Oschersleben l Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten lieferten die Handballer des SV Lokomotive Oschersleben gegen den HC Aschersleben II ab. Im Bewos Sportzentrum spielte sich die Heimmannschaft um Spielertrainer Martin Hoffmann schnell eine hohe Führung heraus. Nach 13 Minuten stand es durch Treffer von Benjamin Müller, Sebastian Röhler und Mathias König bereits 6:1 für die Oscherslebener.

Und auch die restlichen Minuten der ersten Halbzeit präsentierte sich die Lokomotive stark und vor allem treffsicher. Ganz im Gegensatz zu den Spielern des HC Aschersleben, die große Probleme mit dem Haftmittelverbot hatten und die Bälle somit selten gefährlich auf das Tor brachten. Lediglich Ascherslebens Christian Fischer gelang das ein oder andere glückliche Tor. Lok-Spieler Mathias König war es dann, der mit seinem Treffer auf eine Halbzeitführung (14:7) von starken sieben Toren erhöhte.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich den zahlreichen Handballfans im Bewos Sportzentrum ein völlig anderes Bild. Die Gäste näherten sich mit jedem Wurf dem Tor an - vor allem Aufbauspieler Christian Fischer (neun Tore) wurde zunehmand treffsicherer. Auch, weil ihn Oscherslebens desolate Abwehr nicht daran hinderte.

Der Vorsprung schmilzt

So kam, es wie es kommen musste und der Vorsprung schmolz dahin. In der 45. Spielminute und beim Stand von 18:16 ergriff Lok Oschersleben die Chance zur Auszeit. Und zunächst zeigte diese auch Wirkung. Der Lauf der Ascherslebener war unterbrochen und der Vorsprung konnte nochmal auf drei Tore ausgebaut werden. Doch es folgte der zweite Einbruch der Hausherren. In der 55. Minute traf Christian Fischer zum ersten Ausgleich (21:21) für die Gäste - Auszeit Lok.

In den letzten fünf Minuten des Spiels war es ausgeglichen - zwei Tore Lok, zwei Tore HC - 23:23. Zum Schluss hatten die Oscherslebener noch die Chance auf den Sieg in letzter Sekunde. Doch diese wurde mit einem Fehlpass verschenkt. Ein Sinnbild dieser Partie.

"Wir haben fest eingeplante Punkte leichtfertig verschenkt. Aschersleben trat in der zweiten Halbzeit top motiviert auf, während wir uns sowohl im Angriff als auch in der Abwehr erschreckend präsentiert haben. Im Training gilt es nun einiges aufzuarbeiten, um im neuen Jahr wieder voll angreifen zu können", zeigte sich Lok-Spielertrainer Martin Hoffmann nach dem Spiel enttäuscht.

Oschersleben: Staatz, Hoffmann, König (7), Wolff, Müller (2), Steffen Röhler (4), Schannor, Von Zabiensky, Rücker, Sebastian Röhler (4), Frank Schwarz (1), Günther, Thomas Schwarz (4), Rudolph (1)

Aschersleben: Franke, Kley, Uhlmann (3), Jacobi (2), Metzing (2), Hoyer, Fohrer (1), Eulenstein (3), Teßmann, Christian Fischer (9), Denis Fischer (3), Träger