscherslebener SC, ist das zu schaffen.

Mario Schneider verlässt Verein

Zu den Wackelkandidaten der Liga zählt der Aufsteiger aus der Harzoberliga, der SV Olympia Schlanstedt. Mit nur 24 Punkten belegt er momentan den elften Platz in der Tabelle. „Wir müssen so schnell wie möglich Punkte einfahren, damit wir den Klassenerhalt sichern können. Das wird für die nächsten Spiele unsere Hauptaufgabe sein“, so Trainer Mario Schneider. Doch haben es gerade die letzten Gegner in sich. Der Tabellendritte SV Stahl Thale ist der erste große Brocken, aber auch den Haldensleber SC II gilt es zu schlagen, der direkt hinter den Harzern in der Tabelle steht und selbst gegen den drohenden Abstiegsplatz kämpft. „Wir müssen bis zum Schluss um jeden Punkt ringen, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren“, gibt sich Schneider kämpferisch. Für ihn heißt es am Ende der Saison Abschied nehmen, denn er wird nicht mehr als Trainer für Olympia tätig sein. Sein Amt übernimmt Kevin Köhne, der übergangsweise Trainer beim Bebertaler SV ist. Köhne freut sich auf die neue Herausforderung. „Wir waren sofort auf einer Wellenlänge, dadurch war schnell klar, dass wir zusammenkommen werden“, so Köhne über seine zukünftige Stelle.

Der Haldensleber SC II U 23 ist alles andere als gesichert. Gerade einmal sieben Punkte trennen ihn vor einem Abstiegsplatz. Als Grund gibt Nico Bremse die Personalsituation an: „Wir kauen momentan auf dem Zahnfleisch, wir können nur noch spielen, weil wir uns mit Fußballern aus der ersten Mannschaft und der A-Jugend aushelfen. Die machen das auch wirklich gut. So eine Personalsituation habe ich in meiner ganzen Laufbahn noch nicht erlebt. Hier muss dringend angesetzt werden.“ Brömse selbst glaubt daran, dass die Reserve der Haldensleber in der Liga bleibt, auch wenn die Spiele gegen Seehausen und Ummendorf nicht leicht werden.

Sicher steht schon fest, dass der Kader in der kommenden Saison verstärkt wird. So werden sechs Spieler aus der A-Jugend hochgezogen. Außerdem sollen Kicker von der ersten Mannschaft fest in die Reserve wechseln. Weitere Zugänge sind geplant.

Hötensleben holte Sieg

Direkter Abstiegskandidat mit 16 Punkten und Platz 13 ist der SV Hötensleben. Für ihn heißt es, zwölf Punkte aus den kommenden vier Spielen mitzunehmen, um einen Abstieg mit viel Schützenhilfe vielleicht noch abzuwenden. „Das wird nicht leicht für uns. Gerade bei Gegnern wie Eintracht Osterwiek, Germania Wulferstedt und Stahl Thale müssen wir alles in die Waagschale werfen, um zu siegen. Für uns sind das mit die stärksten Mannschaften in der Liga, gegen die wir noch antreten müssen“, schätzt Coach Matthias Brömse realistisch ein. In den vergangenen beiden Spielen gegen den SV Langenstein (3:1) und den Oscherslebener SC (3:1) haben die Hötensleber jeweils einen Sieg eingefahren, was die Moral im ganzen Team entscheidend angehoben hat. Brömse: „Aufgegeben hat noch keiner von uns und wir kämpfen bis zum Abpfiff.“

Der Trainer wird den Verein zum Ende der Saison verlassen, da sein Vertrag ausläuft und er aus privaten Gründen nicht mehr verlängern möchte. Ein Nachfolger wurde auch schon ins Auge gefasst, doch laufen die Verhandlungen noch. Das bestätigte der Abteilungsleiter für den Bereich Fußball beim SV Hötensleben, Horst Scheibel, gegenüber der Volksstimme. Wie der Kader in der kommenden Saison aussehen wird, ist auch noch fraglich. Fest steht jedoch, dass nicht alle Spieler beim SVH bleiben werden. Im Falle eines Abstieges ist das Ziel im nächsten Jahr in erster Linie die Stabilisierung der Mannschaft. „Wir müssen erst mal Ruhe reinbekommen und uns neu ausrichten. Erst wenn das alles stimmt, können wir wieder den Kampf um die Spitze in Angriff nehmen“, so Scheibel.

Schwanebeck ist Schlusslicht

Die Rote Laterne in der Tabelle hat der SV Blau-Weiß Schwanebeck. Dennoch haben Trainer und auch Spieler die Hoffnung noch nicht aufgegeben. „In den kommenden Spielen Punkte zu holen, wird alles andere als leicht. Uns kann nur ein kleines Wunder helfen, aber wir bleiben konzentriert bei der Sache und kämpfen bis zum Schluss“, so Coach Frank Kaiser.

Partien am Wochenende

Haldensleber SC II - SV Seehausen/B. Sa 15:00

Oscherslebener SC - Germ. Wernigerode Sa 15:00

Eintr. Osterwieck - SV Hötensleben Sa 15:00

Germ. Wulferstedt - SV Langenstein Sa 15:00

Quedlinburger SV - Ol. Schlanstedt Sa 15:00

BW Schwanebeck - Darlinger./Drüb. Sa 15:00

SV Stahl Thale - Ummendorfer SV So 14:00